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  ***
  
  Dein Laecheln,
  Deine Stimme,
  Deine Augen -
  ich brauch' nur Dich.
  Ich habe es geahnt:
  Ich bin verliebt.
  Ich wollte es nicht glauben,
  ich hab's verdraengt,
  versteckt,
  verbannt,
  verbrannt.
  
  Das Feuer tanzte wunderschoenen Tango
  und zauberte gekonnt ein Schattenspiel,
  hypnotisierte mich wie eine Schlange,
  die an ihr Opfer naeher kommen will.
  
  Die Liebe war als Partnerin die beste:
  so leidenschaftlich wie nur sie sein kann,
  und brannte nicht - des Feuers juengste Schwester,
  nur laechelte mich ganz ironisch an.
  
  Ich war besiegt, verwundet, unterworfen.
  Sie zog ihre erschreckende Bilanz.
  Ich war verdammt zum Lieben ohne Hoffen.
  So hat sie sich geraecht fuer ihren Tanz.
  
  Seitdem -
  ein Tag, ein Monat, ein Jahrhundert? -
  schau ich geblendet Tango-Taenzern zu.
  Seitdem -
  von mir vergoettert und bewundert -
  bist Du
  in jedem meinen Atemzug.
   23.02.1999
  
  ***
  
  Nie wieder lieben, nie wieder weinen,
  Traenen aus Liebe werden zu Steinen.
  Nie wieder anders versuchen zu scheinen.
  Lieber - fuer immer und ewig - alleine,
  
  ohne zu hoffen, ohne zu wissen,
  ohne zu haben ein schlechtes Gewissen,
  sterbendes Herz und Seele mit Rissen,
  ohne das koennte-doch-sein zu vermissen,
  
  das Leben zum Fluss ohne Stroemungen machen,
  ohne zu lieben - auch ohne zu lachen,
  ohne zu fuehlen, ohne zu schweben,
  ohne zu traeumen - und ohne zu Leben...
   25.02.1999
  
  ***
  Einsamkeit
  
  ... Du hast mich mal gefragt, ob ich mich einsam fuehle. Ab und zu, antwortete ich.
  
   Heute abend bin ich einsam.
   Heute wollte ich sogar einsam sein - alleine, meinte ich zunдchst, aber das Alleinsein ist irgendwie zur Einsamkeit geworden.
  
   Der Gedanke, die Vorstellung sind erschreckend:
  
   Ich.
   Dieses Zimmer.
   Ein kleines Haus.
   Eine groЯe Stadt.
   Ein Land.
   Ein Kontinent.
   Ein Planet.
   Das All.
  
   Und das Gefuehl, so winzig klein zu sein, ein Punkt unter Milliarden aehnlichen, ein Ich mit dem Wissen, dass die anderen - Milliarde - auch jeder ein einzigartiges Ich besitzen.
   Wie oft vergessen wir das, wie schwer ist es manchmal an die anderen Ichs zu denken und diese zu verstehen!
  
   *****
  
   Kennst Du das Gefьhl, so muede vom Leben zu sein, und zu wissen, dass Du noch so viel vor Dir hast? Und dabei sich ganz allein in dieser grossen Welt voller anderer Menschen zu fuehlen? Ist das vielleicht das Gefuehl, welches Einsamkeit genannt wird?
  
   Das Gefuehl, das Dich in einer Sekunde ьberwaeltigt, fuer ein kurzes Moment Dich schwach macht und dann verschwindet langsam, einen bitteren Schmerz irgendwo tief in deiner Seele hinterlassen gehabt?
   Und Du stehst da, und weisst auf einmal nicht mehr, wozu Du da bist oder dies oder jenes tust. Alleine und einsam - und es scheint fьr immer und ewig zu sein.
   Aber dann zieht Dich das Leben - oder die Angewohnheit, immer weiter zu kaempfen - wieder zum „sicheren“ Boden, und Du machst weiter, ohne sich nach einem Sinn zu fragen, ohne nachzudenken, denn Du weisst, dass es das schreckliche Gefuehl der Leere wiedererwecken koennte.
  
   Es - dieses Gefuehl - kommt dann immer, wenn Du es am wenigsten erwartest - nach einem schoenem Abend mit den Menschen, die Du gerne deine guten Freunde nennst, oder wenn es Dir allem nach am besten gehen sollte, wenn alles in Deinem Leben zu stimmen scheint - und die anderen Dich aufrecht stehen und nach oben steigen sehen.
  
   Das Gefuehl hatte ich schon lange nicht mehr, aber heute kam es wieder. Ohne jede Vorwarnung stach es zu - und verschwand wieder. Jetzt ist es weg - ich hoffe, fuer laenger.
  
   Und jetzt weiss ich - fuer eine Weile - ganz tief in mir, dass ich trotz allem doch so alleine bin. Aber meine „psychische Immunitдt“ macht schon ihre Arbeit, und es wird eifrigst verdraengt, damit ich weitermachen kann - und glauben, daЯ alles in meinem Leben in Ordnung ist.
  
  ***
  
  Das kleine Land
  
  Meine Muttersprache wird mir langsam immer fremder - so fremd, wie die Mentalitaet der Menschen im Lande, wo ich vor mehr als zwei Jahrzehnten zur Welt kam, schon immer fuer mich gewesen ist.
  Das kleine Land, viertausend Kilometer von hier entfernt, wo ich nie verstanden oder anerkannt wurde - so wie ich bin - anders. Ein Ich, das es nicht schaffte, so zu sein, wie die anderen vielen, die es staendig zu unterdruecken versuchten, so zu machen, wie die Masse. Eigene Meinung zu haben war fast schon ein Verbrechen. Das einigermaЯen gutes Aussehen war Grund genug, von den Maennern auf der Strasse grob angetatscht und angequatscht zu werden; desto ueberraschender war es fuer die, dass ich mich wehrte. Ich musste mich durch mein Leben in diesem Land durchkaempfen - anders als hier, wo es auch nicht so leicht ist, aufrecht zu stehen.
  Meine Schuljahre, als es mir noch nicht bewusst war, dass ich nicht so bin, wie die anderen Kinder... Mir fiel alles viel leichter, als denen, ich sah das Leben auch anders als sie. Dafuer wurde ich hinter meinem Ruecken ausgelacht, ins Gesicht sagte mir aber keiner was, weil es so praktisch war, von mir immer die Hausaufgaben und Klausuren abzuschreiben.
  Ich fand aber auch Freundinnen. Wir fuenf, so verschieden und doch einander ein bisschen дhnlich... Oder auch nicht. Die fuenf Wilden wurden wir genannt. Immer zusammen, immer anders.
  Dann aenderte sich alles. Erst fuhr eine von uns weg, dann gingen noch zwei anderen von der Schule. Und wir blieben nur zwei in der letzten Klasse.
  Erst in dieser Zeit begriff ich endlich das, was schon seit Jahren lief.
  Im Gespraech mit einer der Lehrerinnen wurde ich von ihr gefragt, wie ich mit meinen Mitschuelern zurecht komme. Darauf antwortete ich, es gebe kein Problem und es ginge alles gut. Und dann sagte sie zu mir: Merkst du denn gar nichts? Die koennen es nicht ertragen, daЯ Du so anders bist.
  Klar, wusste ich das schon lange, hab es aber immer verdraengt, wollte das nicht sehen, was so offensichtlich war.
  Nach der Schule, schon im Studium, fand ich Freunde, die auch nicht zur Masse passten. Die anders als ich waren, aber auch anders als die ьberwiegende Mehrheit. Die eigene Meinung hatten und auch stark genug waren, es zuzugeben. Wir haben uns eigene kleine Welt geschaffen - eine Insel im Ozean der Stadt - die es uns allen erlaubte, so zu sein, wie wir sind.
  Aber ausserhalb dieser Welt gab es immer noch zu viele Menschen, die uns durchschnittlich grau sehen wollten. Es wurde uns aber langsam egal.
  Wir waren anders - und fingen an, dazu zu stehen.
  
  ***
  
  Liebe
  
   Ich weiss gar nicht mehr, was ich tun soll. Ich brauche Dich - wie Luft, wie Wasser, wie das Leben selbst. Ich schreie nach Dir, am liebsten wuerde ich auf jeder Wand, auf jedem Blatt Papier, ueberall - Deinen Namen schreiben.
  
   Das tue ich aber nicht. Wozu? Alles erscheint mir so sinnlos. Die Hoffnung stirbt langsam, und ihre Agonie nimmt mir die letzten Kraefte. Mal glaube ich, sie wuerde noch leben, aber schon in der naechsten Sekunde scheint sie wieder dem Tode einen Schritt naeher zu ruecken. Und wenn sie doch fuer eine kurze Weile aus ihrem Todesschlaf erwacht, fange ich an zu zweifeln, ob ich Deiner wuerdig bin.
  
   Unvermeidliche Suende der Liebe - oder des Verliebtseins:
   Vergoetterung.
   Ich sehe keine Macken an dir. Du bist perfekt. Ich wuerde alles tun und aufopfern, nur damit es Dir gut geht. Ich wuerde Dir alles verzeihen, was ich keinem anderen verzeihen wuerde. Nein, genauer gesagt, es gebe nichts, was ich Dir verzeihen sollte, denn ich haette an allem meine eigene Schuld gesucht oder die der Umstaende.
  
   Denn Du bis fast wie ein Gott, und die Goetter sind dazu verdammt, perfekt zu sein.
  
   Du bist der Sinn und das Zentrum meines Lebens geworden.
   Ich hab gar nicht merken koennen, wann und wie.
   Ich hab bloss irgendwann mal festgestellt, dass ich an nichts anderes denken kann.
   Schlaflose Naechte, als ich eine Entscheidung zu treffen versuchte - und wusste, daЯ ich mich nie trauen wuerde, diese in Tat umzusetzen.
  
   Zeitweise habe ich das erschreckende Beduerfnis, Dir das alles zu sagen. Erschreckend, blendend, verwuestend... Ich finde aber noch die Kraft, ihm zu widerstehen. Aber wie lange noch? Ich habe Angst, die Kontrolle ueber meine Worte zu verlieren.
  
   Ich habe - ? - auch Stolz. Wertloses Schmuck einer Todkranken. Aber irgendwie moechte ich es nicht verlieren.
  
   Komische Situation, in dieser Rolle zu stecken. Meist war ich die Unerreichbare. Vielleicht koennte das die Strafe sein fuer den ungeahnten Schmerz, den ich jemandem zufaellig zugefuegt haben konnte.
  
   Ich weiss, dass es so nicht ewig bleiben wird. Es muss sich irgendwie aendern. ich bin auch schon drauf gefasst, daЯ es furchtbar weh tun kann, aber ich versuche, keine Angst davor zu haben. Der Schmerz vergeht, die Wunden heilen, und die Narben auf der Seele sieht man nicht.
  
   Und ich merke, dass ich durch das schreiben erleichtert und ruhiger geworden bin. Vielleicht ist das die Medizin gegen diese schoenste - und schmerzhafteste - Krankheit namens Liebe, die die Aerzte immer noch - gluecklicherweise! - nicht heilen koennen.
  
   Das Wetter passt wunderbar zu meiner Stimmung. Trueber, grauer, verregneter Tag. Als ob der Himmel meine Traenen ausweinen wuerde...
  
   Die schreckliche Todeskrankheit namens Liebe... Davon stirbt man, doch - um als ein neuer Mensch im selben Koerper weiterzuleben. Als ein neuer Mensch, der sich nie wieder erwischen laesst. Irgendwann merkt man einfach, dass keine neuen Gefuehle in einer vernarbter Seele entstehen koennen.
  
  ***
  
  Te voir chaque jour
  sans te dire mon amour,
  chaque minute savoir -
  je n'ai pas droit a l'espoir,
  t'adorer c' qui me blesse
  et cacher ma tristesse...
  
  Abimee et cassee,
  portant un coeur brise,
  malgre tous ces problemes
  je n' regrette pas qu' je t'aime...
   14-17.02.1999
  
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