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03.1. Zehn Zynische Essays (Populäre Weltanschauung) - Teil 1

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  • Аннотация:
    Das ist ein philosophisches Buch, aber es ist populär geschrieben und ohne spezielle Begriffe, so dass es für alle zugänglich ist. Bis zu einem gewissen Grad ist der Zynismus eine Weltanschauung, die keine Moral predigt (sogar im Gegenteil) und die Dinge nicht idealisiert, unabhängig davon aber einen ernsthaften Blick auf die Welt wirft. Meiner Meinung nach muss es für alle jungen Leute (und auch für die älteren) interessant sein, aber es ist, trotzdem, kein Lesen zum Vergnügen. Die Reihenfolge aller Essays, die hier in zwei Teile unterteilt sind, ist nicht obligatorisch, ist aber vorzüglich.
    Beeilen Sie sich, aber, nicht, alles auf einmal zu lesen, weil Sie, möglicherweise, sofort die Lebensfreude verlieren werden, wenn Sie das Leben gut verstehen werden; das ist in dem Sinne, dass je weniger man das Leben versteht, desto interessanter erscheint es ihm (oder ihr) und desto glücklicher lebt er es; oder dass die Naivität und Unerfahrenheit ihre Vorteile haben. Die Essays hier sind über: die Schöpfung, die Frau und den Mann, die Menschheit, den Intellekt, und die Religion.
    Keywords: Zynismus, Philosophie, populär, auf Deutsch.

     



ZEHN

ZYNISCHE

ESSAYS


(POPULÄRE WELTANSCHAUUNG -- Teil 1)



Chris MYRSKI,   2000







     [ Da es sich um ein ganzes Buch handelt, werde ich eine Idee über den Umschlag geben. .

       Auf der Vorderseite: ein Bild, auf dem das Fass von Diogenes abgebildet ist (obwohl es wie ein sehr großer Topf oder als Gefäß mit Deckel aussieht), etwas nach vorne geneigt, in einer kleinen Grube im sandigen Boden, vorne mit versetztem Deckel, wo aus seiner Öffnung ein bärtiger Kopf und eine Hand hervorragen; von der Seite erhebt sich ein Teil eines großen Olivenbaums und auf dem sandigen Boden sieht man gefallene Oliven; die ausgestreckte Hand hält eine Olive, in der oberen rechten Ecke sieht man die helle Sonne, und in der Ferne scheint das Meer. Alles das ist oben und unten von stilisierten griechischen Ornamenten umgeben, und dieses Bild befindet sich im unteren Teil der Vorderseite. Oben steht der Titel und der Autor auf violett-rotem (oder orangefarbenem) Hintergrund.

       Auf der Rückseite: nichts außer dem hellen Hintergrund des vorderen Teils (aber, wenn das so notwendig ist, kann eine Werbung für Coca-Cola, oder die Zigaretten Camel, oder das amerikanische Banner angebracht werden -- je nachdem, wer mehr zahlt). ]




     

INHALTSVERZEICHNIS


     In diesem Teil:

     Vorwort
     Über die Schöpfung und das Geschaffene
     Über die Frau und den Mann
     Über die Menschheit
     Über den Intellekt
     Über die Religion

     Im zweiten Teil:

     Über die Demokratie
     Über die Gewalt
     Über die Gerechtigkeit
     Über die Population
     Über die Zukunft
     Zusatz: Konstitution von Zynikland

     
     





VORWORT


     Das ist ein philosophisches Buch, was bedeutet, dass es ernsthaftes Lesen ist, nicht um einzuschlummern, obwohl einige von Ihnen es sicherlich auch zu diesem Zweck verwenden können, weil es für viele Leser eine wirklich schläfrige Wirkung haben kann. Hier aber finden Sie keine Zitate und Kritiken vorhandener philosophischer Theorien, auch nicht Termine die der allgemeinen Öffentlichkeit unbekannt sind, was bedeutet, dass es auch ein populäres Buch ist. Es ist höchst vorurteilsfrei, im Gegenteil zu vielen philosophischen Büchern, die trotz ihres Anspruchs, universell und allumfassend zu sein, zumindest tendenziös sind, weil sich ihre Autoren verpflichtet fühlen, irgendwelche Interessen zu verteidigen. Darüber hinaus sind sie, in ihrem Bestreben genau und widerspruchsfrei zu sein, gezwungen, entweder die Widersprüche aus den Büchern auszuschließen, indem sie von einigen Grundannahmen ausgehen, aber auf diese Weise das Thema der Untersuchung unvermeidlich begrenzen und die Dinge einseitig zeigen, oder andererseits besteht die Gefahr Angriffen wegen Ungenauigkeit und Metaphysik ausgesetzt zu werden. Mit anderen Worten, die Philosophie leidet mehr als die anderen Wissenschaften unter dem Problem der Zerlegung der unendlich komplexen und miteinander verbundenen realen Welt (und hier kann das Wort "unendlich" nicht durch "sehr" ersetzt werden, weil es etwas mehr als "das Meiste" ist), aber wenn ein natürlicher Prozess nicht zerlegt ist, kann er nicht genau genug beobachtet werden, so dass das ein unvermeidliches Leiden ist (so etwas wie die Geburtswehen, ohne die, zumindest bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt, die Fortsetzung des Lebens unmöglich ist).
     Wegen der Parteilichkeit der philosophischen Strömungen geschieht es, dass sie sehr zahlreich sind und sich, ähnlich wie die Religionen, gegenseitig ausschließen, was für die gewöhnlichen Wissenschaften nicht charakteristisch ist, da es nicht viele Mathematik- oder Physik- oder Medizin- usw. Wissenschaften gibt. Obwohl es verschiedene Unterabteilungen oder Zweige dieser Wissenschaften gibt, streiten sie sich in der Regel nicht miteinander, denn sie haben unterschiedliche Tätigkeits- oder Objektbereiche, und selbst wenn ihre Bereiche überlappen, wie es mit der klassischen, östlichen, und Volksmedizin der Fall ist, dann stellt keine von ihnen Grundprinzipien in Frage, wie z.B., dass das Herz des Menschen sich im linken Teil der Brust befindet, dass er zwei Hände mit fünf Fingern hat, usw., sondern gibt nur alternative Ansätze. Gleichzeitig streiten die Menschen in der Philosophie seit Jahrhunderten, ob die Materie vor der Idee für sie kommt oder umgekehrt, was für einen zyklischen Prozess bedeutungslos ist, und die Frage nach dem Ei und der Henne paraphrasiert, über die ich bezweifle, dass sogar ein Kind, das schon in die Schule geht, anfängt, sich zu streiten (aber die Philosophen tun das).
     Ihr Autor vermeidet diese komplizierten Situationen auf eine offensichtliche Weise, indem er nicht seine gesamte Philosophie aufbaut, sondern nur einige "Flecken" oder Themen des Lebens betrachtet, die relativ widerspruchsfrei sind und wie der Leser sie in seinem Kopf verknüpfen wird, ist, wie man sagt, sein eigenes Geschäft. Außerdem steht im Titel das Wort "Essays", was Versuche, Experimente bedeutet, so dass der Autor, wenn er in die Ecke gedrängt wird, immer die Phrase verwenden kann, die manchmal Zirkusclowns verwenden, nachdem sie einen Mann (als ob) aus dem Publikum auswählen, ihm seine Krawatte nehmen, sie mit einer Schere in kleine Stücke schneiden, welche sie in einen Zylinderhut stecken, sie gut mit einem "magischen" Stab umrühren, und versprechen, die Krawatte intakt herauszunehmen, und wenn sie das nicht tun können, dann sagen sie einfach: "Nun, man kann nichts machen, das Experiment ist nicht immer erfolgreich".
     Kommen wir jetzt zum Zynismus, aber lassen Sie mich zuerst eine Behauptung der Engländer, über den Unterschied zwischen dem Optimisten und dem Pessimisten, zitieren, wenn sie vor sich eine Flasche (vermutlich mit einem seelenerfreuenden Getränk) sehen, welche zur Hälfte gefüllt ist. Dann sagt der Pessimist: "Ah, aber die Flasche ist schon halb leer!", während der Optimist ruft aus: "Oh, die Flasche ist noch halb voll!". In diesem Fall stellt der Zyniker nur die Tatsache fest, egal ob es sich um sieben Jahre alten Whisky, oder um Kaliumcyanid handelt, denn er interessiert sich nur für die Wahrheit, unabhängig von den Emotionen, die sie hervorrufen kann. Der Zynismus kann sich auch dem Euphemismus gegenüberstellen, der der Wunsch nur schöne Dinge zu sagen ist, und kann (nach Ansicht des Autors) so definiert werden: der Euphemismus ist, jemanden "Person" zu nennen, wenn er -- ich bitte um Entschuldigung -- nur ein Arsch ist. Der "Arsch" hier ist nur der Antipode des Gesichts, das die Person definiert (und in den slawischen Sprachen die Person heißt wie das Gesicht), und es ist nicht richtig anzunehmen, dass dieses Buch voll mit "Ärschen" ist, nein, dieses Wort kann sogar nirgendwo in dem Text gefunden sein (was aber hindert den Leser nicht, das Buch bis zum Ende zu lesen, um die Richtigkeit dieser Aussage zu überprüfen).
     Mit anderen Worten, der Zynismus des Autors besteht darin, verschiedene, sogar schockierende Aussagen, auszusprechen, wobei er keine Anstrengungen zu unternehmen beabsichtigt, um die notwendige Anti-Schock-Therapie anzuwenden, wenn diese Aussagen in vielen Lebenssituationen zutreffend sind, weil für ihn die Wahrhaftigkeit des Gesagten von primärem Wert ist, nicht seine ästhetische, moralische, ideologische, und so weiter, Seiten. Übrigens, es ist nützlich die folgende Einteilung der Menschen, nach ihrer Einstellung zur Wahrheit, in die folgenden drei Gruppen zu machen, nämlich: a) solche, die die Wahrheit suchen (eine außergewöhnlich kleine Minderheit von Leuten , die in der Regel von anderen Freuden im Leben beraubt sind, oder gezwungen sind, danach zu suchen, weil unangemessenes Gebiet für Karrieremachen gewählt haben); b) solche, die die Lüge suchen (eine größere Gruppe, aber auch Minderheit, die genügend Privilegien aus dieser Arbeit von ihnen erhalten, obwohl nicht ausgeschlossen diese Variante ist, dass sie auf ausreichend hohem intellektuellen Niveau stehen, um verstanden zu haben, dass die Lüge attraktiver als die Wahrheit, und daher mehr von den Menschen gewünscht, ist); und c) solche, die das suchen, was sie mögen, egal ob es Wahrheit oder Lüge ist, d.h. sie interessieren sich überhaupt nicht über die Wahrheit (die überwiegende Mehrheit der Menschen, die sich keine Schwierigkeiten etwas zu leugnen machen, wenn sie es nicht mögen, wo, natürlich, das, was sie mögen, ist keinesfalls notwendig, etwas Gutes zu sein, gemäß dem im Moment akzeptierten Kriterien, so dass, zum Beispiel, wenn jemand einen Finger in seine Nase stecken möchte, dann ist das etwas Gutes für ihn, jedoch nicht allgemein akzeptiert, oder sadistische Filme anzuschauen, wenn es über Geschmäcker gesprochen wird). Um Zyniker zu sein, muss man intelligent sein, aber die umgekehrte Aussage ist nicht notwendig.
     Es gibt jedoch einen wichtigen Moment mit dem Zynismus: er mag schockierend sein, aber er ist interessant, weil jede Gesellschaft versucht, einige euphemistische Normen zu etablieren, und auf diese Weise die zynischen Wahrheiten zu leugnen, und auch die verbotenen Früchte sind fast immer süßer. So dass, vielleicht, einigen der Leser werden diese zynischen Essays gefallen? In jedem Fall ist der Zynismus keine ansteckende Krankheit, er führt auch nicht zur Sucht nach ihn, und wird sehr leicht geheilt, wenn man ... die Medien etwa drei Monate lang beobachtet, wonach es keine Rezidive gibt.
     Wenn Sie dennoch in die Irre geführt wurden, dieses Buch zu kaufen, ohne das Vorwort gelesen zu haben (oder getäuscht wurden, weil Sie es gelesen haben), ist das auch keine Katastrophe -- geben Sie dann das Buch einfach einem unangenehmen Kollegen oder Bekannten, für wen Sie nur darüber nachdenken, wie Sie ihn loswerden können, als Geschenk. Das Buch ist das beste und billigste Geschenk, und das schlechte Buch ist in solchen Fällen genau das ideale Geschenk. So dass: warum sollen Sie es nicht kaufen? Ich persönlich hätte das schon getan -- hätte ich es nicht selbst geschrieben.

     Februar 1999, Sofia, Bulgarien, Chris MYRSKI





ÜBER DIE SCHÖPFUNG UND DAS GESCHAFFENE


I. Die Schöpfung

     Die Erschaffung unserer Welt stellt eine der ewigen Fragen dar, auf die die Menschen in allen geschichtlichen Zeiten eine Antwort zu finden versucht haben, und die erst dann beantwortet werden können, wenn sie richtig formuliert sind. Das ganze Durcheinander hier entsteht darum, weil wir uns bemühen, eine vernünftige Antwort auf solche Fragen zu bekommen, wie: wer, wann, wie, und warum hat das Universum geschaffen, wo die bloße Anwesenheit dieser Fragepartikel eine Antwort voraussetzt, die uns hätte befriedigen können. und lehnt die richtige Antwort ab. Wenn wir mit "wer" fragen, nehmen wir an, dass es solche Wesen gibt, und wenn wir mit "warum" fragen -- dann dass die Schöpfung ihre Gründe hat. Aber wenn es "niemand" ist, und wenn es keinen besonderen Grund dafür gibt, und alles als Ergebnis einiger Prozesse passiert war? Wenn die Frage mit "wann" oder "wie" beginnt, ist das vernünftiger, aber sehr schwer zu beantworten, da wir endliche Wesen sind, wie in der Zeit, so auch in dem Raum, und die ganze Wahrheit über einige vergangene Zeiten mal nicht erfassen können. Außerdem bedeutet die Frage "wann", dass wir einen Anfang (und vielleicht auch ein Ende) erwarten, was uns zur Assoziation über "das Ei und die Henne" führt, aber in einem zyklischen Prozess ist es sinnlos, uns wo er beginnt zu fragen, und das einzige, was wir dann tun können, ist einen Ausgangspunkt zu wählen, nach welchem wir die Zeitachse orientieren sollen. Dann kann die Antwort auf die Frage "wie" auf eine Beschreibung einiger Regelmäßigkeiten des Prozesses reduziert werden, was für uns möglicherweise von Bedeutung gewesen wäre, wenn die Schöpfung kein einzelner Akt ist, sondern ein Prozess, der für immer in der Zeit existiert, während für die einmalige Schöpfung (gemäß dem Christentum) soll das nur, wie man sagt, eine "akademische" Bedeutung haben. So dass, statt in solche logische Fallen zu geraten, werden wir von der Realität als Endziel beginnen, und uns fragen, welche Eigenschaften sie hat, und was wir als Ursache für diese Eigenschaften bekommen können, d.h. wir werden uns deduktiv bewegen und die Grundregeln unserer Welt entdecken, die die darin beobachteten Phänomene hervorbringen. Das ist eine korrektere Einstellung der Dinge, die die oben genannten Fragen als sinnlos vermeidet, aber möglicherweise eine zufriedenstellende Erklärung der Realität liefert. Niemand hindert uns, jedoch, anzunehmen, dass es Jemanden gibt, der alles das gemacht hat, wenn es so für uns angenehmer ist, wobei wir versuchen werden, die Dinge zumindest interessanter zu machen.
     Und jetzt stellen Sie sich ein allmächtiges Wesen vor, das für immer in der Zeit lebt und den gesamten Raum umfasst, Der sich nur fragt, was mal zu tun ist, um Sein unsterbliches Leben interessanter zu machen. Mit anderen Worten, stellen Sie sich vor, dass unser "lieber Gott" befasst Sich mit der schwierigen Aufgabe, etwas Interessantes für Sich selbst zu erfinden, und dabei denken Sie daran, dass nichts Gewöhnliches Ihn befriedigt hätte, denn es wird Ihm immer gelingen, das vorauszusehen, aber gleichzeitig hat Er die ganze Zeit in Seiner Verfügung und weiß einfach nicht, wie man es zu benutzen! Was bleibt dann unserem Gott übrig, außer ein Spiel zu erfinden, das Ihn niemals langweilen wird? Das ist auch für einen Gott keine triviale Aufgabe, denn dieses "Ding", das Er erschaffen muss, muss für immer existieren und sich selbst für immer ändern, aber selbst Er allein muss nicht in der Lage sein, genau zu wissen, was in der gegebenen Zeit und an dem gegebenen Ort passieren wird! Unser Wesen hat unbegrenzte Zeit (damit die Schwierigkeit des Projekts keine Probleme für Ihn schafft), sowie auch Materialien für die Schaffung des "Dings" (weil Er über alle möglichen und sogar unmöglichen Ressourcen verfügt), und ebenso die Möglichkeit, darin göttliche Regeln zu inspirieren (die die Interaktion zwischen den Ressourcen bestimmen sollen). Na dann, lass Ihn mit der Arbeit beginnen!
     Für die Ausarbeitung des eigentlichen Projekts muss Gott festlegen, welche Ressourcen aus der unbegrenzten Anzahl, die Ihm zur Verfügung stehen, verwendet werden sollen, und wie sie in die Tat umgesetzt werden sollen. Wenn er nur eine Ressource in einer festgelegten Zeit und an einem festgelegten Ort im Raum platziert, wird sich diese Ressource nach einiger Zeit auflösen und alles wird aufhören oder sterben (und wenn es sich überhaupt nicht auflöst, wird alles permanent, d.h. tot, sein). und für ein solches Spiel wird Er sicherlich keine Zeit verwenden, weil es sehr oberflächlich ist, und Er hätte es immer in seiner Phantasie vorstellen können. Folglich muss Er gleichzeitig mehrere Ressourcen verwenden, die miteinander interagieren müssen, obwohl auch nicht auf eine so elementare Weise, dass eine von ihnen die anderen nur verschlingt, sondern dass eine unaufhörliche Dynamik besteht, bei der von einer Ressource zur nächsten (dann zu einer anderen, und so weiter) gegangen wird, aber früher oder später die Situation zu einigen der früheren Zustände zurückkehren können muss -- was bedeutet, dass es eine zyklische Interaktion geben muss. Nun, das wird die Dinge beleben, aber für einen Gott wird es keine Probleme geben, wenn Er den Ausgangszustand kennt, die Situation in jedem der nächsten Momente zu berechnen, und das macht das Spiel nicht sehr interessant. So dass Er, neben der Zerlegung der Ressourcen in gegenseitig wechselwirkenden Zyklen, eine weitere Dimension des Spiels benötigt, die sich von den zeitlichen und räumlichen Koordinaten unterscheidet, und das ist die Komplexität des Aufbaus der Ressourcen von einfacherer zu komplexerer. Aber das ist nicht das Ende der Postulate, denn wenn die Dinge nur komplexer geworden wären, dann könnte das auch von einem Gott vorhergesagt worden sein, und, Gott bewahre, alles kann so komplex werden, dass ein anderer Gott dort auftauchen kann, welcher unendlich komplex werden könne! Mit anderen Worten, es muss in ähnlicher Weise ein Ende der Komplexität geben -- durch einen Zyklus.
     Lassen Sie uns wiederholen, es werden mehrere elementare Ressourcen benötigt, die miteinander interagieren müssen, damit das System in einem unaufhörlichen dynamischen Gleichgewicht verweilt, wo, beim Erreichen einer kritischen Konzentration einiger der Ressourcen, aus ihnen neue Ressourcen aufgebaut werden können, aus den letzteren -- weitere komplexere, und so weiter, bis einen bestimmten Komplexitätsgrad für jede der Ressourcen erreicht wird, wenn sie in der Lage sein müssen, sich in ihre einfacheren Komponenten zu zerlegen. Diesmal wird das ein interessantes und dynamisches Spiel sein, aber unser Gott hätte es dennoch schaffen können, zu erraten, was in jedem Moment und in jedem Teil des Raums vor sich geht, weil die Dinge determiniert sind, und dann ist das nicht interessant. Für einen Gott, der vor keiner Schwierigkeit stehen bleibt, bleibt das einzige "Ziel im Leben", etwas Undeterminiertes oder Zufälliges zu erfinden, so dass auch Er allein es nicht genau vorhersagen könne, sondern einzig in Umrissen. Nur ein solches Spiel ist die Mühe wert, geschaffen zu werden!
     Bis hierher ist alles schön, mit der Ausnahme von zwei schwachen Momenten aus der Sicht Gottes, von Wem wir sprechen. Der erste ist, dass wenn der Gott selbst den Zustand des "Dings" nicht genau erraten kann, dann ist Er nicht wirklich allmächtig (aber es gibt hier nichts zu tun, da nur eine solche Lösung wirklich interessant sein wird, um sie in die ewige Zeit zu beobachten). Der zweite Moment ist, dass unser Gott, in der Tat, die einzig mögliche Lösung der gestellten Aufgabe anwendet, und dafür ist eine besondere "göttliche Vorsehung" nicht erforderlich -- Er handelt gemäß den Anforderungen der Logik. Es ist wahr, dass die Details der Operation erhalten bleiben, aber mit einem guten Plan kann jeder die Details ausarbeiten, und der Plan wird durch die Bedingungen der Aufgabe bestimmt, und jeder andere Plan hätte die Bedingungen nicht erfüllt.
     So dass unsere göttliche Hypothese über den Ursprung dieses "Dings", das wir normalerweise als Universum bezeichnen, überhaupt nicht notwendig ist, wenn das die einzig mögliche, sich jemals ändernde und stabile Funktionsweise der Materie ist. Nichts hindert uns daran zu glauben, dass in der endlosen Zeit, die vor unserer Zeit vorhanden war, verschiedene Methoden der Interaktion ausprobiert wurden, und verschiedene Arten von Materie mit ihren Gesetzen geformt wurden, wobei bei der anderen Methoden die instabile materielle Körper, auf eine oder andere Weise, verschwunden waren, und nur die stabile geblieben waren. Es gibt eine universelle Methode für Erstellung, die als Trial-and-Error- (Versuch und Irrtum, auf Deutsch) Methode bezeichnet ist. Diese Methode funktioniert immer, unter der Voraussetzung, dass wir über unbegrenzte Zeit und unendlich viele Ressourcen verfügen! Dann ist für uns nicht von Bedeutung, ob wir akzeptieren werden, dass ein Wesen im Voraus gewusst hat, was funktionieren wird und was nicht, oder ob das nach vielen, vielen Versuchen in der ewigen Zeit festgestellt wurde.
     Mehr als das, die Annahme der Hypothese für eine göttliche Schöpfung der Welt löst unser Problem überhaupt nicht, sondern nur verschiebt es, denn dann stellen sich, natürlich, die Fragen: wer, wann, warum, und wie hat diesen Gott (oder Götter) selbst geschaffen! Wenn die Schöpfung einen Anfang hat, dann warum hat dieses ewige Wesen genau diesen Moment für den Anfang gewählt, wenn Er immer alles gewusst hat und für Ihn jeder Zeitpunkt gleichermaßen geeignet sein sollte? Wenn die Materie nicht existiert hat, bevor Gott sie geschaffen hat, dann woraus Er allein gemacht wurde, wie auch, wer Ihn so ewig und allmächtig gemacht hat? Sogar die Annahme, dass die Zeit und der Raum von Gott geschaffen wurden, und als solche nicht vor Ihm existierten, hilft uns nur bei den Fragen "wann" und "wo", aber es bleibt das "warum", wie auch hauptsächlich "wer", hat Ihn erschaffen, in welchem Fall sind wir gezwungen, die Existenz einer Hierarchie von Göttern zuzulassen, was wiederum die Frage offen lässt! Und auch die Theorie der göttlichen Schöpfung ist erst nach der Annahme der Hypothese Gottes notwendig, um seine Allmacht zu bestätigen, aber sie liefert uns keine Beweise für seine Existenz, und erklärt die reale Welt nicht hinreichend gut, auf der Ebene unseres Wissens in der heutigen Zeit. Sie ist absolut überflüssig und kann nur als eine schöne Fabel existieren.

II. Die Natur

     Die Natur folgt einigen Grundgesetzen, die ihre Stabilität bestimmen. Sie sind wohlbekannt, können aber auch anders formuliert sein, und wir können Sie nur daran erinnern und sie zum besseren Verständnis weiterentwickeln.

     1. In jedem Bereich wird das Gleichgewicht auf der Grundlage von mindestens zwei entgegengesetzten Tendenzen aufrechterhalten, die sich im unaufhörlichen Kampf zwischen ihnen befinden und sich von einer zur anderen bewegen. Diese Gegensätze stehen in ständiger Wechselwirkung, aber sie bilden etwas Vereinigt (was von einem anderen Standpunkt aus nur eine von zwei anderen Tendenzen sein könnte). Es gibt einfach keinen anderen Weg, um ein dynamisches Gleichgewicht herzustellen (ansonsten wäre es ein statisches Gleichgewicht gewesen)! Und ohne Dynamik, d.h. ohne Bewegung, oder, allgemeiner gesagt, ohne Veränderung, passiert in unserem Universum nichts, nur dass die Veränderungsprozesse so langsam sein können, dass sie für uns als gestorbene erscheinen können (zum Beispiel: das Leben unserer Sonne im Vergleich mit einer menschlichen Lebensspanne). Es hat keine grundsätzliche Bedeutung, ob es sich um zwei oder mehr Dinge handelt -- es kommt darauf an, sich unablässig zu verändern, oder vielmehr in einem Zyklus, der nicht unbedingt mit genau festgelegter konstanter Periode sein soll. Wir können uns diesen Zyklus als Kreis, oder als eine geschlossene Linie, vorstellen (die Mathematiker haben einen speziellen Begriff für Homomorphismus oder Beibehaltung der Form durch elastische Deformationen, durch die jede geschlossene Linie mit dem Kreis homomorph ist, und in diesem Sinne nicht unterscheidbar von ihm ist). In speziellen Fall, wenn wir einen Kreis umdrehen und ihn von der Seite betrachten, aber in der Ebene des Kreises bleiben, dann degeneriert er in einem Liniensegment, was analog zu einer Hin- und Herbewegung ist, so dass wenn sich ein Punkt auf einem Kreis bewegt, er bewegt sich, von der Seite gesehen, wie ein Kolben. Und natürlich müssen Punkte, Körper, und reale räumliche Kreise nicht immer vorhanden sein, wenn wir über das Ändern irgendeiner Tendenzen oder Wechselwirkungen sprechen (z.B. heiß - kalt, einfach - komplex, lebendig - tot, usw.).
     Da jedoch die nächste Rückkehr in demselben Punkt (oder Zustand) nicht genau dieselbe ist, sondern sich in einigen Parametern unterscheidet, können wir auch den allgemeineren Begriff für expandierende Spirale oder Schnecke verwenden (wenn die Änderung in derselben Ebene erfolgt). oder für Schraubenfeder oder Solenoid (wenn wir uns die Änderung auch mit einer anderen Dimension vorstellen) -- im Lateinischen sind beide Dinge Helix genannt. Von diesen Verallgemeinerungen können wir leicht zu dem zyklischen Begriff zurückkehren, sei es durch Zusammendrücken der Spirale, sei es durch Drücken des Solenoids (oder dessen Beobachtung in Richtung der Achse der Schraubenfeder). Dieses verallgemeinerte Modell ist besser, weil unsere Welt, wie man sie betrachtet, immens komplex ist, und die Rückkehr immer in einem etwas anderen Zustand stattfindet. Außerdem kann sich kein Experiment in genau derselben Zeit wiederholen (niemand kann zweimal denselben Fluss überqueren, wie die alten Leute gesagt haben), und wir können diese neue Dimension genau als die Zeitachse betrachten.

     2. Die Ansammlung großer Mengen an einem Ort führt zum Entstehen neuer Qualitäten des betreffenden Objekts, oder mit anderen Worten: die komplexen Strukturen sind auf der Basis einfacherer Strukturen aufgebaut. Das sind, natürlich, nur qualitative Gesetze und nirgends ist genau definiert, weder was "große Mengen", noch was "komplexe Strukturen", bedeutet, aber das ist unvermeidlich, da jede genaue Definition irgendeine Art von Einschränkung darstellt! Das Wichtige ist der mehrschichtige Aufbau der Dinge im Universum, und angesichts unseres (ständig) eingeschränkten Wissens können wir nicht wissen, ob es in unserer Bewegung, sowohl nach dem Einfacheren, als auch nach dem Komplexeren, Grenzen gibt, so dass es wird akzeptiert, dass sie unbegrenzt ist (aber in einigen Fällen kann es auch im Gegenteil sein). Diese Hierarchie der Komplexität ist nicht nur eine Manifestation der Organisation in der Natur (die, auf Wunsch, dem göttlichen Ursprung von allem, was existiert, zugeschrieben werden kann), sondern sie ist auch das wichtigste Instrument zur Unterstützung des menschlichen Wissens, weil das Anwendung von verschiedenen Methoden und Aufbau verschiedener Modelle der realen Welt, auf verschiedenen Ebenen der Inspektion, erlaubt! Wenn auf einem Projekt für ein Haus alle einzelnen Backsteine (oder Sandkörner) gezeigt wären, wäre es kaum zu glauben, dass ein Baumeister seinen Weg darin gefunden hätte; wie auch, wenn das menschliche Verhalten auf atomarer Ebene erklärt worden wäre, hätten wir nichts über die Funktionsweise des gesamten Organismus sagen können.
     Und noch ein wichtiger Moment, der sich aus dem vorherigen Gesetz ergibt: die Notwendigkeit nicht nur für das Einfachste nach dem Komplexeste zu gehen, aber auch umgekehrt -- das Komplexeste muss in der Lage sein, sich in das Einfachere zu zersetzen, um den Zyklus auch in Bezug auf die Komplexität zu schließen. Die richtige Sichtweise ist, die Komplexität als eine zusätzliche Dimension der materiellen Welt zu betrachten, in der sich auch das notwendige dynamische Gleichgewicht zwischen den kreativen und destruktiven Kräften einstellt. Es ist unmöglich, unaufhörliche Kreation ohne Zerstörung zu existieren, wie es unmöglich ist, Leben ohne Tod zu existieren! Jede Vernachlässigung einer Seite führt zu unvermeidlichen Kollisionen, und soweit der Mensch die Kreation als seine Hauptaufgabe ansieht, geschieht die Zerstörung meist chaotisch und grausam. Wenn unsere Kreation nur eine Reaktion auf die unvermeidliche Zerstörung in der Natur ist, dann ist die menschliche Herangehensweise mehr oder weniger gut, aber mit der Steigerung unserer Fähigkeiten, insbesondere in den letzten Jahrhunderten, wird weltweit völlige Hilflosigkeit der Menschheit vor der zerstörerischen Seite der Paar von Tendenzen beobachtet. Es liegt an uns, sie intelligent zu balancieren.

     3. Die komplexen Systeme sind einfach gebaut /müssen einfach gebaut werden! Auf den ersten Blick ist das dasselbe, worüber wir gerade gesprochen haben, aber hier geht es nicht darum, wie eine Qualität sich in eine andere verwandelt, sondern darum, wie dieselbe Qualität eskalieren soll. Und wir haben die Worte "müssen gebaut werden" hinzugefügt, denn wenn dieses Prinzip nicht beachtet ist, dann laufen die Dinge nicht richtig, aus dem Grund, dass die Komplexität wie eine Lawine zu wachsen beginnt, und das System wird verwirrt, d.h. es wäre verwirrt geworden, wenn das ein künstliches System wäre, aber in der Natur kommt es nicht gerade zu Verwirrung, weil das Komplexe auf einfache Weise gebaut ist! Gut, aber was, schließlich, haben wir im Sinne hier?
     Nun, es geht darum, wie, zum Beispiel, die Felsen, oder die Bäume, oder die Galaxien, oder unsere Muskeln, und so weiter und so fort, gebaut werden. Und sie sind so aufgebaut, dass das komplexe System nur ein einfacheres System kopiert, und so weiter, bis eine einfachste Variante erreicht ist, die die niedrigste Stufe für die Umstellung auf die neue Qualität darstellt. Im Beispiel mit den Felsen dann sind sie aus verschiedenen Felsblöcken gebaut, die aus kleineren Steinen gebaut sind, und so weiter; die Bäume bestehen aus Zweigen, die sich in kleinen Ästen aufteilen, und so weiter, bis wir zu den Blättern kommen; die Muskeln sind aus winzigen Gruppen von Fasern aufgebaut, und auch bei verschiedenen Früchten kommt es zu einer ähnlichen Ansammlung der Zellen oder Samen (Granatapfel, Feige, Melone, usw.), oder bei dem Kaviar der Fische, wo er in dünne Häute eingehüllt ist, oder bei der Niere, oder bei dem Gehirn der Säugetiere, und in vielen weiteren Beispielen; und das Gleiche gilt für die Galaxien.
     Diese Frage wurde im 20. Jahrhundert durch die Modellierung künstlicher Bilder -- Küsten, Landschaften, Galaxien, Bäume, usw. -- ausreichend untersucht (nicht, dass die Menschen früher keine ähnlichen Vorstellungen hatten), und es gibt den wichtigen Begriff Rekursion, oder auch Rekurrenz (was etwas ein wenig anderes sein kann, wenn wir es genau definieren). Der Baum ist eine typische zweidimensionale rekursive Struktur, die in der Informatik weit verbreitet ist, aber jeder mathematische Ausdruck ist auch etwas Ähnliches, da an der Stelle jedes Buchstabens ein ähnlicher Ausdruck stehen kann (hier bedeutet schon die Rekurrenz in einigen Formeln das Ausdrücken eines Terms einer gegebenen Reihe mit früheren Termen der gleichen Reihe). Ähnliche Bedeutung hat der Begriff Fraktale oder fraktale (d.h. partielle) Struktur, was solche Körper (im allgemeinen Fall, aber es können auch Kurven sein) bedeutet, die sozusagen aus sich selbst bestehen, d.h. je nach Vergrößerungsgrad können wir die eine oder andere Ebene der Körper sehen, wo jede Ebene auf die gleiche Weise gebaut ist. In dieser Situation stellt sich heraus, dass zum Beispiel die Küstenlinie niemals genau gemessen werden kann, da alles von dem "Stab" abhängt, mit dem wir messen, und je mehr wir die Maßeinheit verkleinern, desto länger wird diese Linie, bis wir die atomare Ebene erreichen.
     Soweit die Fraktalität ein neuer Begriff ist, können wir auch hinzufügen, dass sie mit einer Art nicht-ganzzahliger Dimension (!) zusammenhängt, bei welcher wir eine solche Kurve (eindimensionales Objekt) haben können, die sich so in der Ebene umher dreht, dass sie sie ganz abdeckt, und dann hat unsere Linie Dimension zwei! Nun, auf konzeptioneller Ebene können die Dinge nicht genau erklärt werden, aber ähnliche Linien haben wir zum Beispiel in der Wirtschaft, wenn wir den Preisen eines bestimmten Produktes oder einer bestimmten Währung für unterschiedlich lange Zeiträume (Monate, Wochen, Tage) folgen. An diesem Beispiel ist zu erkennen, dass nichts die Fraktale daran hindert, auch probabilistisch oder zufällig zu sein (das nächste Prinzip weiter unten), und auch die Ebene ihrer Anwendung ist nicht eingeschränkt, wo fraktale Linien der Bewegung von Elementarteilchen existieren können, wie auch über Fraktalität ganzer Galaxien zu sprechen möglich ist. So dass die Fraktalität ein grundlegendes Merkmal des Universums ist, und sie ermöglicht leicht das Erbauen von komplexen Strukturen unter Verwendung der rekursiven Darstellung von einfacheren Strukturen. Wenn wir uns der Frage algorithmisch nähern, ist dieser rekursive Algorithmus einfacher als irgendein anderer (sagen wir, zyklischer). Wichtig hierbei ist jedoch, dass die Fraktalität unserer Welt nur die einzige maximal kostengünstige Entscheidung ist, die es nicht zulässt, dass die Komplexität übermäßig hoch wird, und gleichzeitig können die Strukturen selbst sehr komplex sein. Was bedeutet, dass auch aus dieser Sicht unser "Gott" nichts weiter getan hat, als was er zu tun gezwungen war, wenn er einfaches Codieren komplexer Strukturen gewollt hatte, denn sonst wäre unsere Welt nicht so stabil gewesen, d.h. sie hätte bis jetzt nicht existiert.

     4. Unsere Welt ist nicht völlig determiniert, und kann nicht ohne die Intervention des Zufalls existieren! Das bedeutet, dass unser gesamtes Wissen nicht nur durch den aktuellen Stand der Wissenschaftsentwicklung begrenzt ist, sondern auch durch Naturgesetze, die es nicht genug definiert in jedem konkreten Fall machen, sondern nur in einem allgemeineren statistischen Aspekt. In der Atomphysik war es notwendig geworden, die folgende Annahme zu machen, dass für ein Materialteilchen wir nicht beide Dinge, seine exakte Position und seine Geschwindigkeit, kennen können (das Heisenberg-Prinzip), und wenn wir das eine wissen, dann können wir das andere nicht finden. In der mathematischen Wahrscheinlichkeitstheorie ist auf den ersten Blick etwas ziemlich jesuitisches für den uneingeweihten Leser gesagt, nämlich, dass die Zufälligkeit notwendig ist, und die Notwendigkeit -- zufällig! Das ist, jedoch, unter dem Gesichtspunkt der Vielfalt im Universum, völlig gerechtfertigt, wo genau diese Unsicherheit einfache und unvorhersehbare Änderungen ermöglicht, und eine weitere Dimension der Dynamik verleiht. Auf der Ebene der organisierten Materie äußert sich das in einer Ungenauigkeit beim Kopieren des genetischen Codes, sowie in verschiedenen Mängeln dieser Materie, aber ähnliche Mängel werden auch bei der nicht unorganisierten Materie beobachtet, und wenn einige von ihnen nicht völlig undeterminiert sind, dann wird es notwendig, dass sich die Zufälligkeit auf atomarer und subatomarer Ebene manifestiert -- zum Beispiel bei der Brownschen Bewegung. Aus diesem Grund, bei jeder Wiederholung eines Prozesses in der Zeit, gibt es alle Chancen, dass er sich von der vorherigen Periode ein wenig unterscheiden wird; wir mögen versuchen, ihn so weit wie möglich zu studieren, aber die Natur (oder Gott, wenn es Ihnen so besser passt) hat Maßnahmen ergriffen, dass es immer etwas Unbestimmtes geblieben ist. Ohne die Zufälligkeit wären die Dinge für uns einfacher gewesen, aber gleichzeitig auch viel langweiliger und identischer. Die zufällige Welt bietet Abwechslung im einzelnen Fall, kombiniert mit exakten Regelmäßigkeiten im allgemeinen Fall. Ist das gut oder schlecht, hat keine Bedeutung -- unsere Welt ist nur solche.
     Da aber auch die Zufälligkeit und das ungenaue Wissen für uns den gleichen Effekt haben, der sich bis zu einem gewissen Grad von Unwissenheit reduziert, gibt es keinen großen Unterschied zu was wir diesen Mangel an Wissen zuschreiben werden -- das wichtigste ist ihn in unseren Modellen und wissenschaftlichen Theorien zu berücksichtigen. So zum Beispiel, wenn wir eine Münze werfen, wissen wir, dass eine Wahrscheinlichkeit von 1/2 besteht, dass sie auf eine bestimmte Seite fällt, und wenn wir absolut fehlerfrei alle Faktoren berücksichtigen könnten, die ihre Position bestimmen, dann könnten wir es vielleicht genau berechnet haben, auf welche Seite sie fallen wird? Ja, aber das können wir nicht! Und ob wir denken werden, dass wir nicht alle diese Faktoren berücksichtigen können, weil unser Wissen immer noch ziemlich machtlos ist (d.h., wir können nicht das Verhalten jedes einzelnen Atoms -- und warum nicht auch jedes Elektrons? -- aus der Umgebung der Münze in jedem Moment kennen), oder werden annehmen, dass die Brownsche Bewegung der Luftpartikel es uns nicht erlaubt, genau zu wissen, welcher der Ort und welche die Geschwindigkeit (als Vektor, einschließlich der Bewegungsrichtung) jedes einzelnen Partikels ist, alles das macht für uns praktisch keinen Unterschied. Ähnlich ist die Situation auch in der Marktforschung, in der Demographie, in der Vererbung, und wo sonst nicht. Egal wie sehr wir unser Wissen über den allgemeinen Fall erweitern, der spezielle Fall wird für uns immer eine "Magie" bleiben, aber soweit wir an den Ergebnissen interessiert sind, sind die Ursachen nicht so wichtig.

III. Die organisierte Materie

     Die organisierte Materie bietet ein höheres Niveau an Komplexität, da hier in einem Ganzen verschiedene einfachere Elemente (Moleküle, Gruppen von Zellen, Organe) vereint sind, die gemeinsame Lebensziele haben, und die verschiedenen Elemente haben einen gewissen Grad an Spezialisierung in der Funktionsweise der ganzer Organismus. Es entstehen mindestens zwei verschiedene Stadien des Daseins, nämlich der erwachsene Organismus und der Samen (d.h. einige Informationen über den Aufbau und die Funktionsweise des entwickelten Organismus), was dem Organismus (im Stadium des Samens) eine größere Ausdauer verleiht, wie auch eine ausgearbeitete Idee für Wechselung des Lebens mit dem Tod des Organismus. Mit anderen Worten, während die unorganisierte Materie nur alt werden und zerfallen kann, und ihre neue Entstehung von anderen Wechselwirkungen abhängt, kann sich die organisierte Materie selbst reproduzieren. Auf diese Weise kann der Zyklus Leben - Tod für eine bestimmte Art von Organismus, von der Art selbst kontrolliert werden, wobei die Fortpflanzung der Art zum Hauptziel des Organismus wird. Innerhalb der Grenzen des bekannten Teils des Universums ist bisher keine andere Möglichkeit der Existenz von organisierter Materie gefunden (da keine andere solche Materie entdeckt wurde), außer auf Basis langer organischer Moleküle, wo der genetische Code zu codieren ist, aber das bedeutet nicht, dass es auf einer anderen Basis keine Organisation geben kann. Die Computerviren, beispielsweise, besitzen die grundlegende Eigenschaft der Reproduktion, die auf einem nicht-organischen materiellen Medium geschrieben ist, und sie sind ein Beispiel für einen nicht-materiellen "Organismus", der auf einem Medium elementarer Speicherzellen (unabhängig von ihrer Basis) existieren kann. Es ist kein unüberwindliches Problem, mechanische Geräte zu schaffen, die sich (zusammen mit der Fortpflanzungseinheit) selbst reproduzieren können, wobei auf diese Weise das Stadium des Samens unnötig werden kann, so dass es in naher Zukunft nicht ausgeschlossen ist, Zeugen auch des künstlichen Lebens zu werden.
     Die organisierte Materie auf der Erde umfasst die Pflanzen und die Tiere, aber wir werden hauptsächlich einige gemeinsame Merkmale der Tiere diskutieren, so dass unter "Leben" (oder Lebendige) wir speziell die Tiere verstehen werden, obwohl einige der unten genannten Gesetze in bestimmten (embryonalen) Form auch bei den Pflanzen existieren. Soweit wir in dieser Überblick von einem niedrigeren zu einem höheren Grad an Komplexität übergehen (um im nächsten Kapitel zu den Menschen zu gelangen), können wir auch höhere Tiere verstehen, obschon das nicht obligatorisch ist. Hier werden einige Grundprinzipien formuliert, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben, aber von großer Bedeutung sind, weil sie zur Erklärung verschiedener Lebensphänomene nützlich sind, und die in den entsprechenden Fachwissenschaften präziser (und damit eingeschränkter) beantwortet werden.

     1. Die Wahrnehmungen des Lebendiges sind durch eine zentrierte Modalskala gekennzeichnet! Wir werden das ausgehend von der Fähigkeit des Lebendiges erklären, die reale Welt in irgendeiner Weise in sich selbst widerzuspiegeln, und quantitative Unterschiede in einem bestimmten Parameter zu messen, die es zur Bestimmung seines Verhaltens in verschiedenen Situationen verwendet. Bei dieser Reflexion müssen die entsprechenden Wahrnehmungsorgane die oben genannten Naturgesetze berücksichtigen, und insbesondere beim Erreichen einer der beiden entgegengesetzten Tendenzen in der Lage sein, in die entgegengesetzte Tendenz zu gehen, sich aber dabei in die gleiche Richtung bewegend, um den Zyklus zu schließen. Wenn wir die Analogie mit einem Messgerät benutzen, dann ist seine Skala (wir meinen solche analoge): entweder ein Liniensegment, und in diesem Fall hört das Gerät auf (vorübergehend oder dauerhaft) zu messen, wenn es eine der Extrempositionen erreicht; oder eine geschlossene Linie (Kreis), in welchem Fall wird das Gerät, beim Erreichen einer bestimmten konditionalen Endposition, von der anderen Endposition aus (die dieselbe ist) neu eingeschaltet, um mit dem neuen Umdrehung wieder zu messen. Die lineare Skala ist an den Enden unvollkommen, und so weit die von uns gemessene Tendenz die Grenzen des Messgeräts (Wahrnehmungsorgans) deutlich überschreiten kann, ist es häufig erforderlich, genau an den Enden zu arbeiten. Die zyklische Skala, andererseits, ist universell, nur dass dadurch die Messung (d.h. die Wahrnehmung, hier) hochgradig ungenau sein kann, in dem Sinne, dass sie diametral entgegengesetzte wird, aber das ist die am häufigsten von der Natur gewählte Entscheidung, weil die das Gerät schont! Eine solche zyklische Skala wird in der Mathematik als modal bezeichnet, nach Modulo der höchsten Zahl (so wie die Wochentage bei Modulo 7 berechnet werden, und alle digitalen Zähler nach Modulo einer Zehnerpotenz arbeiten), und wenn sich die Null in der Mitte der Skala befindet (wie beim Thermometer, nur dass seine Skala nicht modal ist), dann wird sie ebenfalls zentriert.
     Die einfachste Analogie ist, sich ein flexibles Thermometer vorzustellen, das von -50oC bis +50oC misst, und das wir so im Kreis gebogen haben, dass beide Endpositionen geklebt sind (und das Gerät funktioniert!). In dieser Situation, wenn die Temperatur +51oC wird, werden wir -49oC lesen. Die Beispiele für dieses Gesetz sind sehr zahlreiche und variieren von den elementarsten sensiblen Wahrnehmungen bis zu den kompliziertesten (und nur den Menschen innewohnenden) Gefühlen, sagen wir: beim Berühren von einem gefrorenen Gegenstand mit nacktem Hand fühlen und erleben wir Verbrennungen (von unterschiedlichem Grad); bei zu großem Lärm werden wir taub; bei starkem Licht -- blind; das Süße, wenn es sehr viel wird, fängt an, bitter zu werden; die Liebe grenzt an den Hass (das ist die primitivste, aber auch üblichste Reaktion auf eine übermäßige Verstärkung dieser Emotion); die Stärke geht in die Schwäche und umgekehrt; die Tapferkeit wird zu Feigheit, und die Letztere kann sich in der größten Tapferkeit umwenden; das Lachen wechselt sich oft zu Weinen und umgekehrt (besonders bei den Kindern, aber auch bei den Frauen); die Genialität grenzt an die Dummheit (und manchmal umgekehrt); und so weiter. Diese Wahrnehmungen, aber, stimmen nicht mit der Realität überein, da es nichts gemeinsam ist, zum Beispiel, weder zwischen +50o und -50o, noch zwischen den Wellenlängen der violetten und der roten Farbe, wir, aber, fließen natürlich das eine in das andere, als ob sie benachbart sind. Das sind keine Paradoxien, sondern Regeln für unsere sensiblen Organe und emotionalen Reaktionen -- wenn unser Wissen auch das Gesetz der modalen Wahrnehmungsskala umfasst. So dass wenn es jemandem gelingt, sagen wir, zu verhindern, dass sich seine Liebe in Hass (oder zumindest in Eifersucht) verwandelt, als er sie in Gleichgültigkeit umwandelt (was der Nullpunkt der Skala ist, der der starken Liebe oder dem starken Hass diametral entgegengesetzt steht), genau er verhält sich paradox, wenn auch vernünftig (denn die Manifestation der Vernunft in den menschlichen Reaktionen ist nur eine Ausnahme).

     2. Die Reflexion in dem Leben ist bedingt und entstellend, wo "bedingt" hier bedeutet, dass die Realität in Abhängigkeit vom inneren Zustand des Organismus akzeptiert ist, d.h. von seinem Gedächtnis, seinen Instinkten und Reflexen, aber auch von der Umgebung und die Situation; und "entstellend" will sagen, dass sich, zum einen, die Skala der Wahrnehmung von der des reflektierten Phänomens unterscheidet, und, zum anderen, dass die Reflexion ungenau und deformiert ist. Kurz gesagt, die lebendige "Messgeräte" sind von schlechter Qualität und voreingenommen, aber genau das ist der Zweck der lebendigen Reflexion, da sie in gewissem Maße die Entscheidungsfindung vorbereiten. Bei den höheren Tieren existieren spezialisierte Organe zur Wahrnehmung, Speicherung, Verarbeitung der Informationen, und zum Handeln entsprechend den Bedingungen, die bei den niederen Arten fehlen, aber auch die höheren nutzen die bedingte Wahrnehmung, weil sie eine effektivere Nutzung der Informationen ermöglicht, da sie auf diese Weise ein wenig verarbeitet sind. Die Sache ist, dass das Tier, wenn ein Bild, auf der Grundlage früherer Erfahrungen, eine Gefahr symbolisiert, bereit zu reagieren ist, ohne viel "Nachdenken" und detaillierte Analysen, und wenn eine andere Situation das Futter symbolisiert, dann ist es für seine Annahme vorbereitet. In diesem Aspekt kann es Unterschiede, zum Beispiel bei einer künstlichen Intelligenz geben, wo wir genau spezialisierte Organe eingesetzt hätten, die zuerst die Situation registrieren und später analysieren sollen, aber bei dem Lebendigen sind diese beiden Prozesse vereint (auch mit den erforderlichen Antwort auf die Situation); es kann angenommen werden, dass das eine evolutionär erzwungene Funktionsweise der höheren Tiere ist, als aus den niedrigeren entnommen, aber für den Moment erweist sich das als geeigneter, wenn eine schnelle Reaktion erforderlich ist, und deshalb verlassen sich die Menschen sehr oft auf ihre Instinkte und Reflexe, nicht auf ihren Intellekt, der eine genauere, aber auch langsamere Entscheidung getroffen hätte (siehe auch "Über den Intellekt"). In jedem Fall ist sehr oft eine gewisse Konditionalität erforderlich. Etwa die gleiche Bedeutung hat der Begriff der selektiven Wahrnehmung des Lebendigen, bei der das, was für den Organismus nicht interessant ist, verworfen wird, und nur das Notwendige akzeptiert wird, worauf auch reagiert wird. Und sicherlich bedeutet das, dass die Reflexion des Lebendigen gegenwärtig besser als die modellierte künstliche Intelligenz ist, nicht, dass das auch in Zukunft so bleiben wird.
     In Bezug auf die entstellende Reflexion ist gemeint, dass die meisten sensitiven Skalen logarithmisch sind (d.h. sie messen in "Malen"), aber das ist gut, um den Wahrnehmungsbereich zu erweitern (auf Kosten der Genauigkeit, die normalerweise von keine große Bedeutung ist). Das, was nicht sehr gut ist, sind die verschiedenen Defekte der entsprechenden sensitiven Organe, aber wenn die Natur die Defekte überhaupt zurückgewiesen hätte, dann hätte das die Anpassungsfähigkeit des Lebens signifikant verringert, weil genau die verschiedenen Defekte das sind, was eine einfache Anwendung der Trial-and-Error-Methode ermöglicht, mit der anschließenden Fixierung der entsprechenden Änderungen oder Mutationen im genetischen Code, so dass: jeder Wolke hat einen Silberrand (wie die Engländer sagen, oder es gibt etwas Gutes auch in dem Schlechten)!

     3. Die Reaktionen des Lebendigen sind den Reizerreger unangemessen. Das ist eine natürliche Folge der Organisation der Materie, für die das Newtonsche Gesetz nicht gilt. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Reaktionen unvorhersehbar oder zufällig sind (obwohl das manchmal auch vorkommt), sondern dass sie eher umgekehrt oder dem Reiz entgegenwirkend sind, so dass der Reizerreger konnte: entweder beseitigt werden, wenn das nur möglich ist; oder gehorsam angenommen werden, wenn das unvermeidlich ist! Genauer gesagt bedeutet das, dass bei stärkeren Reizerreger die entsprechende Reaktion schwach, und bei schwächeren -- stärker, ist, wobei nur in Ausnahmefällen eine angemessene Reaktion auf mittelstarke Reizerreger möglich ist! Solche ist die Situation von den primitivsten Tieren bis zu den höchsten und den Menschen (was im Essay "Über die Gewalt" ausführlicher behandelt wird). Hier werden wir uns nur zu erwähnen erlauben, dass diese unangemessene Reaktion vom Standpunkt der Wechselwirkung in der Natur aus durchaus vernünftig ist, sie ist jedoch nicht genügend vernünftig, um von den Menschen massiv angewendet zu werden, wenn es vernünftigere Reaktionen gibt.

IV. Der Mensch

     Der Mensch wird als Krone der Schöpfung betrachtet, aber diese Behauptung ist durch einen gewöhnlichen Egozentrismus hervorgerufen. Wenn der Wurm, zum Beispiel, hätte denken können, hätte er sich höchstwahrscheinlich auch als das vollkommenste Wesen betrachtet, weil er fast überall lebt und eine vereinfachte Struktur hat, was zuverlässiger bedeutet, und sich leicht durch bloße Teilung reproduziert, und dazu ist seine Ernährung nicht mit besonderen Schwierigkeiten verbunden, und er kennt das Töten nicht, und leidet nicht an Geisteskrankheiten, Drogenabhängigkeit, oder sexuellen Perversionen, und so weiter. ( Wir müssen, allgemein gesagt, die niederen Tiere und die Pflanzen mit einem gewissen Verständnis und Dankbarkeit behandeln, denn sie sind nicht nur evolutionäre Vorläufer der höheren Tiere, sondern ohne sie wäre das Leben der letzteren unmöglich gewesen. ) Das, was über den Menschen gesagt werden kann, ist, dass er: zur Klasse der höheren Säugetiere gehört, einen Herdenlebensstil führt, als Allesfresser gilt, sich durch ganzjährige sexuelle Aktivität auszeichnet, und mehr entwickelte Denkfähigkeiten als verschiedene andere Tiere hat (obwohl er sie bisher nicht besonders gut verwendet). Nur dass wir, natürlich, hier nicht die Absicht haben, tiefgreifendere physiologische, anatomische, psychologische, oder etwaige andere Beschreibungen des Menschen vorzunehmen, sondern nur einige Massen-Wahnvorstellungen hervorzuheben, die auf seinen unvernünftigen Homozentrismus zurückzuführen sind, welche nützlich sind, von allen im Auge behalten zu werden. Sie sind die folgenden:

     1. Die Natur ist gegenüber den Menschen völlig gleichgültig, egal ob wir das mögen oder nicht! Niemand macht etwas, um dem Menschen zu gefallen -- weder die leblose Materie, noch eine Pflanze oder ein anderes Tier. Aber genau aus diesem Grund steckt sich fast jeder Mensch in den Kopf ein, dass sich alles um ihn dreht, und er hat sich sogar seit der Antike imaginäre immaterielle Götter ausgedacht, die keine andere Arbeit haben, als nur über die Menschen nachzudenken und sie zu verbessern, oder sie zu bestrafen, wenn sie sich schlecht benehmen. Aus der Sicht der Natur ist der Mensch nur eine Art biologische Materie, und es gibt keinen Grund anzunehmen, dass sogar die gesamte Menschheit mit etwas mehr Wert ist, als die Milliarden und Abermilliarden von Sternen, die im Weltraum zerstreut sind. Selbst im Vergleich mit der Größe unserer Erde ist der Mensch nichts mehr als eine Mikrobe in einem Eimer Wasser. Das, was wir von uns vorstellen, ist für das Leben im Universum irrelevant; selbst wenn wir beschließen, die ganze Erde in die Luft zu jagen, wird das keinen Einfluss auf die kosmische Existenz haben. Die von uns erfundenen Vorstellungen von Gute oder Böse haben nichts mit der Natur zu tun, nur mit uns allein, so dass es höchste Zeit ist, sie durch etwas Umweltfreundlicheres zu ersetzen, da sich die Natur ansonsten für unsere Unwissenheit "rächen" wird, wie es sie passt. Es ist höchste Zeit, unsere Ambitionen, die Welt nach unseren Wünschen umzubauen, aufzugeben, oder zumindest einzuschränken, und dabei die Brüste zu schlagen und selbstgefällig zu lachen, wenn uns das gelegentlich gelingt. Die Natur ist gleichgültig zu uns, und wir sind diejenigen, die daran interessiert sein müssen, weil sie für den Menschen überhaupt nicht irrelevant ist, soweit er in sie lebt.

     2. Der Mensch ist keine vollkommene Schöpfung der Natur, zumindest nicht im Sinne von vollendeten, letzten, unübertroffenen! Er ist nicht perfekt, weil er sich nicht gut an die Umgebung anpasst, nicht gut hinein passt, sondern versucht, die Umwelt nach seinen Wünschen anzupassen. Es ist klar, dass jedes Tier, ein wenig oder mehr, versucht, die Umwelt zu verändern, indem es sich zumindest einen Bau oder ein Nest bereitet, oder Lebensmittel usw. bereitstellt, aber nur der Mensch balanciert nicht gut seine Bestrebungen mit der Erhaltung der Umwelt, und, zum Beispiel: zerstört mehr Ressourcen, als er braucht; tötet nicht um sich selbst zu ernähren, sondern zum Vergnügen (oder for the kick of it); baut enorme menschliche Ameisenhaufen nicht wegen der Notwendigkeit, sondern weil es so einfacher ist, und aus unvernünftigem Stolz; und so weiter. Perfekt in ihrer Art ist die Eidechse, denn wenn sie den Schwanz abreißt, es wächst später ein neuer, aber das können wir nicht; oder die anderen Säugetiere, die unter primitivsten, aber natürlichen Bedingungen gebären, während die Menschen (d.h. die Frauen) das bereits verlernt haben; oder der Bär, weil er 3-4 Monate schläft, wenn die Lebensbedingungen für ihn ungünstig sind, aber wir können nicht, sagen wir, eine Wirtschaftskrise durchschlafen; oder die Ameisen, weil sie eine solche soziale Organisation haben, auf die wir nur neidisch sein können, oder Lasten tragen, die etwa zehnmal schwerer als ihr eigenes Gewicht sind, Wolkenkratzer bauen, die größer als unsere sind (verglichen mit ihrer Größe), und das aus ganz nicht dauerhaften Materialien, oder mit Dingen zur Hand; der Affe, der an seinem eigenen Schwanz hängen und auf die Bäume klettern kann, während wir, seitdem wir von den letzteren heruntergekommen waren, jetzt nie wieder heraufklettern bedenken; das Eichhörnchen, das zwar keine Flügel hat, aber sehr erfolgreich nach unten gleiten kann; die Fliege, wenn Sie wollen, die so widerstandsfähig ist, dass nichts sie auslöschen kann, weil sie in der Zeit der Dinosaurier existiert hat, und höchstwahrscheinlich existieren wird, nachdem die Menschen von der Oberfläche des Planeten verschwunden sind; und so weiter, und so fort. Mit anderen Worten, die Menschen haben keine besondere Perfektion, außer ihrer Universalität, aber das ist ein zweischneidiges Schwert, und es ist alles andere als klar, ob das zum Guten oder zum Schlechten ist!
     Für diejenigen, die Einwände haben könnten, dass die Menschen große Erfolge in der Gesellschaft erzielt haben, Künste und Wissenschaften geschaffen haben, usw., kann erwähnt werden, dass wir in fast jedem Bereich des menschlichen Wissens tragisch zurück von den Endzielen auf dem gegebenen Bereich sind, zum Beispiel: die Medizin immer noch weitgehend schneidet und ersetzt, anstatt das kranke Organ zu heilen oder es aus einem Zellpaar zu anwachsen; die Stomatologie hat auch noch keine Methode erfunden, um die Zähne eines Menschen wieder wachsen zu machen (und wenn sie einmal im Leben ausfallen und neue wachsen, dann muss es durchaus möglich sein, das so oft wie wir wollen zu machen, nur das wir wissen nicht wie); die Jurisprudenz ist ein "Eimer Kummer", weil noch kein Weg für eine objektive Gerechtigkeit gefunden ist (solange ein Mensch am Urteilssystem teilnimmt, gegen Bezahlung arbeitet, und direkter Kontakt zwischen Richter und Angeklagtem besteht, wird dort unvermeidlich Korruption und Parteilichkeit existieren); die Kunst leidet unter dem Mangel an objektiver und rechtzeitiger Beurteilung ihrer Werke; die Gesellschaft als Ganzes hat vom Moment ihrer Geburt an noch keine Spezialisierung der Individuen etabliert, während jeder nicht einzellige Organismus eine solche Spezialisierung für seine Zellen hat; die Politik basiert auf bloßen Überlistung zwischen Politikern und Volksmassen, sowie auf partiellen Meinungen, und es kann immer noch kein Weg gefunden werden, das Verhalten der Individuen in verschiedenen Situationen vorherzusagen, oder einige neue Fähigkeiten zu entwickeln, wie Telepathie (die, offensichtlich, für einige Personen in bestimmten Momenten möglich ist), Telekinese, und ähnliche Dinge; es sind immer noch keine Zeitwellen entdeckt, oder andere Wege für persönliche Präsenz in anderen Zeiten (zumindest für Beobachtung der Vergangenheit, wenn mit der Zukunft könnten einige Paradoxien entstehen); es gibt keine Anzeichen die Geheimnisse der Schwerkraft zu erreichen, und ohne sie bleiben die Raumflüge nur ein schöner Traum; und so weiter. Und es macht keinen Sinn, sich damit zu entschuldigen, dass die anderen Tiere (noch) nicht so hoch sind, denn wir haben bereits festgestellt, dass in vielen konkreten Bereichen die Tiere spezialisierter und besser geeignet als die Menschen sind. Es ist wahr, dass der bloße Begriff der Perfektion die Unfähigkeit sie zu erreichen voraussetzt (weil wenn wir dieses Stadium erreicht haben, ist keine weitere Bewegung in dieser Richtung sinnvoll), aber in dieser Hinsicht können wir absolut sicher sein, da für die Menschen einfach keine solche Gefahr besteht.

     3. Der Mensch hat praktisch keinen freien Willen, nach seinen Wünschen zu handeln, und selbst diese Wünsche sind weit entfernt von der Freiheit, aber durch verschiedene Notwendigkeiten im Zusammenhang mit seiner Organisation und Funktionsweise bestimmt! Anders ausgedrückt: der Mensch ist ein Ergebnis von Handlungen auf Ursachen, die die Ziele, auf die sie gerichtet sind, nicht ahnen; oder die Menschen nur aus diesem Grund denken, dass sie frei sind, weil sie sich ihrer Wünsche bewusst sind, aber nicht der Ursachen, die sie hervorrufen! Die Freiheit, natürlich, ist ein relativer Begriff, denn in unserer unendlich miteinander verbundenen Welt drückt sich die Freiheit eines ihrer Elemente in einer gewissen Einschränkung des anderen aus, so dass es sich um eine Frage des Gleichgewichts handelt, insbesondere in Bezug auf den individuellen Aspekt. Aber wir sprechen nicht über abstrakten Freiheiten wie: Dominanz über alle anderen, oder die Freiheit, seinen eigenen Eltern zu wählen, oder ob wir geboren werden sollen oder nicht, und der Sinn unserer Aussage ist, dass in vielen Fällen, wenn wir denken, dass wir frei sind, wir uns nur täuschen; oder, bzw., wir tun etwas am besten dann, wenn wir nicht wissen, warum wir es tun! Nun, niemand hindert uns daran, in Selbsttäuschung zu verfallen, wenn wir das so sehr mögen, und es hilft auch manchmal (und es gibt sogar immer jemanden, der uns die Arbeit erspart, uns selbst zu täuschen), aber die Wahrheit ist, dass unser Verhalten, jedenfalls, programmiert ist, etwas, was nach den heutigen Errungenschaften der Genetik offensichtlich sein muss. Wir haben einige Freiheiten, insbesondere die Freiheit, Fehler zu machen, aber auch diese Freiheit für Fehler kann programmiert werden (und sie ist), weil die Fehler Ausdruck der Zufälligkeit unserer Welt sind. Wenn wir ein Wort aus dem Fachjargon der Informatiker verwenden, können wir sagen, dass die Menschen eine Art "intelligente Terminals" sind, was bedeutet, dass sie Endgeräte sind, die im autonomen Modus arbeiten können, aber in einem gemeinsamen Netzwerk (dem Netzwerk der Gesellschaft und der Natur) verbunden sind. Natürlich sind auch die andere Tiere keine völlig autonomen Geräte, wenn uns das trösten kann.

     4. Der Mensch ist nur ein weiteres natürliches Experiment im Prozess der unaufhörlichen Evolution, und selbst das, ob er erfolgreich wird oder nicht, hängt nicht viel von uns allein ab. Nun, wir haben ein gewisses Recht zu wählen, zum Beispiel: ein angemessenes künstliches Leben zu schaffen, wobei wir als notwendiger Schritt in dieser Richtung dienen werden (und werden wir dabei vollständig verschwinden, oder wird eine vernünftige Bevölkerung von, beispielsweise, 50-100 Millionen Menschen auf der Weltkugel behalten bleiben, das ist nicht sehr wesentlich); oder das Leben auf der Erde, und die letztere zusammen mit dem Leben, auszulöschen, und sie wieder in den Zustand des primären Chaos zu versetzen, wobei auf diese Weise den Zyklus der Komplikation des Lebens schließen (etwas, was, sowieso, früher oder später, passieren wird); oder es uns gelingen wird, bis zu einem solchen Grad mutieren zu können, dass wir wirklich denkende Wesen werden (d.h. zuerst zu denken und dann zu handeln, und das vom Standpunkt der gesamten Natur aus, nicht nach unseren Wünschen), d.h. nicht so, wie wir jetzt sind -- Wesen, die nur fähig zu denken sind (aber tun das nur nachdem wir alle unvernünftige Methoden für Erreichen des Ziels verbracht haben); oder wir werden die Galaxie mit unserer expansiven und sozial-primitiven Zivilisation überfluten, bis es notwendig wird, dass Wesen aus anderen Galaxien, oder urtümliche Naturkräften, intervenieren, um uns zu moderieren; oder es wird eine andere Möglichkeit geschehen, die für uns erreichbar ist. Welche Option werden wir wählen, hängt von uns und der Natur ab, aber das Schlimme hier ist, dass auch das für die Natur keine große Bedeutung hat (nur, dass das für uns wichtig ist), denn für die Natur ist nichts wichtig! Die Natur (oder unser lieber Gott) macht Experimente, um die Zeit zu vertreiben, nur dass alles das auf unseren Rücken fällt. Hier ist jedoch nichts zu tun --- das ist die Essenz der Schöpfung, und wir sind nur ein Glied darin.

     Und jetzt ist das alles, was man über die Schöpfung und das Geschaffene sagen kann, wenn wir nicht auf Details eingehen wollen, denn wenn wir tiefer zu schauen anfangen, wird es kein Ende geben. Es ist besser, unser Leben zu leben, bis wir das können, und, wenn möglich, ohne die anderen besonders zu behindern, und ohne das Kommen des Chaos zu beschleunigen. Mit anderen Worten, lassen wir uns das Spiel mit dem Namen Leben sich nach seinen Regeln entwickeln, anstatt neue zu erfinden.





ÜBER DIE FRAU UND DEN MANN


I. Die Frau

     Die Frau ist die beste Freundin des Mannes, besser, offensichtlich, als die Haustiere! Das bedeutet nicht, dass die umgekehrte Aussage nicht wahr ist, aber am Anfang werden wir über die Frau sprechen, so dass lassen wir uns für den Moment mit dieser Teilwahrheit zufrieden geben, und soweit wir in unserem Überblick auf Analogien mit Tieren greifen werden, können wir sie auch als Weib bezeichnen, und versuchen wir einige grundlegende Merkmale des weiblichen Individuums bei den Menschen zu finden (d.h. der alten Ing oder Yin usw. -- es hängt von der Sprache ab). Die typischen Merkmale sind kollektive und das behindert nicht die Existenz vieler Ausnahmen von den Regeln in verschiedenen konkreten Fällen, aber, wie bekannt ist, bestätigen die Ausnahmen nur die Regeln (mit ihrer Außergewöhnlichkeit), und, wenn Sie wollen, können wir über männliche Züge bei der Frauen und umgekehrt sprechen (was ein Massenphänomen ist), aber der pikante Moment hier ist, dass sich diese Ausnahmen am häufigsten bei den Homosexuellen manifestieren, wo sie sich zu zeigen einfach gezwungen sind (obwohl die sexuelle Orientierung für ihre Manifestation nicht notwendig ist). Jedes der beiden Geschlechter ist in seiner individuellen Entwicklung auf einer Art neutralen oder "Kinder" -Geschlecht aufgebaut, und kommt auch nach einem gewissen Alter wieder zu diesem Geschlecht, so dass es sinnvoll ist, dass es Merkmale des anderen Geschlechts in sich behaltet; in diesem Sinne ist es nützlich zu denken, dass das neutrale Geschlecht ein solches ist, bei welchem Merkmale der beiden Geschlechter anwesend sind, aber es gibt keine klare Dominanz eines von ihnen, nicht dass es weder männliche noch weibliche Merkmale aufweist. Wir werden diese Momente nicht nur auflisten, sondern sie auch motivieren, ausgehend vom primären Ziel der Verlängerung und Entwicklung der Art (was, in der Tat, zwei verschiedene Dinge sind, worauf wir später noch eingehen werden), und werden dazu versuchen, ihre unvermeidliche Notwendigkeit zu zeigen (d.h. das Leben hätte sonst nicht existieren können, wenn es zwei extrem unterschiedliche Arten von Individuen gibt). Die Merkmale, die wir formulieren werden, gelten hauptsächlich im Bereich der Fortsetzung des Geschlechts oder im Sex und in der Familie, während sie sich bei anderen Aktivitäten möglicherweise nicht zeigen, oder sich auch in ihren Gegenteil modifizieren können, was jedoch nicht bedeutet, dass sie nicht wahr sind; diese Eigenschaften liegen den Handlungen der Frau und des Mannes zugrunde, oder motivieren sie, obwohl ihre Manifestation durch den Einfluss anderer Faktoren unterdrückt werden kann. Viele der Aussagen mögen schockierend klingen, aber das ist der Haupt-"Reiz" des Zynismus, der auf der Suche nach der Wahrheit viele weit verbreitete Täuschungen enthüllt, und somit die Massen unvermeidlich schockiert.

     1. Soweit der Hauptzweck der Frau darin besteht, die menschliche Rasse fortzusetzen, ist sie unweigerlich das konservative Element in diesem Prozess, denn "konservieren" ist mit erhalten, oder die Existenz verlängern, gleichbedeutend. Ein kurzer linguistischer Verweis auf den Englischen führt uns zur verbreiteten Frauenbezeichnung "Geburtsbox" ("birth box"), und schon der Name "Frau" dort ("woman") muss eine simplifizierte Kombination von womb + man sein (wo womb Mutterleib oder Uterus bedeutet), und Sie wissen, dass "b" in "womb" nicht gelesen wird, so dass es als "womman" hätte geschrieben werden sollen, aber das zweite "m" ist verschwunden/*. Ähnlich ist auch der Ursprung des russischen Wortes 'zhenschtschina' (oder bulgarischen 'zhena'; und in solche '' Klammern gebe ich wie etwas gelesen ist, und 'zh' ist wie in dem französischen "bonjour"), das aus dem Griechischen gyneka (γιναικα) stammt, was mit der Wurzel gen verbunden ist (gene, oder jin, geschrieben cin, auf Arabisch -- na ja, auf Türkisch, aber das Wort ist arabisch) und "Geist, Idee für etwas" bedeutet, d.h. für das Leben. So, und eine konservative Person wird sagen, dass die Frau genau die gleichen weltlichen Dinge haben möchte -- Nahrung, Obdach, Befriedigung aus dem Leben -- und das im Interesse der Nachwelt (was für sich selbst bedeutet, weil, aus ihrer Sicht, die Nachwelt sie ist), und soll nicht in dem Sinne betrachtet werden, dass sie möchte, dass diese Dinge in ihrer Art genau die gleiche sind, denn die Hauptqualität des Lebens ist seine Vielfältigkeit und Veränderung. Mit anderen Worten, die Frau ist konservativ in ihrem Ziel, das Geschlecht aufrechtzuerhalten, aber nicht in der Art und Weise, wie sie das tut! So kommt es, dass das konservative Weib in Bezug auf die Ruhe der anderen ringsherum überhaupt nicht konservativ ist, sondern ist in ihren Wünschen -- wie quantitative (hauptsächlich), so auch qualitative -- direkt revolutionär, und auf diese Weise ist Ursache für die Mehrheit der induzierten von den Menschen Katastrophen und Kataklysmen in der Gesellschaft. Von hier stammt der bekannte Satz: cherchez la femme, oder "suche nach der Frau" (dann, wenn es keine anderen vernünftigen Gründe für ein bestimmtes Ereignis gibt). Eine ähnliche Bedeutung verbirgt sich in der biblischen Fabel über den Apfel des Wissens, in der die Frau die Ursache für alle nachfolgenden Katastrophen für die Menschheit ist. Nicht nur der Trojanische Krieg in der Antike, der der Legende nach für eine bestimmte Helene ausgetragen wurde, sondern auch die meisten Kriege entstehen, aufgrund ihrer wirtschaftlichen Ursachen, aus der Sorge für die Nachkommen oder das Geburtsgerät. Alle Bestrebungen nach einem leichten und wohlhabenden Leben entspringen dem Verständnis der konservativen Frau, dass genau das der Sinn des Lebens ist (nicht, dass das auch für viele Männer nicht so ist, aber sie haben andere Anreize und langweilen sich schnell durch die Leichtigkeit, während die Frau sich langweilen kann, nur bei dem unzureichenden Grad ihrer Wünsche). Aber die meist konservative Qualität der Frauen ist so wichtig, dass wir ihr den ganzen nächsten Punkt widmen.

     [ * Gehen wir nicht ins Detail über die genaue Etymologie des Wortes "woman", denn es ist nicht nur fraglich, sondern gibt auch nichts Sinnvolles, da das, über ein altes "wifmon", uns auf den Namen "wife" verweist, wo die Frage nach den im Wort versteckten Ideen bleibt, und wenn es so ist, kann hinzugefügt werden, dass für das slawische Ohr dieses "wifmon" fast genauso klingt wie ihre 'vime', was -- ich bitte um Verzeihung -- Euter bedeutet, was nicht schmeichelhafter für die Frauen klingt. ]

     2. Von beiden Geschlechtern ist das Weibliche das egoistischste, denn das Leben basiert auf dem Kampf um die Vorherrschaft jedes Einzelnen über die anderen und gegen die anderen. Die Fortsetzung des individuellen Geschlechts steht über der Fortsetzung der Art, soweit das von der Frau abhängt; keine solche wird, zum Beispiel, das Leben der Kinder von anderen Leute vor diesem der eigenen bevorzugen, oder will zugeben (ohne Kampf, wie man sagt), dass die Kinder der anderen besser als ihre sind, wenn sie wirklich besser sind (mit der Bedingung über die Ausnahmen). Wenn die Frau Tausenden von Kindern das Leben geschenkt hätte (wie, als Beispiel, die Bienenkönigin), wäre sie nicht so egoistisch gewesen, und hätte die Kinder aller anderen wie ihre eigenen angesehen, d.h. sie hätte sich zuallererst um die Art gekümmert, aber mit einem Paar von Kindern hat sie einfach keine andere Wahl. Mit dem Egoismus geht auch die Parteilichkeit und Unobjektivität des Weibes einher, und diese Unobjektivität ist auf eine solche Höhe gehoben, dass dafür es einen speziellen Begriff, "Mutterliebe" genannt, gibt. Und diese Liebe ist genauso unfair wie das Leben, das wir leben! Soweit unser Leben eine Reihe von Zufällen oder ein Spiel der Gene ist, für das man keine Verantwortung übernehmen sollte, ist es auch für die Menschen völlig ungerecht, weil sie für Dinge gelobt und bestraft werden, die nicht so sehr von ihnen selbst abhängen, als in sie genetisch platziert waren, so dass, wenn die Weiber nicht so sehr ungerecht gegenüber den Fremden und voreingenommen gegenüber den eigenen Nachkommen wären, um die Härte des Lebens zu kompensieren, hätten mindestens 90 % der Kinder in den Familien so gelebt wie in einer Anstalt für Obdachlose, weil zumindest so viele von ihnen normale mittlere (und sogar retardierte und unfähige) Kinder sind, und es gibt daher keinen Grund, ihnen besondere Liebe zu erweisen. Sicherlich sind auch die Männer ihren Kindern gegenüber parteiisch, obwohl das in der Regel nicht zur Ungerechtigkeit für die anderen ausdehnt, und nicht an Hass gegen sie grenzt, und auch die Notwendigkeit der Bestrafung ihrer Kinder nicht verringert, sondern basiert auf der Grundlage der Logik (dass wenn sie nicht allen anderen Kindern etwas Nützliches beibringen können, dann können sie zumindest ihr eigene Nachkommen schulen).
     Alle Gedanken der Frau, objektiv angeschaut, entspringen grobem Egoismus und der Überzeugung, dass sie besser und schöner als die anderen Frauen ist, dass ihre Kinder die besten sind, dass ihr Ehemann: der klügste, reichste, stärkste, und so weiter ist (oder er zumindest dazu verpflichtet ist), wo das bis zum äußersten Neid und Hass gegen alles Fremde reicht. Es kann definitiv gesagt werden, dass eine echte Frau in ihren Handlungen zuallererst durch den Neid gegenüber den anderen und den Hass auf sie motiviert ist! Wenn sie etwas will, dann deshalb, weil eine andere das schon hat und mit nichts besser als sie (in ihrer eigenen Sicht) ist. Sogar der Besitz eines Mannes ist für sie eine Frage des persönlichen Stolzes, dass es ihr gelungen war, ihn anzuziehen und ihn keiner anderen zu überlassen; die bekannte Eifersucht ist hauptsächlich weibliche Eigenschaft (obwohl sie auch unter Männern gefunden werden kann), da zwei Männer viel einfacher eine Frau zwischen ihnen geteilt hätten, als zwei Frauen einen Mann (was auch aus physiologischer Sicht schwieriger ist). Der Egoismus der Frau ist unübertroffen und das ist ein sehr konservatives Merkmal, das sich möglicherweise negativ auf eine vernünftige Gesellschaftsform ausgewirkt hat (sofern eine solche Form existieren kann), aber es ist notwendig für die Fortsetzung der Art! Der einzige Weg, das zu überwinden (wenn überhaupt notwendig), ist die künstliche extrauterine Konzeption, die es möglich gemacht hätte, die Parteilichkeit gegenüber den Kinder von der Seite des Mannes und der Frau auszugleichen. Kein Wunder, wenn das nach ein oder zwei Jahrhunderten auch geschieht, aber bis zu diesem Moment wird die Frau die egoistischste, bösartigste, ungerechteste, und anarchistischste soziale Person bleiben, was die Konsequenz ihres Konservativismus in den Lebenszielen ist (wie auch der Fehlen eines sehr wichtigen männlichen Merkmals, zu dem wir bei die Analyse des Mannes kommen werden). Das ist weder gut noch schlecht -- es ist nur eine natürliche (oder von Gott gegebene, wenn Sie es so bevorzugen) Fähigkeit der bisexuellen Lebensweise, und ist leicht auch bei den Tieren beobachtet, wo, sagen wir: die Hündin bellt am meisten (und beißt auch), und diese Bosheit gilt auch für die anderen Säugetiere; das Weibchen der Gottesanbeterin (ein Insekt) verschlingt das männliche Exemplar nach der Befruchtung, um die für sie und die Nachwelt benötigten Hormone zu gewährleisten; die weibliche Lüsternheit bei den Menschen und Tieren übertrifft die männliche (und der sexuelle Antrieb ist eine egoistische Manifestation); und so weiter.

     3. Ein weiteres wichtiges weibliches Merkmal ist ihre maximale Nähe zur Quelle des Lebens oder zu ... dem Tier, d.h. ihre animalische Natur. Der Mann auch, als denkendes Tier, scheint ein Tier zu sein, aber in ihm existiert noch etwas Intellektuelles, etwas von Gott, was bei den Tieren nicht vorhanden ist, während die Frau die tierischste Varietät der Menschen ist, und das ist kein Wortspiel, sondern eine vor langer Zeit bemerkte (und in allen Religionen festgestellte) Singularität. Das erklärt auch, warum die Frau der brutalere, skrupellosere, lustvollere, wildere und primitivere Teil der Menschheit ist, was auch weder gut noch schlecht ist, sondern nur eine Notwendigkeit! Wenn die Frau den Mann nach der Kopulation nicht auffrisst, wie zum Beispiel dieses Mantis-Insekt, oder ihn nicht in den Topf legt, nachdem sie von ihm geschwängert wurde, um für das Kind später Muttermilch zu sichern, dann bedeutet das nicht, dass sie ihn nicht im Stich lassen und verlassen kann, wenn er alt oder arm wird, oder in Ungnade fällt, oder nachdem sie ihn zu lieben aufhört, d.h. nachdem er seine Bestimmung erfüllt hat (und in den meisten Fällen werden die Scheidungen und die Unterhaltsverfahren heutzutage seitens der Frau, nicht des Mannes, initiiert, und das in Zeiten der Emanzipation, in denen die Frauen nicht weniger als die Männer gewinnen). Das ist in den meisten Fällen eine normale Reaktion, wegen der Sorge für die Nachkommenschaft, aber manchmal kommt es zu dem sogenannten "Instinkt der brütenden Henne", die in ihren Bemühungen, die Kücken unter sich zu erwärmen, hin und wieder einige von ihnen zerquetscht. Es ist wahr, dass der Mann auch, gelegentlich, sich wie ein Weib verhalten kann, aber bei ihm nicht nur kommt das selten vor, bei ihm hat die Reaktion selbst einen zivilisierteren Charakter und geht in der Regel bis zu einem gewissen Grad der Gleichgültigkeit, wo bei die Frau die Regel ist: von Liebe zu Hass, was die primitivste Reaktion des Tieres auf zunehmende emotionale Reizung ist (siehe "Über die Schöpfung"), so dass die Schlussfolgerungen für eine typische oder durchschnittliche Frau gültig bleiben.

     4. Eine andere weibliche Eigenschaft, die auch eine Folge ihres Konservativismus bei der Fortsetzung des Geschlechts ist, ist ihre Mittelmäßigkeit und Unvollkommenheit. Die Fortsetzung des Lebens ist das wichtigste Ziel in der Natur und kann keinem außergewöhnlichen Individuum anvertraut werden, da niemand (auch nicht der Gott selbst) vorhersagen kann, wohin das führen könnte, wenn einige Zeit vergeht, aber dann wird es zu spät sein, um die Dinge zu verbessern! Die Mittelmäßigkeit ist eine obligatorische Erforderung für die Geburtsbox, und das ist eine unvermeidliche Folge eines gut organisierten Fortpflanzungssystems. Bei den Menschen ist diese Eigenschaft ziemlich verschleiert (angeblich wegen des Intellekts der Männer, die es vorgezogen hatten, einige gefällige für die Frauen Erfindungen und Komplimente zu verbreiten), aber zwischen den Tieren ist offensichtlich, dass das männliche Exemplar ist, wer schönerer und attraktiverer mit etwas sein muss (und er ist es), zum Beispiel: bei den Hirschen -- mit dem Geweih, bei den Kanarienvögeln -- mit dem Lied, bei den Pfauen -- mit dem Schwanz, bei den Bullen (und den Männern auch) --- mit dem Stärke, und so weiter. Und jetzt vergleichen Sie die Frau für einen längeren Zeitraum, zum Beispiel von 15 bis 75 Jahren, mit dem männlichen Exemplar für jedes Alter -- nur irgendwo zwischen 15 und 25 Jahren könnte man sagen, dass die Frau die schönere ist, aber das ist hauptsächlich aus erotischen Gründen, und der Punkt ist fragwürdig, während ein Mann mit 40, 50, und sogar 70 Jahren, attraktiv aussieht, einfach als perfekte natürliche Schöpfung.
     Das Weib ist gewöhnlich unscheinbar und mittelmäßig: in seiner Erscheinung, und in seinem Verstand, und in seiner Stärke, und in was sonst nicht, aber diese Mittelmäßigkeit, andererseits, weil das "in der Mitte" bedeutet, ist genau das, was sie braucht, um normalen (und zum Teil auch extremen) Lebensbedingungen zu widerstehen, um in der Lage zu sein, in der Nachwelt die wesentlichen Eigenschaften jener Männer zu fixieren, welchen es zu überleben gelungen hat, weil, wie bei den Tieren, auch bei den Menschen, die Weiber sind die dauerhaftere, haltbarere Exemplare. Das sind experimentell und statistisch bestätigte Fakten. Wenn jemand es vorzieht, über diese Frage im Irrtum zu bleiben, das ist sein eigenes Recht, aber dieses Phänomen hat eine leichte Erklärung, die auf die Tatsache ruht, dass die Frau die Wahl trifft, d.h. sie spielt die aktive Rolle bei der Fortsetzung des Geschlechts, während der Mann das macht, was die Frau von ihm will! Zynisch oder nicht, aber der Mann ist die gehorsame (und dumme, wenn Sie es wollen) Figur in der Fortsetzung des Geschlechts, während das Weib das mittelmäßige Exemplar ist, welche für sich das außergewöhnliche Individuum auswählt (wie sie eine schöne Blume wählt, um sich selbst zu schmücken), und das ist durchaus gerechtfertigte Erforderung.
     Die Mittelmäßigkeit der Frau drückt sich in erster Linie darin aus, dass sie ein unvollkommenes oder noch nicht vollendetes Individuum ist (was linguistisch aus derselben Wurzel stammt), in Bezug auf ihre körperlichen, geistigen, und intellektuellen Eigenschaften. Sogar die Frau selbst spürt das, wenn sie jahrtausendelang auf verschiedene Mittel zugreift, um sich zu verschönern, schminken, oder zu "make up" (zumindest das sagt dieses letztere englische Wort, das, in der Tat, französisch ist, etwas zu verbessern, zu heben, hinzuzufügen), und das, dass auch manche Männer sich schminken -- nun, es ist mit ihren weiblichen Eigenschaften erklärbar (besonders in der Jugend, wenn das Individuum nicht endgültig geformt ist), was wir am Anfang berührt haben. Die Frau kann nicht ohne einen Mann existieren, weil ihr der Sinn ihres Daseins fehlt, während der Mann still und leise auf die Frau verzichten kann, wie bei der Beschaffung von lebenswichtigen Produkten, so auch beim Ausfüllen seiner Zeit mit kreativen oder spielerischen Aktivitäten. Soweit die Frau die Geburtsbox des Mannes ist, ist sie auch sein Anhängsel und hat keine selbständige Existenz, d.h. sie ist unvollständig und unvollkommen! Andererseits ist sie eine vollkommen perfekte Geburtsbox, was so umschrieben werden könnte: die Frau ist vollkommen in ihrer Unvollkommenheit als unabhängiges Individuum! Und hier brauchen wir den Intellekt des Mannes nicht einzumischen, um die Gültigkeit unserer Betrachtung auch für die Tiere nicht einzuschränken, aber ebenso auch, weil der Mensch zu denen gehört, die ihren Intellekt nicht gerne einsetzen, wenn sie ohne es ganz erfolgreich auskommen können.
     So, aber um die Möglichkeit zu vermeiden, dass der Autor beschuldigt wird, dass er nur kompromittierende Frauen Sachen äußert, lassen Sie uns auch etwas Gutes (zumindest seiner Meinung nach) über sie sagen -- eine nette Definition, besser als diese über die Geburtsbox, nämlich: die Frau ist der Briefkasten des Mannes zu seinen Nachkommen. Trotz der Tatsache, dass die weibliche Anatomie etwaiges Loch hat (nur, dass es elastischer als das der wirklichen Briefkästen ist), und dass ihre "Box" zuerst gut versiegelt ist (um sie von meteorologischen und anderen Bedingungen vor der Verwendung zu schützen), ist die Bedeutung dieses Satzes nicht in der geometrischen Analogie, sondern vor allem in der Vermittlerrolle der Frau, weil der Mann nicht allein seinen "Brief" senden kann (obwohl er einen besonderen "Stift" hat, um es zu schreiben), sowie in ihrer Zwischenstelle zwischen ihm und den Kindern -- mittlere im Sinne des Intellekts, aber auch der anderer Fähigkeiten. Genau diese Zwischenposition der Frau ist wichtig für die Aufzucht der Nachkommen, zumindest bis die Kinder noch klein sind, was etwas solches ist, das weder die suchende Persönlichkeit des Mannes befriedigt, noch in Übereinstimmung mit seiner Fähigkeiten steht. Und auch, genetisch betrachtet, ist der Mann derjenige, der das wichtigste Merkmal des Nachwuchses festlegt -- sein Geschlecht --, und der, am häufigsten, dominierende Gene besitzt (obwohl hier auch Ausnahmen sein können). So dass die Rolle des Vermittlers notwendig ist (wenn wir uns nicht durch Knospen und Klonen vermehren), und ein gewisses Maß an Spezialisierung ist auch erforderlich, denn wenn jedes menschliche Individuum bisexuell wäre, hätte der häufigste sexuelle Verkehr einen selbstreflexiven Charakter haben, und das hätte die in der Natur so notwendige Vielfältigkeit stark verringert.

II. Der Mann

     In unserer Fortsetzung der Betrachtung reduziert sich die Beschreibung der Merkmale des männlichen Individuums (altes Yang oder Jang) im Wesentlichen auf die Negation derjenigen des Weiblichen, doch müssen diese Konzeptionen ein wenig weiter ausgearbeitet werden.

     1. Im Gegenteil zu dem Weib ist der Mann zuallererst eine suchende Persönlichkeit, die mit vielen riskanten Momenten nicht die Fortsetzung, sondern die Entwicklung der Art, sicherstellen soll, d.h. ihre Modifizierung gemäß der Veränderung der äußeren Bedingungen. Wenn man bedenkt, dass die Produktivität des Mannes so hoch ist, dass selbst durch die "konventionelle" Art der Reproduktion ein männliches Exemplar Hunderte und Tausende von Kindern zeugen kann, und mit künstlicher Befruchtung erreichen wir jetzt Millionen, stellt sich heraus, dass die Notwendigkeit von Männer mindestens hundert Mal weniger ist. Bei den Tieren ist das letztere völlig gültig und dort "besucht" ein Männliches Exemplar etwa zehn Weiber, wobei die Jäger und Ökologen es für gerechtfertigt halten, die Anzahl der Männchen noch weiter zu verringern. In der Antike der Menschheitsgeschichte war die Situation möglicherweise dieselbe auch für verschiedene wilde Stämme, aufgrund der harten Lebensbedingungen und der zahlreichen Kämpfe zwischen ihnen, aber in der heutigen Zeit ist die Polygamie in den zivilisierten Ländern verboten (höchstwahrscheinlich auf Initiative von den Männern, um die Notwendigkeit von so viel Männern als Frauen zu rechtfertigen), aber das ist für die Nachwelt nicht ganz passend. Wie dem auch sei, wir werden im nächsten Kapitel darauf zurückkommen, und jetzt fahren wir mit dem männlichen Individuum fort.
     Der charakteristischste Ausdruck des suchenden männlichen Prinzips ist seine Leidenschaft für das Spiel, und das ist in der Tat das Ziel im Leben des Mannes, aufgrund dessen wird nicht triviale Fortsetzung des Geschlechts ausgeführt, sondern Weiterentwicklung. Für den Mann ist alles Spiel, einschließlich des Lebens selbst! Sie wissen, dass "game" im Englischen Jagd bedeutet, aber auch Spiel, Vergnügen, denn die Jagd ist das Spiel des Mannes, oder zumindest war es so in vielen Jahrhunderten der Menschheitsgeschichte, bis die Spielautomaten und später die Computerspielen entwickelt wurden; in der tschechischen Sprache gibt es das Wort 'herna', was nicht ... männliche Toilette bedeutet, wie manche von Ihnen vielleicht gedacht hätten (vom deutschen Herrn), aber Spielhalle, obwohl das wieder ein Ort für Männer ist; und auf Russisch bedeutet das Wort 'ohota' Jagd, aber auch mächtiger Wunsch, aus der Sicht des Mannes (weil Sie kaum Frauen gesehen haben, die auf Jagd gehen). Und dann, was ist der Krieg für den Mann, wenn nicht ein gefährliches Spiel (oder zumindest war es ein Spiel bis zum Ende des 18. Jahrhunderts, mehr oder weniger, wenn der Unterschied zwischen militärischer Front und dem Hinterland zu verschwinden begann, aufgrund der unbewussten Bevölkerungsdichte -- etwas worüber wir in dem Essay "Über die Population" sprechen werden)? Und was ist die Karriere für den Mann, wenn nicht ein interessantes Gesellschaftsspiel? Und der Aktienmarkt? Und wie viele sind die Frauen (im reproduktiven Alter, nicht wenn niemand sie für Frauen zählt), welche Sie zu spielen, sagen wir, Backgammon, Bridge, Belote, oder Schach, sehen werden -- genau so viele, um die Besonderheit dieser Aktivitäten für sie zu betonen! Und ist die Wissenschaft nicht auch ein Spiel mit den Geheimnissen der Natur? Und andere Beispiele.

     2. Im Gegenteil zum Egoismus der Frau ist hier der offensichtliche Kollektivismus des männlichen Individuums vorhanden, besonders bei den Männern, wo die letztere diejenigen sind, die sich gerne in großen Gruppen versammeln, sei es in Kampfeinheiten, sei es bei Sportveranstaltungen, oder in Vereinen und Cafés. Der Mann, meistens, ist derjenige, der eher zu selbstlosen Handlungen, zu Gentleman-Taten, zu Gerechtigkeit (oder zu Fairplay, wie man das fast überall bekannt ist) fähig ist, und für den der Begriff Ehre erfunden wurde (weil Sie sehr gut wissen, dass für die Frauen dieses Wort eine ganz andere Bedeutung hat). Selbst in Kriegen tötet er aus Notwendigkeit, nicht aus Bosheit und Hass (oder zumindest ist es in den meisten Fällen so). Das ist nicht schwer mit der Motivation für seine Handlungen zu erklären, die sich mit etwas Gutes vor den anderen zu offenbaren ist, mit etwas, das von den anderen geschätzt wird, oder mindestens, was für ihn interessant ist, unabhängig von der Bedürfnisse für die Fortsetzung der Art (oder für persönlichen Gewinn). Sogar wenn der Mann sich als Egoist zeigt, er tut das aus kollektivistischen Motiven, im Namen der Familie oder Gruppe, zu der er gehört, während die Frau, auch wenn sie Kollektivismus zeigt, tut sie das aus egoistischen Motiven, um ihre Kinder zu bewahren. Das ist keine Apotheose des Mannes, sondern Realismus. Und es kann ein noch stärkerer Satz formuliert werden, nämlich: die Frau erschafft Liebe, aber von Hass ausgehend, während der Mann --- Hass aus Liebe! Aber es gibt nichts zu tun -- unerklärlich sind die Wege Gottes, oder der Weg zur Hölle ist mit guten Absichten übersät, oder einer will etwas machen, tut aber etwas Anderes, und es kommt etwas Drittes heraus, weil er weder sich selbst gekannt hat, wie die alten griechischen Weisen gewollt haben, noch etwas an dem ihm genetisch Gegebenen ändern kann, außer sich dem Diktat des Geschlechts zu unterwerfen, welches verlangt, dass die Frau die Gattung erhält, während der Mann sie ergänzt und verbessert (wenn er am Leben bleibt). Das ist ein Erfordernis für minimale notwendige Mutation in der Gattung, das mit der Langsamkeit von Jahrtausenden funktioniert, aber es funktioniert doch.

     3. Während die Frau dem Tier nahe ist, ist der Mann zu Gott nahe, oder nahe der Vernunft (wenn wir die Hypothese Gottes nicht verwenden). Das ist eine direkte Folge anderer Merkmale des Mannes und insbesondere seines Intellekts, dieses unterentwickelten menschlichen Instinkts (der in dem Essay "Über den Intellekt" behandelt wird), während von einer durchschnittlichen Frau kaum ein bemerkenswerter Intellekt zu erwarten ist (zumindest höher als der durchschnittliche), weil sie keinen Intellekt für die Fortsetzung der Gattung braucht (der Sex kann alles Andere sein, aber keine intellektuelle Aktivität!). Die bloße Manifestation des Intellekts ist, in der Tat, etwas Außergewöhnliches und Perfektes (zu dem wir nach einer Weile kommen werden), und es ist natürlich zu erwarten, dass er hauptsächlich den Männern gehören wird; die Tatsache, dass es viele kluge Frauen gibt, bedeutet nicht, dass das ein häufiges Phänomen ist, sondern im Gegenteil, und es ist in den meisten Fällen mit einigen anderen Mängeln der gegebenen Frau (meistens körperlichen) zu erklären, die sie dazu bringen, eine Kompensation im intellektuellen Bereich zu suchen, weil kluge und schöne Frau ein, hmm, kolossaler Widerspruch ist (zumindest bis sie noch eine Frau im sexuellen Sinne des Wortes ist), und das ist der Grund, warum solche Frauen sehr geehrt sind (weil die Nachfrage durch das Angebot bestimmt wird)! Gleichzeitig waren die klugen Männer nie besonders gefragt, während die starken, oder reichen, oder schönen (zumindest bis sie es sind) sehr gefragt sind, was zu sagen hat, dass der Intellekt zwischen den Männern eine gewöhnliche Sache ist (obwohl die Situation auch für die klugen Männer nicht ganz aussichtslos ist, wenn sie zusätzlich dazu auch, zum Beispiel, reich sind). Dieser Zustand der Dinge ist, jedoch, unter dem Gesichtspunkt der Aufteilung der Tätigkeiten zwischen dem Mann und der Frau, durchaus gerechtfertigt, wo die Frau dem Tier, woher wir gekommen sind, näher bleibt, und der Mann versucht, der göttlichen Weisheit, wohin wir uns allmählich bewegen, näher zu sein.

     4. Der Mann ist, nicht nur wegen der in ihn gesetzten Merkmale, sondern auch wegen des ständigen Strebens nach Ausdruck vor den anderen, der vollkommenste und außergewöhnlichste beider Geschlechter. Das ist, vielleicht, der Hauptgrund, warum in der christlichen Religion (aber auch in den anderen) das Bild Gottes (oder der höheren Gottheit) immer das Bild eines Mannes ist, obwohl es natürlicher ist, eine Frau zu sein, weil sie das Leben erschafft oder gebiert (wie Gaia, in der griechischen Mythologie). Es ist wahr, dass jeder davon überzeugt ist, dass die Frau gebiert, aber keine Religion wird Anhänger gewinnen, wenn ihr Hauptgott nicht mit dem Bild des perfekten, außergewöhnlichen, und allmächtigen männlichen Individuums übereinstimmt. Das hängt, natürlich, mit dem berüchtigten Kult des Phallus zusammen, der Jahrtausende zurückreicht, aber könnten Sie sich vorstellen, dass es stattdessen ein entsprechendes (es wird homologisches gesagt) weibliches Organ gibt? Nun, Ihr Autor hat keine so entfesselte Fantasie und kann sich keinen solchen Kult vorstellen. So seltsam es auch scheinen mag, aber die Menschen haben doch einen Sinn für Schönheit und Harmonie! Obschon das, dass der Mann das perfekte Individuum ist, bedeutet nicht, dass die Männer in jeder Hinsicht perfekt sind, noch dass diese Perfektion immer etwas Gutes ist (weil es, zum Beispiel, perfekte Alkoholiker gibt). Die Regel ist jedoch, dass der Mann in einem bestimmten Bereich eine gewisse Perfektion erreicht (um zu versuchen, wenn auch unbewusst, diese an seine Nachwelt weiterzugeben), während die einzige Perfektion der Frau ihre Mittelmäßigkeit ist, wie wir das vorhin bemerkt haben .
     Diese Perfektion, aber, trägt auch seine Konsequenzen, denn die männlichen Individuen sind, aufgrund ihrer unterschiedlichen Qualitäten, auch anfälliger für äußere Faktoren, wie: ungünstige Wetterbedingungen, größere Anfälligkeit für verschiedene Krankheiten, einschließlich psychische, intensiveren Stoffwechsel, erschwert durch ihre Größe, riskantere Natur ihrer Arbeit, in Bezug auf die der Frauen, und so weiter. In zwei Worten bedeutet das, dass genau die Männer das schwächere Geschlecht sind, im Gegenteil zu den weit verbreiteten Täuschungen (wiederum von den Männern, um den Frauen noch einmal zu schmeicheln), wobei "schwach" als gemitteltes Merkmal der Männer zu verstehen ist. Gleichzeitig gehören die Rekordleistungen, etwa in den Bereichen Sport, Wissenschaft, Kunst usw., vor allem Männern, d.h. einigen Männern, während bei nicht extremen Aktivitäten die Frauen, auf jeden Fall, das bessere Geschlecht sind, und deshalb sind sie auch diejenigen, die sich mit verschiedenen monotonen, unangenehmen, oder solchen Tätigkeiten beschäftigen, die nicht besondere Meisterhaft erfordern. Anders ausgedrückt, die Männer sind die spezialisierteren Individuen, die etwas Neues in den genetischen Code der Art bringen könnten, und deshalb genügen wenige Männer (aber viele "Briefkästen").

     5. Es gibt, jedoch, noch ein wesentliches Element bei den Männern, das, sicherlich, bei den Frauen nicht vorhanden ist (und deshalb haben wir es dort nicht erwähnt), und das ist das Gefühl für Proportionen! Es hängt mit der Vernunft, oder sogar mit der Weisheit, zusammen, denn in unserer widersprüchlichen Welt ist das Wichtigste, den richtigen Gleichgewichtspunkt zu finden, etwas, was bereits im antiken Griechenland (und noch früher) bekannt war -- der Slogan "Nichts übertriebenes!". Das ist eine Art Instinkt, der bei den Frauen etwas Analoges hat -- die sogenannte "Frauenintuition", die wiederum auf instinktiver Basis erfolgt (das ist aber nur ein ähnliches Ding, ohne es voll und ganz dem Gefühl für Proportionen zu entsprechen, denn die Frauen haben es, in der Regel, nicht) -- und dieser Instinkt ist sehr wichtig für Erreichen von richtigen, d.h. gut balancierten, Aktionen (denn zu Extremitäten kann auch ein Schwachsinniger kommen). Vielleicht wird es interessant sein, hier zu erklären, warum der Mann (in der Regel) ein Gefühl für Proportionen hat, und die Frau hat es nicht (und deshalb ist sie das am meisten lustvolle, grausame, und andere "am meisten", Wesen)? Na, die Antwort steht in direktem Zusammenhang mit den Rollen beider Partner in dem Sex, bei denen bekannt ist, dass die Frau ... immer kann (sagen wir, 15-20 Koitusse täglich, ich bitte um Verzeihung, hätten keine besonderen Schwierigkeiten für sie verursacht), während der Mann -- manchmal kann, aber manchmal nicht kann! Das, dass der Mann nicht immer in der Lage sein kann, es zu tun, wohl oder übel, zwingt ihn (von einem frühen Alter) das richtige Maß auch in ganz anderen Dinge zu suchen; das geschieht nicht bewusst, aber es wird zu Gewohnheit, Instinkt, wo die Frau keinen solchen inneren Drang hat, und deshalb weiß sie nur zu wollen (sei es Männer, sei es Kleider, sei es von allem unzufrieden zu sein). Und wenn sich hier, letztendlich, herausstellte, dass für den Mann hauptsächlich gute Dinge gesagt wurden, während für die Frau -- nur unangenehme Dinge -- na ja, und was haben Sie von einem Zyniker erwartet, Ihnen zu erzählen?

III. Die Eltern

     Das letzte Kapitel ist der Vereinigung dieser beiden diametral entgegengesetzten Individualtypen bei den bisexuellen Tieren, oder dem Paar von Genitoren gewidmet, ihren gegenseitigen Beziehungen in der Festlegung dynamisches Gleichgewichts zwischen ihnen im Interesse der Fortsetzung und Weiterentwicklung der Art. In dem Essay "Über die Menschheit" erklären wir, dass die Gesellschaft immer noch kein Nervensystem hat, und die einzige starke natürliche Verbindung zwischen den Individuen darin ist das Paar von Genitoren (wir können Ehepaar sagen, aber das Bestehen einer religiösen oder legalen Ehe ist nicht nötig). Solche Paare existieren bei allen bisexuellen Tieren (und auch dort, wo es eine Art Organisation gibt, wie zum Beispiel bei den Bienen), aber es ist nicht notwendig, zu verstehen, dass es genau um ein Individuum beider Geschlechter geht -- nur die Keimzellen, die besamt werden (wenn es, natürlich, dazu kommt, aber das ist es, was vermutet wird), sind immer zwei verschiedene, obwohl es nicht wichtig ist, wie es zu dieser Situation gekommen war. Dieses Paar ist jedoch die stabilste Einheit in der menschlichen Gesellschaft, und das, dass das Wort "individuum" im Lateinischen "unteilbar" bedeutet, soll uns nicht irreführen, zu glauben, dass die kleinste unteilbare Einheit auch die kleinste stabile Einheit ist. Die hier auftretenden Fragen sind im Allgemeinen die folgenden.

     1. Feststellung der Überlegenheit eines der Geschlechter, oder: wer "die Parade befiehlt"? Lassen wir die Insekten und andere Säugetiere beiseite und konzentrieren wir uns auf die Menschen. Ganz allgemein gesehen gibt es zwei Varianten der Herrschaft: eines der Geschlechter oder, wie man sagt, eine vertikale Aufteilung der Funktionen, d.h. der Herrschaftsbereiche der einzelnen Geschlechter. Wenn eine Person befiehlt, bleibt auch die Frage, wer genau, und wenn es eine vertikale Aufteilung gibt, ist wiederum eine gewisse supervisorische Kontrolle über diese Aufteilung erforderlich, so dass diese Variante schwieriger zu realisieren ist, und die Entscheidung darüber erfordert, wer der Supervisor sein soll. Bei der klassischen Variante von einem Mann und einer Frau ist jede andere Möglichkeit zur Abstimmung, oder Aufbau eines Leitungsorgans ausgeschlossen. Außerdem ist es richtig, die Regierung in zwei Arten zu unterteilen, nämlich in: Strategie, oder Festlegung der allgemeinen Linie, und Taktik, oder unmittelbare Entscheidung über die Aktionen, so wie es in einer demokratischen Regierung ein Organ für strategische Planung oder Festlegung der Anforderungen (das Parlament) gibt, und auch Regierungsbehörden (die Regierung). Die heutige Demokratie, aber, ist ein vollendetes Durcheinander (siehe "Über die Demokratie"), da das Parlament nicht nur ein strategisches, sondern auch ein gesetzgebendes Organ ist, was bedeutet, dass es auch taktische Tätigkeiten ausführt (die Ausarbeitung von Gesetzen erfordert höhere Professionalität), wie auch die Ministerien, im Prinzip, taktische Körper sein können, aber das ohne die gewählten Minister (die normalerweise nichts über den spezifischen Bereich verstehen), so dass es besser ist, als Beispiel eine große Firma zu nehmen, in der eine Gruppe von Leuten das Geld hat, und, folglich, ihre Strategie bestimmt, und eine andere Gruppe die eigentliche Produktion (Handel, usw.) führt. In diesem Sinne kann gesagt werden, dass es einen versteckten, oder außerhalb der Bühne, Manager gibt, wie auch einen, der die Regierung selbst erfüllt -- und so ist es auch bei den Ehepaaren. Die Strategie hier, offensichtlich, wird von der Fortsetzung der Gattung oder der Art bestimmt, und die Taktik -- von ihrer Entwicklung! Das macht eindeutig die Frau zur Strategin der Familie und den Mann zum Taktiker!
     Historisch betrachtet hat es in den früheren Stadien der menschlichen Gesellschaft ein Matriarchat gegeben, aber später wurde überall ein Patriarchat errichtet, was gut mit unseren Schlussfolgerungen übereinstimmt, denn zu Beginn der menschlichen Existenz war es wichtiger, die Strategie für die Fortsetzung der Art zu erfüllen, während in späteren Zeitaltern das relativ leicht war, aber in den Vordergrund trat die Notwendigkeit, richtige Taktik zur Verbesserung der menschlichen Rasse (oder der Gattung, der Nation) durchzuführen. Anders ausgedrückt: das Matriarchat hat existiert, als das Leben sehr schwierig war, wo später, als es leichter wurde, wurde das Patriarchat etabliert! Soweit es absurd ist, darauf zu bestehen, dass das Leben in der heutigen Zeit schwieriger als im primitiven Gemeinschaftssystem ist, ist es klar, dass das Patriarchat jetzt und in naher Zukunft die beste Weise für Regierung der Familien sein wird; das aber soll nicht bedeuten, dass die Frau aufhört, der Stratege oder der verborgene Herrscher zu sein, oder der "Nacken", wie manche sagen -- nur dass die Taktik heutzutage wichtiger ist, und deshalb kommt der Taktiker-Mann an die Macht. Das hindert auch nicht den Mann daran, wenn er dazu noch die Rolle des Supervisors erfüllt, einen Tätigkeitsbereich für die Frau zu wählen, in dem sie der Herrscher sein wird, beispielsweise, die Aufzucht der Nachkommenschaft im jungen Alter (oder die Hausarbeit). Und es ist nicht obligatorisch, dass das Regieren unvermeidlich hierarchisch ist, es ist möglich, dass jede Ebene die Funktionen der anderen Ebene modifiziert (Heterarchie). Das Regieren, jedenfalls, ist keine leichte Sache, so dass jeder, der sich davor fürchtet, kann, eventuell, keinen Ehevertrag schließen.

     2. Der nächste Moment ist das quantitative Verhältnis zwischen beiden Geschlechtern: entweder eins zu eins, oder eins zu viele (und wer ist der, der eine sein soll), oder viele zu viele -- realistisch sind alle Varianten möglich (und werden immer wieder angewendet), so dass wir sie nacheinander erforschen.

     a) Beginnen wir mit der klassischen, und überall in der zivilisierten Welt akzeptierten, Variante "eins zu eins". Das, dass etwas weit verbreitet ist, sollte, natürlich, kein Kriterium für seine Richtigkeit und Zweckmäßigkeit sein (ebenso wie für viele Jahrhunderte in der Medizin war der Aderlass weit verbreitet, sei es prophylaktisch -- mit einer Art von Würmern, Blutegel genannt, sei es heilend -- durch Schneiden von den Blutgefäßen, ohne dass das jetzt überhaupt wissenschaftlich begründet zu sein), so dass wir von dem im Moment Akzeptierten abstrahieren, und die Vor- und Nachteile dieses Vorschlags untersuchen. Aus Sicht des Mannes ist das eine gute Wahl, denn jedem Mann wird eine Frau zugeteilt, und das ist besser als nichts! Das Gleiche gilt auch für die Frau, obwohl sie es vielleicht vorgezogen hätte, 4-5 Männer zu haben, aber der Sex ist nicht der einzige Moment in der Fortsetzung der Gattung, und dann ist der sogenannte "Sultansharem" viel mehr für sie ungeeignet, so dass sie sich mit dieser Situation abfinden kann. Aus der Sicht der Natur oder der Notwendigkeit der Fortsetzung und Weiterentwicklung der Gattung ist das eine gute Variante, insbesondere wenn sie mit der Möglichkeit der Scheidung und der Emanzipation (zu der wir nach einer Weile kommen werden) kombiniert wird. So dass, im Großen und Ganzen, ist die allgemein akzeptierte Variante gut genug, um auch in der Zukunft verwendet zu werden.

     b) Die nächste Variante ist ein Mann zu vielen Frauen, oder der "Sultansharem", der die schlechteste Variante für den durchschnittlich genommenen Mann ist (d.h. wenn er kein Sultan ist, oder nicht genug Geld hat, um sich zehn oder so Frauen zu kaufen), denn die Besonderheit des Falles darin ist, dass es bei einem Paar Frauen nicht gut angewendet wird -- sie werden höchstwahrscheinlich ihre Augen auskratzen und der Mann wird gezwungen sein, später andere zu kaufen --, während bei zehn oder mehr, die Frauen, in ihrem Wunsch, sich gegenseitig zu hassen, werden dadurch verwirrt, und nicht viel später zu lernen beginnen, wie miteinander auszukommen, denn der Sultan besucht sie, ohnehin, recht selten! Am erfolgreichsten wurde dieses Herangehen vom biblischen König Salomo angewandt, der, wie es gesagt wurde, tausend Ehefrauen und Konkubinen hatte, und es dennoch schaffte, mit ihnen umzugehen. Wenn ein Mann nicht genug Geld für Frauen, und daher zur Fortsetzung seiner Gattung, hat, niemand hindert ihn daran, in die Armee einzutreten, und auf diese Weise ein wenig den Überfluss der Männer im Land zu senken. oder er ist gelassen, im homogenen Sex sein Trost zu finden. Aber wenn diese Methode zumindest für die wohlhabenden Männer gut ist, dann ist sie für die Frauen am ungeeignetsten, weil sie selten benutzt werden (in alten Zeiten hat gelegentlich ein Eunuch ein wenig geholfen, aber das war nur Ersatz, etwas wie zum Beispiel der koffeinfreie Kaffee -- hat einen ähnlichen Geschmack, aber der Effekt ist nicht der gleiche). Unter dem Gesichtspunkt der Fortsetzung und Entwicklung des Geschlechts wäre das gut gewesen, wenn es offensichtlich gewesen wäre, dass die wohlhabenden Männer auch in genetischen und anderen Aspekten am besten ausgestattet sind, aber das ist nicht der Fall, so dass auch in diesem Sinne diese Variante nicht akzeptabel ist. Es ist möglich, eine gewisse Modifikation vorzunehmen, wenn auf bestimmte Weise (z.B. durch Euthanasie) die Anzahl der männlichen Individuen vermindert wird, und noch besser, wenn durch rechtzeitige Diagnose des Geschlechts des zukünftigen Kindes (etwa im ersten bis zweiten Monat der Schwangerschaft) und anschließende schmerzlose Abtreibung die Proportion von Männern zu Frauen als eins zu zehn erhalten wird. Wenn das zufälligerweise geschieht, wird die Natur mehr oder weniger zufrieden sein, die Männer, die sehr wenig werden, werden zufrieden bleiben, aber die Frauen werden wieder in der schlimmsten Situation sein, noch schlimmer als bei dem Harem (denn es werden keine Eunuchen geben). So dass, alles in allem, es nicht schlecht ist, dass diese Variante von der heutigen Gesellschaft abgelehnt ist, weil sie mehr Nachteile als Vorteile hat.

     c) Die dritte Variante ist gegenseitig der vorherigen und sie ist "Harem von Männer", wenn wir das so nennen dürfen. Für den Mann ist es nichts Gutes darin, aber es ist möglich, die Methode der Zeitteilung (time sharing) anzuwenden, zum Bedienen von der Frau bei den Männern -- vorausgesetzt, dass ihre Zahl und die Dauer ... ihres Zyklus gegenseitige Primzahlen (coprimes) sind (wenn wir die Sprache der Mathematik verwenden -- um nicht zu geschah, dass ein und derselbe Mann immer der Verlierer wird), aber es kann auch eine Gruppierung in permanenten oder variierenden Gruppen von Männern verwendet werden. Für die Frau ist diese Variante gut genug, aber es muss erwähnt werden, dass das vorzuziehen ist, wenn die Gruppe nicht 4-5 Männer überschreitet, um größere Komplikationen und Blutvergießen zwischen ihnen zu vermeiden. Aus Sicht der natürlichen Anforderungen aber, ist das reiner übermäßiger Verbrauch von "Pflanzmaterial", und die Natur mag elegante Lösungen! Hier ist auch Modifikation mit der Abnahme des Prozentsatzes der Frauen möglich, was diese Methode zur besten für alle Frauen machen wird, aber die anderen Minuspunkte bleiben. Damit ist diese Methode im Großen und Ganzen die schlechteste aller bisher diskutierten, und vielleicht deshalb wird sie heutzutage nicht angewendet, aber wird es in Zukunft keine Notwendigkeit dafür aufkommen, kann nicht definitiv gesagt werden.

     d) Die vierte Variante von "viele zu viele" hat mehrere Varianten, weil das eine "viele" möglicherweise nicht mit dem anderen übereinstimmt, aber insoweit das keine besonderen Änderungen in der Beobachtung mit sich bringt, werden wir gleiche (oder fast solche) Anzahl von Männer und Frauen betrachten. Solche Gemeinschaften existieren bei einigen Religionen (bei den Mormonen, wenn ich mich nicht irre), so dass das keine pure Abstraktion ist, und außerdem wird auf diese Weise die Frage der Überlegenheit gelindert, wo ein Regierungsorgan der Gemeinschaft existieren kann. Aus Sicht des Mannes ist das eine ganz gute Variante, und für die Fortsetzung und Weiterentwicklung des Geschlechts ist diese Variante die beste von allen. Diese Methode kann, zum Beispiel, von zwei heutigen Familien angewendet werden, und es kann nicht gesagt sein, dass das manchmal nicht vorkommt. Es gibt auch eine Varietät, die gut für ein großes Wohnhaus, oder für einen Eingang in diesem, geeignet ist, in dem die unteren drei Stockwerke von drei Kinderalter (beginnend mit dem Kindergarten) ausgefüllt sind, dann folgt das Stockwerk mit der gemeinsamen Küche und dem Essbereich (es kann auch kleine Kabinen geben -- warum nicht?), und darüber folgen bescheidene Wohnungen für jeden Mann oder jede Frau. Auf diese Weise kommen wir in der Tat zu einer Modifikation von Platons Republik, in der alle Kinder gemein und Eigentum der Nation gewesen sein müssen. Bei dieser "Grossgebaude"-Variante können problemlos auch Gästezimmer zur Verfügung gestellt werden, so dass die Ähnlichkeit mit dem platonischen Ideal voll wird. Auf diese Weise lässt sich endlich leicht der Traum des Franzosen verwirklichen, nämlich: wenn er auf die Straße geht, alle Gründe dafür zu haben, jedes getroffene Kind zu streicheln -- denn wer weiß, es kann zufällig sein eigenes sein? Trotz des komischen Charakters der Situation gibt es in diesem Fall nichts Unnatürliches, außer dass das noch nicht akzeptiert ist, aber es könnte nach ein paar Jahrhunderten pure Realität werden, vor dem Hintergrund der wachsenden Emanzipation und eventuellen extrauterinen Konzeption in der Zukunft.
     Wenn sich die Hauptmerkmale des männlichen und weiblichen Individuums ändern und ausgleichen, bleiben nur die Anforderungen für die Entwicklung und Verbesserung der Art in Kraft, die die klassische Form der Zugehörigkeit der Kinder zu ihren Müttern, und die Gewohnheit nur für die eigenen Nachwelt zu sorgen, ersetzen werden (für die Kinder wird diese Variante schlechter sein, aber nichts hindert eine Mutter daran, sich auch um ihr eigenes Kind zu kümmern, solange sie genug Zeit dafür findet). In einer hinreichend entwickelten Gesellschaft gibt es alle Gründe anzunehmen, dass die minimale Einheit (die Familie im Moment) weiter wachsen wird, und einen immer größeren Teil der Gesellschaft ausmachen wird (obschon sie sich auch zu einen Elternteil verringern kann, in welcher Direktion wir sich bewegen, wie es scheint), und wird auf diese Weise Voraussetzungen für eine bessere Organisation in der Gesellschaft schaffen, da das Ziel jedes Systems darin besteht, sich besser zu organisieren.

     3. Lassen Sie uns zum Schluss auch einen Blick auf die Frage der Emanzipation der Frau werfen, die ein noch immer missverstandener Prozess ist. Ursprünglich bedeutet dieses Wort Befreiung oder Flucht der Frau (aus dem Joch des Mannes), und das ist die richtige Behandlung, aber die Frauen sind nicht zwischen denen, die anfangen werden, viel zu denken, und sie verlieren auch oft ihr Augenmaß (so viel wie sie es haben), so dass sie keinen Grund sich zu ärgern haben, wenn jemand (wie Ihr Autor) sie Emanzipatinnen (emancipatesses auf Englisch) nennt -- denn auf diese Weise muss Substantiv weibliches Geschlechts aus dem Verb "emanzipieren" aufgebaut werden (aber hier ist der Punkt, dass das Salz des erfundenen Wortes auf Bulgarisch -- "emancipatka" -- darin ist, dass die Endung "patka" als ganzes Wort ... Ente bedeutet). Also diese Emanzen (was richtiger auf Deutsch klingen muss) bilden sich (was sie nicht zugeben wagen, aber trotzdem glauben) im schlimmsten Fall ein, dass diese Bewegung zur Feststellung der Überlegenheit der Frauen oder des Matriarchats dient, was, wie wir kürzlich erklärt haben, eine mit nichts motivierte Absurdität ist; und im besten Fall verstehen sie das als Gleichheit der Frau mit dem Mann, aber nach Gleichheit dort zu suchen, wo die Natur den größtmöglichen Unterschied geschaffen hat (Yang -- Yin), kann nur einer typischen Frau in den Kopf eindringen, weil das dem gesunden Menschenverstand widerspricht! Man kann von Gleichheit vor dem Gesetz oder von gleicher mit dem Mann Stellung der Frau sprechen, was eine große Errungenschaft des 20. Jahrhunderts ist, obwohl das verschiedene gesetzte Normen in der Gesellschaft heftig erschütterte, aber das war unvermeidlich, wenn wir von den vielen sozialen Veränderungen und dem weltweit gestiegenen Lebensstandard ausgehen. Aber seien wir uns darüber im Klaren, dass eine wirkliche Gleichstellung der Frau mit dem Mann höchstens dazu führen kann, ihre ... Ungleichheit mit dem Mann zu beweisen!
     Wenn wir über Gleichheit sprechen, allgemein gesehen, bedeutet das auch, dass, zum Beispiel: die Frau auch dem Militärdienst unterworfen sein muss, wenn der Mann ist; der Mann auch mit der Brust zu füttern lernen muss, oder die Frau es aufgeben muss (wo das letztere jetzt zu einem Massenphänomen wurde); dann dass der Mann wie man gebärt lernen muss, wenn die Frau das tut (was, laut Radio Eriwan, noch nicht passiert war, die Experimente aber fortdauern), oder, was einfacher ist, die Frau muss auch aufhören, es zu tun (was, mit der Möglichkeit zur extrauterinen Empfängnis, überhaupt keine Chimäre ist); dass bei Scheidung die Kinder nicht in der Regel der Mutter übergeben werden sollten (wie es aus dem römischen Gesetz folgt), sondern nur die Mädchen zu ihr, und die Jungen -- zu dem Vater (wenn sie älter als etwa drei Jahre sind), wo die Mütter ihren Unterhalt gleichberechtigt mit den Vätern bezahlen sollen; dass die Frauen zusammen mit den Männern männliche Sportarten ausüben müssen; und andere ähnliche Dinge. Mehrere von diesen Dingen sind sogar im Moment, und einige andere in naher Zukunft, möglich, aber der Punkt ist, dass die Frauen dadurch nur ihre weiblichen Vorteile und die Freuden der Mutterschaft verlieren werden, während es sehr zweifelhaft ist, ob sie etwas mehr als neue Verpflichtungen gewinnen werden, welche für sie, aufgrund ihrer noch nicht transformierten weiblichen Natur, schwieriger werden. So dass die Frage hier ist sehr ähnlich zu dieser, was man über den Frosch (aber er ist sie in Bulgarisch) und den Ochsen gesagt wird, nämlich, dass, wenn der erstere den Ochsen zu beschlagen sah, auch sein Bein hob.
     Bislang hat die Emanzipation nur zu einer aktiven Einbeziehung der Frau in das gesellschaftliche Leben geführt (die Demokratie ist, im Prinzip, eine "weibliche" Regierungsform, aber darüber im entsprechenden Essay), wie auch in die Produktivität (während früher ihre Arbeit nicht offen gesehen wurde), doch auch zum Zerfall der Familien (immer noch nicht gänzlich, aber mit offensichtlicher Tendenz in diese Richtung), und ebenso zu häufigerem Ausdruck der Homosexualität (denn wenn die Frau keinen Mann braucht, dann kann er auch irgendwie auf sie verzichten), und zu verschiedenen Paradoxen, hier und da, aber es scheint, dass das mit nichts geholfen hat, um das Leben der Frau wirklich zu entlasten, was das Ziel dieser Aktivität gewesen sein sollte. Und zusätzlich zu allem stellt sich heraus, dass, wenn Gleichheit besteht (oder sogar wenn darüber nur gesprochen wird), auch die emotionale Bindung (verstehe, die Liebe) erheblich abnimmt, weil sie hauptsächlich auf Unterschieden, Gegensätzen, Ergänzungen beruht! Dabei ist nicht die mit der Familie verbundene "philia" gemeint, die ein durch die Umstände gezwungenes Gefühl der Zugehörigkeit zu einer Gruppe ist, sondern die wahre Sympathie, Leidenschaft, Liebe, Bedürfnis, oder Begierde, griechische αγαπη, und so weiter, die niemals zwischen Gleichen entsteht -- aus dem einfachen Grund, dass man das stark will, was man nicht hat; das hängt normalerweise mit dem Geschlecht zusammen, aber nicht immer, und auch dort, oder zumindest im klassischen Fall (und bis jetzt für den einzig anständigen gehaltenen), reduzieren sich die Dinge auch auf "ist - ist es nicht", "1" oder "0". Die Gleichheit kann, wenn sie nicht zu einem kollektiven Gefühl führt (und in der letzten Zeit haben wir begonnen, die kollektiven und kameradschaftlichen Auftritte nicht sehr zu mögen), höchstens zu Rivalität und zu Kampf um die Überlegenheit führen (was nicht ist, und niemals werden könnte, ein Ziel einer heterogenen Gruppe, um nicht zu sagen Familie oder Ehepaar); und selbst in der kollektivsten Gruppe entsteht wieder ein Kampf um die Vorherrschaft. So dass, wenn wir die Unterschiede zwischen den beiden Geschlechtern auslöschen wollen, wir auch auf die Liebe und die Sympathie verzichten müssen, und dann wird uns auch der Sex (als Ersatz für stärkere Emotionen) nicht helfen, weil es dort auch Ungleichheit gibt.
     Nun, die Situation ist nicht völlig hoffnungslos, und es ist zu erwarten (die Hoffnung unterstützt den Mensch), dass der Frauen, nachdem der erste Rausch übermäßiger Freiheit vorübergeht, gelingen wird, zu spüren, wie weit sie kommen sollen, und ob sie etwas von ihrer Gleichstellung mit den Männern profitieren, weil, wie es oben gesagt wurde, die Familie immer noch notwendig ist (bis die Gesellschaft keine bessere Minimaleinheit vorgeschlagen hat), und auch das Patriarchat die beste Form der Herrschaft darin ist. Wichtig ist zu erkennen, dass die Einmischung in dem "Werk Gottes" für Fortsetzung der Art weitaus größere Katastrophen zur Folge haben kann, als die Umweltverschmutzung, und hier muss sehr vorsichtig behandelt werden, und noch besser, wenn überhaupt nichts berührt wird, und uns nur dazu einschränken werden, die schmerzhaften Momente im Leben zu lindern, und die Cäsarian Dinge an Caesar überlassen, die männliche an dem Mann, und die weibliche an der Frau.





ÜBER DIE MENSCHHEIT


     Die Menschheit ist die Gesamtheit der Menschen, die auf unserem Planeten leben, aber ob aufgrund eines ärgerlichen Fehlers Gottes, oder der göttlichen Weisheit, oder dann einer zufälligen Notwendigkeit, diese Menge der Menschen ist extrem getrennt. Die Menschen sind fast so über die Erdkugel verteilt, wie der Weltraumstaub im interstellaren Raum zerstreut ist -- hier und da gibt es ein bisschen mehr als an anderen Stellen, es geben einige Kräfte der Anziehung und Abstoßung zwischen ihnen, ähnlich wie bei der Gravitation, es gibt eine gewisse Ebene der Organisation und Strukturierung, wie in jeder Art von Materie, es gibt Dynamik und Entwicklung, aber alles das ist weit vom Notwendigen entfernt, um über einen Organismus sprechen zu können. Die Verbindungen zwischen den unteilbaren Einheiten, die Individuen genannt sind (individuum auf Lateinisch), sind in einem sehr rudimentären Zustand, und die Menschen sind eine Art intelligenter Terminals -- fähige zu unabhängigen Aktionen, aber auf eine drahtlose Art in der Gesellschaft verbunden --, nur dass sie am häufigsten im "autonomen Modus" arbeiten, und wenn im Körper eines Tieres jedes Organ für sich selbst arbeitet, dann wird dieser Organismus ununterbrochen Defekte zeigen. Und genau das tut unsere Gesellschaft vom Moment des "Abstiegs vom Baum" bis zum Ende des blutigen 20. Jahrhunderts, weil die Menschheit, leider, immer noch nicht gelernt hat, als ganzes Organismus zu leben.
     Man braucht kein besonderes Genie, um zu erkennen, dass die Universalität des Menschen ein zweischneidiges Schwert ist, an deren Klingen wir uns ständig selbst schneiden. Der universelle Mechanismus ist praktisch, wenn verschiedene Tätigkeiten ausgeführt werden sollen, aber er ist in Bezug auf jede von ihnen maximal unwirksam! Das sollte offensichtlich gewesen sein, und wir sprachen über diese Frage im Essay "Über die Schöpfung" (im Teil über den Menschen), so dass ein etwas intelligenterer Gott einen Weg gefunden haben sollte, die Funktionen verschiedener Individuen vom Moment ihrer Geburt an zu prädisponieren. Diese Prädisposition sollte in gewissen Grenzen gewesen sein, um Substitution und Konkurrenz zwischen ihnen zu ermöglichen, aber nicht von jedem mit jedem, wo in der menschlichen Gesellschaft nur im Bereich der Fortpflanzung eine strikte Aufteilung in zwei Klassen existiert, so dass zwei Männer, zum Beispiel, so sehr sie sich anstrengen, keine Nachkommen hervorbringen können. Ohne eine gewisse Festlegung der Funktionen eines jeden Individuums in der Gesellschaft kann es nicht eine gemeinsame Funktionsweise aller innerhalb der Gemeinschaft geben, kann es keinen einzigen Organismus geben, wir sind nicht in der Lage Perfektion zu erreichen. Und das führt uns zu dem Gedanken, dass die Menschheit eine ziemlich neue Sache für die Natur ist (oder Gott, wenn Sie es so besser mögen), und die Dinge erst noch entwickelt und verbessert werden müssen, um das Entstehen und Vererben von einigen wesentlicheren Dingen zu forcieren (welche die rassischen und proprietären Unterschiede zwischen Individuen überschreiten), die auch in Zukunft mehr Harmonie bringen sollen. Aber schauen wir uns nacheinander an: die Gesellschaft (mit ihren Nachteilen), und die Zivilisation (die sie zu überwinden versucht).

I. Die Gesellschaft

     Die Gesellschaft, die durch die egoistischen Interessen ihrer Mitglieder zerrissen wurde, besitzt nicht vielerlei Eigenschaften eines vollständigen Organismus, und aus diesem Grund unterscheidet sich nicht wesentlich von irgendeiner Ansammlung spezifischer Tierarten -- Wölfe, Hasen, Fische, Heuschrecken, usw -- oder genauer gesagt, hat die Merkmale jeder dieser Gruppen (insofern der Mensch ein universelles Tier ist). Insbesondere hat die Gesellschaft nicht

     1. Spezialisierung. Das bedeutet, dass die Gesellschaft keine eigene intrinsische Differenzierung der Aktivitäten hat, durch die jeder Einzelne bereits ab dem Zeitpunkt seiner Geburt weiß, was seine spezifischen Rechte und Pflichten sind und zu welcher Gruppe er gehört, d.h. wer in den Diensten sein wird, wer in der technischen Produktion, wer in der Landwirtschaft, wer wird Kunst schaffen und verbreiten, wer wird die Massen regieren, wer wird sich mit den Wissenschaften befassen, wer mit Sport, wer mit der Erziehung und Ausbildung der Nachkommen, und so weiter. Wenn wir wieder dasselbe Beispiel mit dem Geschlecht verwenden, dann ist dort alles genau und klar, obwohl einige Unterschiede und Ausnahmen offensichtlich existieren, aber sie haben keinen signifikanten Einfluss auf das Bevölkerungswachstum (was das Ziel in diesem Fall ist). Die ideale Lösung hier setzt eine Klassifikation in psycho-physiologische Typen voraus, bei denen die Zugehörigkeit zu jedem von ihnen regelmäßig (etwa in 5 oder 10 Jahren) mit Tests überprüft werden muss, welche sich als gerechtfertigt erwiesen haben. Wenn heute das auch noch im Bereich der Fantasie aussieht, kann es nach einem Jahrhundert Realität werden, zumindest auf der Grundlage gründlicherer Statistiken, ähnlich wie bei den Tierkreisen, die, obschon hauptsächlich "schwarze Magie" sind, in vielen Fällen zwar indikativ sind, weil sie eine kunstvolle Behandlung einiger in der Antike durchgeführter ungenauer Statistiken sind (erinnern wir uns, dass die Konstellationen überhaupt nicht wie ihre stilisierten Bilder aussehen, was besagt, dass nicht die Charaktere durch die Konstellationen definiert werden, sondern die Konstellationen so genannt sind, wegen der Charaktere der unter ihrem Zeichen geborenen Menschen!).
     Diese Idee, wie wir sehen, ist sicherlich nicht neue, und wenn sich die Menschheit das Ziel setzt, sie zu lösen (zumindest mit ausreichender Präzision), dann gibt es keine grundsätzlichen Schwierigkeiten, denn jetzt bezweifeln wir nicht, dass die Gene, sowieso, genau dazu dienen, die Grenzen der Entwicklungsmöglichkeiten jedes Einzelnen festzulegen. In diesem Fall reduziert sich die Aufgabe auf die präzise Entschlüsselung der verschlüsselten Erbinformation, was immense Perspektiven für die persönliche Entwicklung eröffnen würde. Solche Tests müssen vor Beginn jeder Ausbildung durchgeführt werden, und bei der Ernennung zur Arbeit berücksichtigt werden, nur dass sie am Anfang nur einen Empfehlungscharakter haben sollen, bis wir uns, über einen langen Zeitraum, von ihrer Wahrhaftigkeit überzeugen können. Das hätte, natürlich, auch die Gesundheitsversorgung erheblich erleichtert, ebenso wie die Kriminalprävention (in welche Richtung viele Anstrengungen unternommen wurden, aber daraus, dass sie sich als erfolglos erwiesen haben, folgt nicht, dass die Richtung nicht richtig ist). Die Spezialisierung der Individuen bedeutet nicht unmittelbare Unterschiede in ihrem Aussehen (weil man seine Glieder bei seiner Arbeitstätigkeit selten direkt einsetzt), sondern in der Neigung des Individuums zu einer bestimmten Art von Tätigkeit. Die ganze Subtilität besteht darin, dass diese Tests ab einem frühen Kinderalter funktionieren können, wenn nicht vom Uteruswachstum.
     Weiter hat die Gesellschaft nicht

     2. Organisation. Das bedeutet, dass in der menschlichen Gesellschaft nicht klar ist, wer wen regieren muss. Bei den Tieren ist die Frage leicht zu lösen, wenn man das Recht der Stärkeren anwendet, aber bei den Menschen, weil die Stärke verschiedene Aspekte hat -- physische, moralische, ökonomische, intellektuelle, und andere --, bleiben die Dinge ziemlich schlecht und verursachen fast alles Blutvergießen in der Geschichte der Menschheit. Es gibt keine Chancen, dass diese Frage in naher Zukunft gelöst wird, aufgrund der Vorteile der Macht, und natürlich besteht ihre radikale Lösung nur darin, die Privilegien der Macht wegzunehmen, und sie zu einer Art Arbeitstätigkeit wie jede andere zu machen. Es gibt jedoch einige Entscheidungsansätze, da das Management genau eine Wissenschaft für das Management ist (so viel wie dieses, überhaupt als Wissenschaft beobachtet werden kann), aber bis der Manager vom Kapital abhängig ist, und zusätzlichen Nutzen aus der Macht zieht (außer dem Gehalt), wird er kein echter Manager sein. Eine solche Behandlung hat nichts mit dem Adel, oder Rassisten, oder anderen ähnlichen Vorstellungen über die "von Gott gewählte" Klasse oder Nation zu tun, die über eine für alle Mal und durch Erbschaft vorgegebene Aufteilung der Menschen in Herrscher und Regierten predigen; weder Privilegien der einen Gruppe vor der anderen voraussetzt. Das steht auch nicht im Widerspruch zu den demokratischen Tendenzen, dass die Vorteile der Macht von jenen verteilt werden sollen, die nicht direkt von ihnen profitieren (d.h. dass die Regierten ihre Herrscher wählen), sondern erfordert die Aufteilung der Macht zwischen Menschen, die fähig sind, diese Tätigkeit auszuführen.
     So sehr diese Frage noch im Bereich der Phantasie bleibt, hindert uns nichts daran, eine solche Entscheidung zu treffen, nämlich: das gesamte taktische Management, d.h. bei gegebene Gesetze und konkrete strategische Ziele, in die "Hände" der künstlichen Intelligenz zu legen, die keinen Grund hat, egoistisch oder parteiisch zu sein. In diesem Fall wird jedes Mitglied der Gesellschaft von Geburt an wissen, dass es (er oder sie) nicht geboren ist, um zu herrschen, und dann bleibt ihm nichts anderes übrig, als zuzuhören und zu gehorchen -- so einfach wie genial, nicht wahr? In jedem Fall kann es keinen Organismus geben, in dem die Frage der Überlegenheit des einen oder anderen Organs nicht im Voraus entschieden ist. Wenn wir eine Metapher aus der Zoologie verwenden, kann gesagt werden, dass die menschliche Gesellschaft als Ganzes praktisch kein Nervensystem hat, und den Quallen oder Würmern ähnelt, die einige Organisationsanfänge haben, da sie sich in eine bestimmte Richtung bewegen können, aber sie ist am häufigsten zufällig gewählt, oder das ist die Richtung des geringsten Widerstandes! Verschiedene kleinere Gruppen von Menschen, wie Stämme, Nationen, oder Staaten, haben einen höheren Organisationsgrad, können Ziele setzen und diese erreichen, aber die gesamte Gesellschaft hat das noch nicht gelernt, und zwar aus dem einfachen Grund, dass sie keine von Natur aus vorherbestimmte Organisation oder Struktur hat. Das ist ein äußerst wichtiger Moment, und bis eine Lösung gefunden ist, wird die menschliche Gesellschaft (wie auch jede andere Tiergemeinschaft) die Ähnlichkeit mit den Quallen beibehalten, aber Nichts wirklich menschliches zeigen.
     Und lassen Sie uns daran erinnern, dass das Regieren nicht immer hierarchisch sein muss, sondern dass es auch eine Heterarchie, oder Aufteilung der Macht nach dem Gebiet der Regierungsgewalt, gibt, oder auch zeitliche Abwechslungen, oder gemeinsame Abstimmung über verschiedene Fragen, oder zufällige Wahl mit Ziehung eines Loses, und andere Varianten. Wichtig ist, dass das ein für alle Mal in der Gesellschaft entschieden wird, und nicht: es sind kaum ein Paar Jahrhunderte vergangen und wir müssen Revolutionen durchführen (d.h. die Dinge umzukehren, oder die Gesellschaft auf den Kopf zu stellen; aus dieser Wurzel kommt das Wort Revolver). Die Revolution ist der gröbste Weg, um Veränderungen in der Gesellschaft herbeizuführen, und sie spricht nur von der Unfähigkeit des bestehenden Systems; sie gibt keine Garantie für die Vernünftigkeit der neuen Ordnung, und schlägt auch keinen vernünftigen Übergang dazu vor! Die heutige Demokratie wirft dem Volk mit ihrer Prahlerei hauptsächlich "Staub in die Augen", aber es ist nur eine vorübergehende Entscheidung, die nicht neu ist (sondern aus 26 Jahrhunderten stammt), und einen Kompromiss der klassischen griechischen Demokratie mit der diktatorischen Herrschaft darstellt (siehe "Über die Demokratie"). Die Tatsache, dass wir heutzutage zu etwas von so viel Zeit früher zurückkehren, führt uns zu der Schlussfolgerung, dass das viele Mängel hat, so dass die Frage damit überhaupt nicht gelöst ist, sondern offen bleibt! Dennoch ist es einfacher, diese Sache in einem bestimmten Land zu lösen, wo für die Menschheit als Ganze das Chaos fast das gleiche ist, wie in der Zeit des alten Babylons.
     Dann hat die Gesellschaft auch nicht

     3. Vernünftigkeit. Es ist gemeint, dass die Vernünftigkeit des Verhaltens der Gesellschaft, zumindest bis jetzt, niedriger als das durchschnittliche Niveau der Individuen, die es bilden, war (was eine apriorische und schwer zu beweisende Behauptung ist, aber höchst plausibel aussieht), und, natürlich, viel weniger als das seiner intelligentesten Mitglieder! Mit anderen Worten, wir können sagen, dass die Gesellschaft das Gesetz zur Verminderung der Vernünftigkeit, oder Erhöhung des Chaos, erfüllt, aufgrund dessen die große Menge von Menschen trifft, in der Regel, die "dümmste" Entscheidung! Hinzu kommt, dass dieses Gesetz wesentlich von der Anzahl der Menschen abhängt, wo solche kleinere Gruppe manchmal die richtige Entscheidung noch treffen kann, aber asymptotisch, mit der Zunahme der Gemeinschaft auf Hunderte und Tausende (um so mehr zu Millionen), führt ihre Heterogenität zu einer allmählichen Unterdrückung der Stimme der Vernunft, oder zu ihrer "Verrauschen", in einer technischen Sprache. Wenn wir in die andere Richtung gehen, d.h. zur Verkleinerung der Gruppe von Menschen, werden wir auch eine gewisse Verminderung der Vernünftigkeit ihrer Entscheidungen bei sehr kleinen Gruppen (von ein bis zwei Personen) feststellen, was jedoch auf das niedrigere Durchschnittsniveau der Individuen zurückzuführen ist, nicht auf die Wirkung der Gruppe. Das führt uns zu der Schlussfolgerung, dass es eine optimale Anzahl von Personen gibt, die richtige Entscheidungen treffen können, und diese Anzahl stimmt mit der, hmm, ... Anzahl unserer Finger überein (möglicherweise auch der Zehen)! Wir können diese Regel Gesetz der kleinen Zahlen nennen, und es ist leicht mit der Fähigkeit der menschlichen Psyche zu erklären, weshalb man sich gewöhnen kann, nur mit einer kleinen Anzahl von Personen gut zu arbeiten (oder je besseres Niveau der Bekannten wir zu besichtigen wollen, desto kleinerer soll der Kreis von Menschen sein, in dem wir suchen sollen). Wie dem auch sei, das ist allgemein bekannt und deswegen werden die meisten Kommissionen in einer Anzahl von 10 bis 15 Personen ausgewählt. Leider überschreitet die Gesellschaft diese optimale Zahl bei weitem, und deshalb ist die Vernünftigkeit ihrer Entscheidungen praktisch unerreichbar.
     Wenn wir versuchen, die Ursachen für diese Unterdrückung der Vernunft der Massen zu finden, werden wir noch einmal zu der Wurzel des Bösen kommen, d.h. zu der Autonomie des Individuums, welches, um seinen freien Willen zeigen zu können, eine gewisse Überzeugung in seinen Entscheidungen haben muss. Aber diese Überzeugung kann man, entweder durch die Vernunft, oder durch das ungerechtfertigte Selbstwertgefühl (d.h. durch den Mangel an Vernunft) bekommen, wenn wir hier nicht die Instinkte (oder den "Ruf der Wildnis") einmischen, die auch bei den Tieren existieren, und wir betrachten hier, immerhin, die menschliche Gesellschaft. Das ist eine ganz elementare, und, sicherlich, aus Sicht des Schöpfers, richtige Entscheidung, aber wenn wir die Dinge auf der Ebene des Einzelnen Menschen beobachten, während auf der Ebene der gesamten Gesellschaft schafft das große Probleme. Und wirklich, wenn die elementaren Menschen, die keine besonderen Denkfähigkeiten besitzen, ihrer Unfähigkeit richtige Entscheidungen zu treffen bewusst wären, dann hätten sie permanent unter dem Minderwertigkeitskomplex gelitten, und aus diesem Grund, wenn einer sein Handeln nicht logisch rechtfertigen (oder die Aktionen der anderen erfassen) kann, handelt er einfach so, wie er es für angemessen hält, und bestreitet die logischen Überlegungen. Das ist, im allgemeinen Fall, nicht ungerechtfertigt, da die Logik des gewöhnlichen Menschen oft ungenau ist, so dass selbst dann, wenn er sich immer auf sie verlassen hätte, wären seine Fehler keine Seltenheit gewesen. Jedenfalls, je einfacher einer ist, desto mehr verteidigt er seine Fehler, weil sie seine eigene sind und er besteht auf ihnen (siehe auch "Über die Demokratie"), und aus diesem Grund haben die einfachen Leute immer ihre großen Persönlichkeiten zum Schweigen gebracht. Aller Wahrscheinlichkeit nach scheint das ein unüberwindbarer Widerspruch zu sein, und jede Lösung kann nur ein Kompromiss sein, aber eine solche Lösung ist notwendig, um die Gesellschaft zu etwas mehr als, zum Beispiel, einem Heuschreckenschwarm zu machen, denn wenn es ein menschliches Merkmal gibt, das ihn von den Tierarten unterscheidet, dann sollte das die Vernünftigkeit seines Verhaltens gewesen sein, und das vernünftige Kriterium muss, natürlich, das minimale Maß an Leiden und Grausamkeiten im menschlichen Leben sein. Aus der Sicht der Natur wäre das auch vernünftig, da der Zweck des Lebens darin besteht, das Leben fortzusetzen, und wenn das mit weniger Verschwendung von biologischem Material geschehen kann, dann ist das eine ökonomischere Lösung, und, daher, vorzuziehen.

II. Die Zivilisation

     Die Zivilisation hat sich in ihrer Entwicklung unablässig bemüht, die im vorigen Kapitel erläuterten "Nichts" in der Gesellschaft zu überwinden, d.h. die mangelnde Spezialisierung, Organisation, und Vernünftigkeit in der Gesellschaft, die Folgen der mangelnden Vorbestimmung der Individuen sind, und hat versucht und versucht noch, die Gesamtheit von Menschen einem vollständigen Organismus näher zu bringen (und lassen Sie uns sagen, dass in diesem Kapitel wir eine kollektive Bedeutung des Wortes "Zivilisation" verwenden werden, d.h. alle vorherigen Zivilisationen). Das ist ihr, natürlich, nicht gelungen, sei es wegen des niedrigeren Niveau des Wissens, das wir erreicht haben, sei es wegen der schwierigen zur Lösung Widersprüche zwischen der Gesellschaft und dem Individuum, die in jedem von uns gesteckt sind. Die Experimente gehen jedoch weiter, und werden weiter gehen, bis diese stolze zweibeinige Kreatur, die sich intelligente nennt, existiert, denn das Leben ist ein zufälliges Experiment im Universum, dessen einzige Bedeutung zu sehen ist, ob ... andere Experimente durchgeführt werden sollen.
     So fordert die Zivilisation, zum Beispiel, in ihren Bemühungen nach einem gesamten Organismus, die Notwendigkeit von Ausbildung, und das nicht nur als Weg zum Verständnis der Welt, sondern auch als Mittel zur Spezialisierung (d.h. Einschränkung) der Individuen, um eingehendere Kenntnisse in einem bestimmten Bereich zu erhalten. Die Zivilisation erfordert auch eine gewisse Organisation in der Gesellschaft, die das Nervensystem der Organismen simulieren und die Individuen dazu zwingen muss, nicht nur das zu tun, was sie allein wollen, sondern auch das, was für alle Menschen nützlich ist. Seit antiken Zeiten, jedoch, war die radikale Organisationsmethode bekannt, die auch zwischen den Tieren besteht, nämlich: das Recht der Stärkeren, oder die Zentralisierung der Macht in einzelnen Händen, oder die hierarchische Form des Regierens; wie waren auch die Nachteile dieser Methode bekannt, und deshalb wurden andere Formen gesucht, die nicht so militärisch sind. Das sagt uns, in der Tat, der bloße Name "Zivilisation", was eine zivile Regierungsform, mit Spezialisierung und Gewaltenteilung, wo das möglich ist, bedeutet. Die Zivilisation erlegt auch eine Vernünftigkeit in der Gesellschaft auf, die, soweit das möglich ist, größer als die verrauschte Vernünftigkeit der Schar sein muss, und die Erfahrung und Schlussfolgerungen der größten Köpfe ihrer Zeit enthalten muss. Zu diesem Zweck entdeckt und verbreitet sie die Religionen, die, durch eine oder andere Form der Täuschung, es schaffen, die Massen dazu zu bringen, ein wenig aus ihrer eigenen Haut herauszuspringen, und sich als Teil der gesamten Schöpfung zu fühlen. Dank der Zivilisation werden auch die Künste entwickelt, die eine intellektuelle Beschäftigung für die Menschen, und Methoden zur Vermeidung ihrer bloßen tierischen Instinkte, und ebenfalls zur Verschönerung ihres Lebens, vorschlagen. Es werden auch entwickelt: die Wissenschaften, als Quintessenz des menschlichen Intellekts, der Sport, als Kult zur körperlichen Schönheit und Perfektion, und andere Dinge.
     Die Zivilisation, allgemein gesagt, ist das einzige Ding, das es schafft, die menschliche Gesellschaft zu etwas verschiedeneres als die Gesamtheit aller Tiere gegebener Art zu machen, nur dass sie zu viele Mängel hat, um sie für Etwas gut gemachtes zu halten! Wenn wir zur Etymologie des Wortes zurückkehren, müssen wir zugeben, dass es bis heute keine wirklich zivile Regierungsform gibt, weil es keinen Staat oder keine Gemeinschaft gibt, in der es keine Armee und keine Kräfte zur Aufrechterhaltung der inneren Ordnung gibt, die überhaupt nicht zivile Strukturen sind, sondern militärische. Darüber hinaus werden die gegenseitigen Beziehungen zwischen den Ländern weiterhin aus der Position der Macht bestimmt, obwohl diese Macht nicht immer militärisch ist, sondern auch, beispielsweise, ökonomisch sein kann. Die ideale Zivilisation muss, offensichtlich, ein einziger weltweiter Staat sein, mit seinem unveränderlichen Regierung, die den Status quo (d.h. die Stagnation) beibehält, was mit einer ausreichenden Dosis von Intellekt (nicht unbedingt menschliches) durchgeführt werden muss, in welchem Staat eine genaue Spezialisierung der Tätigkeiten nach den genetischen Gegebenheiten der Menschen erfolgen muss, und welcher darauf anstreben muss, ein Gleichgewicht für alle biologischen Arten und eine Harmonie mit nicht lebendiger Materie zu behalten. Die Hauptanstrengungen der heutigen demokratischen Regierungsform, jedoch, liegen nicht in der Richtung der Einheitlichkeit der Menschheit, sondern in der Richtung ihrer Zersplitterung in autonome Einheiten, verbundene mit Versuchen für Minimierung ihrer Konfrontation, d.h. nicht zu Strukturierung, sondern zu größeren Freiheitsgrad der Gruppen (Staaten) und Individuen, was nicht Bewegung in der richtigen Richtung ist! Das erklärt sich mit der Tatsache, dass die demokratischen Freiheiten hauptsächlich von den stärkeren und stärker entwickelten Ländern, sowie von den Herrschern in einem gegebenen Land, propagiert werden, in welchem Fall verteidigen sie, unvermeidlich, die Interessen ihrer Gemeinschaften, und nicht die, der gesamten menschlichen Gesellschaft.
     Nach diesen allgemeineren Überlegungen über die Zivilisation werden wir uns auf einige genau definierte Themenbereiche ihrer Tätigkeit konzentrieren und ihre konkreten Probleme und möglichen Lösungswege diskutieren. Viele der Thesen mögen aus Sicht unseres Alltags fantastisch erscheinen, aber bei solchen globalen Problemen haben wir kein Recht, uns auf die aktuelle Realität zu beschränken, sondern müssen eine weitere allumfassende und von dem Ziel ausgehende Sicht auf die Natur der Dinge anwenden. Wir werden mit der heutigen

     1. Medizin beginnen. Sie ist weit entfernt von ihrem Ziel: die Leiden des menschlichen Körpers zu beseitigen, wobei ihm eine moderate Art der Abnutzung oder des Alterns anbietet, und alle seiner verborgenen Fähigkeiten offenbart. Das muss die Etymologie des Wortes sein, dessen lateinische Wurzel "medi" ist, was "Mitte" bedeutet, und was unter dem Einfluss der altgriechischen Ansicht über die Mäßigung in allem geformt werden muss. Trotz der Tatsache, dass die heutige Medizin ihrem Niveau von vor, zum Beispiel, zwei Jahrhunderten weit voraus ist, schlägt sie immer noch nicht die vernünftigste Lebensweise vor, entsprechend den Eigenschaften des einzelnen Individuum, natürlich. Die Hauptkraft der Medizin beruht heutzutage auf der Kraft der Medikamente, aber diese Kraft ist ein zweischneidiges Schwert, und die Frage ist nicht, wie man mit den Krankheiten kämpfen sollen, sondern wie wir sie verhindern können, oder den Organismus dazu bringen, sie allein zu bekämpfen, nachdem wir sie schon erfassen haben. Die meisten Siege der Medizin bestehen darin, die von der Zivilisation gebrachten Krankheiten zu beseitigen, oder zumindest diese, die durch ihren eigenen Verschulden weit verbreitet wurden! Die Massenepidemien, mit denen wir in den letzten ein Paar Jahrhunderten fertig geworden waren, haben ihren Ursprung in den Zeiten Babylons, wenn sie wegen der unvernünftigen Aggregation von großen Menschenmassen an einem Ort entstanden waren, und waren, sicherlich, zur Zeit des Höhlenmenschen, zum Beispiel, nicht so weit verbreitet. Das heutige AIDS erhält auch im Zeitalter der Massenkommunikation und der promiskuitiven sexuellen Kontakte eine besondere Ausdehnung (obwohl der inner-stammliche Geschlechtsverkehr seine eigenen Nachteile gehabt hat). Und was ist über die Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bösartigen Tumoren zu sagen, die für mehr als die Hälfte der Todesfälle verantwortlich sind? Früher waren die Menschen, zum Beispiel, von einem Schnitt in den Finger gestorben, aber heute sterben sie einfach, weil sie in den Städten leben, nicht zwischen der Natur! Der schädliche Einfluss der Zivilisation auf die Gesundheit der Menschen ist völlig vergleichbar mit dem positiven Beitrag der Medizin, so dass die Menschen, im Großen und Ganzen, immer noch nicht das erlaubte ihnen Jahrhundert Leben erleben können. ( Übrigens wurde das russische Wort "tschelowek", was "Mensch" bedeutet, nach der am häufigsten verwendeten Volksetymologie, auf die folgende Weise gebildet: aus der Kombination der Wörter "tschelo"-Stirn, das im heutigen Russisch nicht existieren kann, aber in den slawischen Sprachen existiert, wohin es aus dem Lateinischen gekommen war, weil es im Italienischen und in der Musik zu finden ist -- cello --, und die Russische Sprache sehr nahe der lateinische in ihrem Wortschatz und ihrer Grammatik ist, plus dem Wort "wek"-Jahrhundert, was uns sagen soll: zu jeder Stirn ein Jahrhundert. )
     Die durchschnittliche Lebenserwartung hat sich im 20. Jahrhundert sicherlich stark erhöht, was vor allem auf die wirklich fantastische Verringerung der Kindersterblichkeit in den zivilisierten Ländern, sowie auch auf die deutliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen, zurückzuführen ist, und das sind große Errungenschaften der Medizin, die wir nicht ignorieren sollten. Zur gleichen Zeit, aber, solange die Chirurgie ein beschädigtes Organ ausschneidet und es nicht heilt oder ersetzt, wird die Medizin weit vom Ziel entfernt. Aber die Eidechse kann ihren herausgerissenen Schwanz wachsen lassen, nicht wahr? -- daher gibt es einige versteckte Mechanismen auch in unseren Genen, und wir sollten in der Lage sein, uns selbst neue Hände oder Füße wachsen zu lassen! Das Gleiche gilt auch für die Stomatologie, die noch nicht gelernt hat, wie man den Organismus dazu bringen kann, an der Stelle des kranken oder des gefallenen einen neuen Zahn zu produzieren -- wenn das einmal in unserem Leben passiert, dann kann das auch ein zweites Mal passieren! Das Nikotin und der Alkohol sind wohlbekannte Gifte für den Organismus, aber die Medizin hat immer noch keinen Ersatz für sie gefunden, d.h. etwas so unschädliches wie sie (was die Psyche fast nicht beeinflusst, im Gegensatz zu größer Menge moderner Medikamente), aber was fast sofortiger Effekt hat; und dieser Effekt ist breit gefächert (breitspektrum), was bedeutet, dass wenn wir schlafen wollen, eine Zigarette (oder ein Glas Wodka) uns schläfrig machen wird, aber wenn wir wichtige Arbeit zu erledigen haben, erhöht dieselbe Dosis unsere Arbeitsfähigkeit -- weil das natürliche Produkte sind, die den Organismus dazu zwingen, mit der Situation allein fertig zu werden, sie blockieren nicht seine Bemühungen, wie der größere Teil der Medikamente! Die langlebigen Menschen (über 100 Jahre) sind heute kaum (in Prozent) mehr als vor 10 - 20 Jahrhunderten, und das nicht, weil sie die Dienste der Medizin in Anspruch nehmen, sondern unabhängig davon, oder sogar trotzdem. Heutzutage liegen die Hauptverdienste der Medizin in der massiven Verlängerung der Lebenszeit der Menschen, was jedoch die Überbevölkerung der Erdkugel (siehe "Über die Population") nur erhöht, und in vielen Fällen leidet man nur länger (insbesondere in der Nähe des Endes unseres Lebens), was die Frage "Über die Nachteile der Vorteile" auf die Tagesordnung setzt.

     2. Die Jurisprudenz, oder die Justiz, ist eine Art Missverständnis der Zivilisation, weil ihr Ziel darin bestehen sollte, die Entwicklung und Anwendung von gleichen für alle Regeln zu sichern, um die Gesellschaft vor für sie schädlichen Elementen zu schützen, sowie die Verbrechen zu verhindern, aber wenn man die Absurdität der gegenwärtigen Gerechtigkeit betrachtet, kommt man unwillkürlich zu dem Schluss, dass die alten Monarchen, die ohne welche auch immer Gesetze urteilten, in vielen Fällen gerechtfertigtere Entscheidungen getroffen haben, als die, die in den heutigen Gerichtsverfahren beobachtet werden. Wenn jemand eine Straftat oder ein Verbrechen begeht, liegt das nicht daran, dass er nicht weiß, was richtig und was nicht ist -- er kennt möglicherweise nicht den Wortlaut des Gesetzes, aber er kennt sicherlich seinen Geist (sonst wären die Gesetze, zumindest heutzutage, studiert worden, noch bevor die Kinder lesen und schreiben gelernt haben) -- aber weil er hofft, "zwischen den Tropfen" zu laufen, d.h. die anderen auszutricksen, und dann ist die Rechtsprechung nur "Korn für diese Mühle", wodurch die Justiz begünstigt wird! Wenn jemand persönlich urteilt, dann vertritt (oder falsch darstellt) er sich selbst dadurch, und wenn er nach vorbereiteten Gesetzen urteilt, dann er, in der Tat, urteilt nicht, sondern erhält nur sein Gehalt für die Einhaltung eines bestimmten (und gut bezahlten) Verfahrens.
     Es ist, sicherlich, klar, warum es zu dieser Trennung des Richters von der eigentlichen Entscheidung gekommen ist -- alle Menschen sind Egoisten (oder Sünder, wenn wir die religiöse Terminologie verwenden), und wenn so, dann ist es besser darüber zu entscheiden, was die Bestrafung sein muss, bevor der konkrete Verstoß bekannt ist, als über die Bestrafung nur aufgrund der gegebenen Situation und Persönlichkeit des Täters zu urteilen. Logisch betrachtet ist das eine richtige Entscheidung (d.h. die Idee ist verständlich und richtig), aber sie ist in der Realität einfach nicht richtig umgesetzt, denn wenn der Richter nicht an der Klage beteiligt sein darf, darf er auch nicht wissen, wen er beurteilt, und umgekehrt -- der Täter darf nicht wissen, von wem er beurteilt wird! Die Themis ist nur auf Bildern mit verbundenen Augen dargestellt, aber haben Sie jemals einen Richter mit Augenbinde und Gesichtsmaske gesehen? Er kann, höchstens, eine Perücke anziehen, von größerer Eitelkeit, nicht aber um unbekannt zu bleiben. Außerdem, wenn die Wahrheit gesucht werden soll, muss sie unabhängig von materiellen Vorteilen gesucht werden. Aber warum dann dürfen bezahlten Anwälte sich an den Klagen beteiligen (und genau von der interessierten Partei, und im Zusammenhang mit der konkreten Klage, bezahlt)? Und noch etwas mehr: wenn nicht jeder konkrete Fall vorher in die Gesetze aufgenommen werden kann, sondern nur typische Tatbestände genannt werden können, wo die Schuld im konkreten Fall während des Gerichtsverfahrens festgestellt wird, dann muss das entscheidende Wort einer zufälligen Auswahl der Bevölkerung gegeben werden, nicht bezahlter Offizieren. Aber auch in den Ländern, nach deren Gesetz Juroren für jeden Fall aus den Reihen des Volkes ausgewählt werden, können sie von jeder der Parteien abgelehnt werden, und das ist jetzt keine zufällige Wahl, sondern eine Parodie davon; oder es wird nach einer einstimmigen Entscheidung gesucht (zum Beispiel in den Mordfällen in den USA), und das ist keine natürliche Situation, und sie führt zu einer erzwungenen Entscheidung. Objektiv betrachtet scheint es, dass der einzig positive Element in der heutigen Rechtsprechung die Konzeption ist, dass Staatsanwälte die Interessen der Menschen verteidigen, weil dort die merkantile Überlegungen auf ein Minimum reduziert sind.
     Jedenfalls sind die Wege zur Verbesserung der Dinge klar, so dass lassen Sie uns zuerst sagen, was in naher Zukunft getan werden kann -- das ist die Einführung einiger bedingt freier, d.h. im Voraus bezahlter, rechtlicher Versicherung, in der gleichen Weise wie es Kranken- und Arbeitsversicherungen gibt, und die Anwälte beider Parteien sollen von den Justizbehörden nach einer festgelegten Prozedur bestimmt werden. Wenn die Anwälte nur eine Art "Übersetzer" von der natürlichen Sprache zu dieser der Gesetze sind (add + voce, auf Lateinisch, oder voice auf Englisch, d.h. eine Art Megafone), und nicht Mechanismus für Gewinnung von persönlicher finanzieller Vorteile für jede der Parteien (wie die Situation in den zivilrechtlichen Fällen in dem Moment ist), wird das eine völlig rechtmäßige Entscheidung (und in den kriminellen Fällen auch) sein. Allein die Tatsache, die jeder Anwalt bestätigen kann (ganz zu schweigen von dem gemeinen Volk), dass der bessere Anwalt die Klage gewinnt, bedeutet, dass das Ziel des Verfahrens nicht die Feststellung der Wahrheit ist, sondern der persönliche Kampf (um davon zu profitieren) der Anwälte, wie auch jeder der Parteien der Klage. Wenn das hier vorgeschlagene noch nicht in die Praxis umgesetzt ist, liegt das nur daran, dass die Gesetze von Juristen gemacht werden, und sie nicht so albern sind, "den Ast zu schneiden", auf dem sie sitzen! Die Richter müssen auch einfach als Vorsitzende des Gerichts bezeichnet werden (oder als Pförtner, wenn Sie wollen), weil sie nicht selbst beurteilen, sondern nur die Einhaltung der Regeln überwachen. Zusammen mit diesen Maßnahmen muss in allen Fällen, in denen das möglich ist, das Gerichtsverfahren vereinfacht werden, und nur durch Richter ersetzt werden, jedoch ohne Anwälte, und sogar mit einigen Computersystemen (was in einigen Ländern bereits anfängt, getan zu werden) -- es geht um Geldbußen, Scheidungsverfahren, und sogar finanzielle und andere Zivilverfahren in erster Instanz. Die letzte Instanz muss, in jedem Fall, ein nationales Gericht sein, bei dem die entsprechende Anzahl (z.B. 7, 11, 15, oder 21) von Geschworenen aus einem signifikant großen Pool gewählt wird, jedoch am Tag der Klage und in zufälliger Weise, die genau ihr Wort zu jedem Punkt aus den vom Vorsitzenden formulierten Anklagen sagen sollen, und die Entscheidung, die anonym zu behalten ist, durch Abstimmung und /oder Mittelung der Stimmen (zusammen mit ihrer eventuellen Wägung, wenn mehrere Optionen vorhanden sind) zu treffen ist.
     Die zukünftige Tendenz muss darin bestehen, den Menschen zunehmend aus den Gerichtsverfahren wegzuwerfen, und zumindest in niedrigeren Instanzen durch künstliche und unparteiische Intelligenz zu ersetzen. Der Vorsitzende des Rechtsstreits muss, wenn und wo er ein Mensch ist, maximal von den Parteien getrennt sein, wobei sie sich, weder sehen, noch hören oder kennen, sondern über einige Terminals in verschiedenen Räumen kommunizieren, und es sollte sogar nicht erlaubt sein, ihre echten Namen zu verwenden, sondern einige bedingte Namen wie "Angeklagte", "Ankläger", "Zeuge_No1", und so weiter. In höheren Instanzen, wo die Entscheidungen von zufällig gewählten Juroren getroffen werden müssen, dürfen sie auch den Parteien der Klage nicht bekannt sein, und müssen anonym bleiben. In besonders schwerwiegenden Fällen muss als letzte Instanz auch eine computergestützte Prozedur für landesweite Abstimmung (nach den Punkten der Anklage) über Telefonkarten oder über ein Terminalnetz bereitgestellt werden. Das sind Dinge, die nach etwa einem halben Jahrhundert überall realisierbar sein werden, wenn die Zivilisation die richtige Entscheidung trifft, ob die Gerichte nur spektakuläre Ereignisse für die Menschen bleiben sollen, von denen jede Partei und die Justizbeamten persönlichen Nutzen ziehen, oder verpflichtet sind, Instrumente für unparteiische Verurteilung von asozialen Handlungen und Straftaten zu werden.
     Die andere Variante besteht darin, ein wirklich richterliches Gericht zu führen, aber ohne Gesetze und Strafen -- für leichtere Verstöße -- etwas, was wir unter dem Totalitarismus als "Kameradengerichte" bezeichneten (nicht, dass sie viel Arbeit geleistet hatten, weil die Leitideen der Partei und die deformierte Auswahl der Menschen, oder die Meinung des manipulierten Volkes, in ihnen völlig durchdrungen waren). Wie auch immer, das ist keine fiktive Idee und kann auch von Terminals ausgeführt werden, so dass die Person, ebenso wie ihre Richter, anonym bleiben können. Auf diese Weise werden wir eine Variante des Geständnisses haben, das seit Jahrhunderten von einigen Kirchen verwendet wird, und, daher, für den Täter psychologisch völlig gerechtfertigt ist; und was die Rolle der Beichtväter betrifft, können wir sicher sein, dass es immer genug Leute geben wird, die in diesen Kreis aufgenommen werden wollen, weil die Leute sehr neugierig (nicht wissbegierig) sind, und alles, was geheim ist, für sie interessant sein wird. Auch hier keine Hindernisse, außer dem Wunsch der Menschen.

     3. Das Regieren der Gesellschaft ist der Hauptstolperstein, über den die Zivilisation seit Jahrtausenden stolpert, denn es ist klar, dass wir nicht ohne eine starke Zentralregierung auskommen können, wie auch nicht ohne Rückmeldung (Feedback) von der Seite des Volkes, jedoch alle Formen haben, zusammen mit ihren Vorteilen, auch ihre Nachteile. Es ist klar, dass hier ein Kompromiss gefunden werden muss, denn sonst wird der Mittelpunkt ... wieder erreicht, aber in der Zeit, d.h. durch den unaufhörlichen Wechsel der einen Form mit der anderen (etwas, das dem Muskelzittern der alten Leute sehr ähnlich ist)! Die heutige Demokratie ist eine solche Kompromissvariante, aber sie hat zu viele Mängel, auf die wir hier jedoch nicht eingehen werden, da sie im Essay "Über die Demokratie" ausführlich erörtert werden. Das zukünftige Management der Gesellschaft wird in jedem Fall eine Form der Demokratie sein, aber es sollte nicht eine Dosis künstlicher Intelligenz ausgeschlossen werden. So, und lassen Sie uns jetzt zu der

     4. Ausbildung gehen, die eine enorme Errungenschaft der Zivilisation ist, aber zwei widersprüchliche Aspekte aufweist, nämlich: Erweiterung unseres Wissens über die Welt, in der wir leben, sowie Einschränkung der Betrachtung in einem bestimmten engen Objektbereich, im Hinblick auf seinen eingehenderen Studium! Das ist kein Paradox, sondern eine elementare Folge der Beschränkung unserer Möglichkeiten. Wir möchten Sie daran erinnern, dass das Wort "Scholastik", das vor langer Zeit negative Meinung erreicht hatte, aus dem lateinischen (und altgriechischen) Wort für Schule (oder school auf Englisch, oder schkola auf Russisch, usw.) stammt, und uns nur etwas, was in der Schule gelernt werden kann, sagt; es ist wahr, dass die ersten Schulen in den Klöstern waren, aber die Missachtung einer solchen Art von Wissen kommt überhaupt nicht von den Positionen des Atheismus, sondern von der Wahrnehmung über die Nutzlosigkeit und Begrenztheit vieler Bildungsdisziplinen, und betont, dass nicht immer der "Gelehrte" der Richtige ist. Jedenfalls denkt die unvoreingenommene Kinderpsyche in vielen Fällen rationaler als Menschen mit einer gewissen Ausbildung, und je höher die Ausbildungsniveau ist, desto eingeschränkter und professionell deformierter werden sie in ihrer Denkfähigkeit, während es Fällen von einigen Autodidakten mit breiteren und wahrhaftigen Kenntnissen über das Leben ganz nicht selten gibt. Ich kann hier nicht widerstehen, den bekannten Aphorismus von Oscar Wilde zu zitieren, der sagt: "Das, was gelernt werden muss, kann nicht gelernt werden, und das, was gelernt werden kann, ist nicht viel wert, gelernt zu werden!". ( Es ist gemeint, dass das, was man wissen möchte -- sagen wir, welches Los in einer Lotterie zu kaufen, um zu gewinnen, oder welches Mädchen zu heiraten, um glücklich zu werden, oder zu welcher Partei festzuhalten, um Erfolg im Leben zu haben, usw. --, unmöglich zu lernen ist, und das, was gelernt werden kann, ist schon bekannt, und es lohnt sich daher nicht, seinen Kopf damit zu füllen. ) In diesem Sinn besteht überhaupt keine Gefahr (wenn einer von Ihnen sich darüber Sorgen gemacht hat), dass die Ausbildung die Menschen sehr klug machen wird (gebildet -- ja, aber das ist nicht dasselbe), was zum größten Teil ist richtig, denn in einer Gesellschaft muss eine vernünftige Proportion von der intelligenteren oder weisen Männer zu den mittelmäßigeren, auch wenn mit tertiärer Ausbildung in einem bestimmten engen Bereich, gehalten werden.
     Das, was in der Schule oder der Universität gelernt wird, sind hauptsächlich einige Fakten, die es dem Studenten ermöglichen, sich mit einer beruflichen Gruppe oder einer "Herde" zu vereinen, denn genau das zeigt die Analyse des englischen Wortes "student", welches gebildet aus der Verschmelzung von stud + end war, wobei eine der Bedeutungen des ersten Wortes eine Herde speziell von Pferden ist (welches Wort ist allgemein slawisch, stado, und teutonisch, woher ihre heutige Stute ist). Mit anderen Worten, der Student ist wie ein junges Pferd (oder eine junge Stute), das noch nicht gelernt hat, mit der Herde zusammenzulaufen, und deshalb er irgendwo am Ende ist; obwohl das zweite Wort nur ein Suffix sein kann, weil das fragliche Wort studiosus im Lateinischen ist. Oder anders: wenn wir versuchen (besser auf slawisch) das Deutsche "studieren" als "stadieren"-Herde-machen zu übersetzen, werden wir uns ganz nicht irren! Und das, was die Menschen brauchen, ist die Fähigkeit, richtig zu denken, aber das Denken ist ein Rätsel und ein Geheimnis für uns (siehe "Über den Intellekt"), und wir können seine Geheimnisse nicht bis zum Ende erfassen, wir versuchen es nur (hauptsächlich durch das Mathematikstudium in der Schule). Aus diesem Grund wird das Ziel der Ausbildung, uns mit bestimmten Fakten zu "pumpen", um in der Lage zu sein, einen bestimmten Fachjargon zu verstehen, und als Instrument für Selektion nach den Gegebenheiten eines jeden Menschen zu dienen; auf diese Weise muss jede Form von Ausbildung betrachtet werden, auch die obligatorische. Überprüfung der Denkfähigkeiten, wo das möglich ist, ist und wird durchgeführt, aber es mangelt, leider, an Unterricht im Denken, da nicht klar ist, wie das zu machen ist.

     5. Die Wissenschaften sind der Kern der Zivilisation, denn nur das Wissen kann unser Leben interessanter und glücklicher machen! Sie hängen, natürlich, mit der Ausbildung zusammen -- über die doppelte Bedeutung unseres Wissens, ebenso wie über den pädagogischen Charakter der Tätigkeit wissenschaftlicher Mitarbeiter (um Ressourcen für ihre Arbeit zu erhalten). Dennoch bedeutet die Wissenschaft, etwas Neues zu erlangen, nicht nur bekannte Wahrheiten anzuwenden, wo diese Sehnsucht nach der Wahrheit für die Wahrheit selbst, oder wie auch gesagt wird, nach spekulativem Wissen, ein wirklich göttliches menschliches Merkmal ist (egal ob wir die Existenz Gottes zugeben oder leugnen). Ein negativer Moment in den Wissenschaften ereignete sich hauptsächlich im 20. Jahrhundert, welcher Moment mit ihrer sehr schnellen, d.h. revolutionären Entwicklung zusammenhängt (weil, natürlich, die evolutionäre Bewegung vorzuziehen ist, wegen der geringere Anzahl von Kataklysmen), aber die Dinge werden sich allmählich normalisieren, unter Berücksichtigung der enormen Komplexität unserer Welt, mit der wir unweigerlich kollidieren, wenn tiefer in jeder Richtung graben. Das immense Volumen des Wissens beginnt dem kreativen Charakter der wissenschaftlichen Tätigkeit zu widersprechen, wo sie sich zu einer Art Industrie wird, und das verringert ihre Attraktivität, so dass es zu erwarten ist, dass der gewachsene Prozentsatz der wissenschaftlichen Arbeitskräfte kontinuierlich sinken wird, bis zu einem vernünftigen Niveau von 2-3%, was das explosive Entwicklungstempo der Wissenschaft beruhigen wird.
     In jedem Fall haben wir, jedoch, kein Recht, die Wissenschaften für unsere menschlichen Mängel, und für die Unfähigkeit, die neu gegebenen Möglichkeiten zu nutzen, verantwortlich zu machen. Es ist normal, dass ein Kind, das zum ersten Mal ein Messer in die Hände bekommt, sich selbst verletzt, so dass es nicht verwunderlich ist, dass wir uns bei jeder neuen und epochalen wissenschaftlichen Entdeckung selbst "verwunden". Letztendlich gibt es zwei Varianten: entweder wird sich die Menschheit wieder gesund machen, und lernt die neue Errungenschaft zu nutzen, oder sie wird krank, und verlässt diese Welt, aber das wird wegen angeborener Defekte der Menschen und der Gesellschaft geschehen, nicht wegen der wissenschaftlichen Entdeckung selbst. Es ist wahr, dass die Wissenschaften einer der gefährlichsten Aspekte der Zivilisation sind (ein Moment, der von allen Religionen vertreten wurde), aber sie sind auch einer der zuverlässigsten Wege, um eine zivilisierte Gesellschaft zu erschaffen, so dass, wenn wir Zivilisation wollen, können wir ohne Wissenschaften nicht auskommen .

     6. Die Industrie begleitet unweigerlich die Zivilisation, weil sie Möglichkeiten zur Verbesserung der Effektivität menschlicher Arbeit bei jeder Routinetätigkeit bietet. Sie befreit mehr Zeit von direkten Verpflichtungen gegenüber der Gesellschaft und ermöglicht auf diese Weise ein glücklicheres Leben der Menschen, nur dass diese Möglichkeit nicht immer von denjenigen genutzt wird, die in der gegebenen Branche arbeiten, aber das ist auch nicht Schuld der Industrie, sondern der sozialen Ordnung. Wie alles, was maßlos ist, wenn es zu sehr auf die industrielle Produktivität gesetzt wird, kann es zu einer nicht sehr positiven Situation kommen, die die menschliche Arbeit entpersönlicht und die Menschen zu einer Art Zugtier zu der Technik macht, was im 20. Jahrhundert häufig geschah. Das ist bekannt und wir versuchen damit zu kämpfen, aber die Versuchung, einfache Erfolge zu erzielen, ist zu groß, um sie auszuhalten. Aus diesem Grund ist unser Essen jetzt fast vollständig künstlich, und unsere Kleidung auch, und die Unterhaltungen, und so weiter. Die Industrie hat die ganze Natur verwirrt, weil wir lange Zeit geglaubt haben, dass das Ziel darin ist, viel Lärm und Staub zu machen (woher kommt der bulgarische Satz "Ich arbeite so, dass Staub aufsteigt"; wie auch das Wort "industry" ist in: in + dust + ry aufgeteilt, was uns "etwas in dem dust-Staub" sagt), und die industrielle Methoden sind in den Wissenschaften, in den Künsten (wenn wir die von den Medien en masse vorgeschlagenen Surrogate so bezeichnen können), in den Sport, und auch in den Sex und die Pornografie, und wo sonst nicht, eingedrungen. Wir begannen, jedoch, jetzt zu erkennen, dass nur die Effektivität nicht alles ist, und können hoffen, dass in Zukunft wir lernen werden, die in Serie hergestellten Dinge nur als Ersatz zu verwenden, um Zeit und Geld zu sparen, aber nicht als etwas, was die suchende Natur des Menschen befriedigt. Das Leben wird zeigen, ob die Dinge besser oder schlechter (bevor sie sich verbessern) werden.

     7. Der Handel und der Markt sind sehr bedeutende Errungenschaften der Zivilisation, obwohl es auch bei den primitiven Stämmen eine Art Warenaustausch gegeben hat. Die Etablierung von Edelmetallen als einziges Äquivalent zur Bewertung aller Ergebnisse menschlicher Aktivitäten ist von außerordentlicher Bedeutung für Reduzierung des Mehr-Koordinatenraums von Werten auf eine einzige Ordinate. Das ist nicht immer eine gute Einschätzung, aber sie ermöglicht Vergleich und Austausch, und die Einführung von erfundenen und mit einigem Wert ausgestatteten Geldeinheiten erleichtert jetzt den eigentlichen Austauschprozess. Die Erleichterung ist relativ, weil in Wirklichkeit auch das Bestehen eines Zwischenmarktes für Währungen und Wertgegenstände notwendig wird, aber es besteht keine Notwendigkeit, darüber zu diskutieren, da er die gleichen gemeinsamen Merkmale jedes Marktes aufweist. Das Geld ist ein Ersatz für Wertsachen oder "heiße Luft", "mentè" als bulgarischer Jargon, aber diese Ansicht existiert seit Jahrtausenden, weil Sie wissen, dass "mint" im Englischen, sowohl das Kraut menta-Minze, als auch der Ort in dem das Geld (monetas) gemacht werden, bedeutet (oder vergleichen Sie dann ihre Minze mit der Münze). Soweit der Markt der Ort ist, an dem der eigentliche Wechsel stattfindet, wird er natürlich allmählich auch bestimmen, was zu produzieren ist (um es mit etwas anderem zu wechseln). Das ist eine natürliche Entwicklung der Dinge, aber sie ist keineswegs die richtige und vernünftigste Entscheidung, weil sie chaotische Methoden zur Kontrolle anwendet, und das Chaos in der Gesellschaft kann niemals eine gute Entscheidung sein! So dass der Markt eine vorübergehende Entscheidung ist, mangels besserer, was aber nicht bedeutet, dass er die richtige Entscheidung ist.
     Lassen Sie uns hier genauer hinschauen und dabei von den Interessen der Herstellern und der Käufer ausgehen. Die dritte Gruppe der Kaufleute (Händler, oder Makler) braucht der Einfachheit halber nicht berücksichtigt zu werden, weil sie, wenn sie zwischen den beiden oben genannten Gruppen stehen, zu jeder von ihnen die Rolle der anderen Gruppe erfüllen, so dass sie uns nichts grundsätzlich Neues geben. Die kleinen Hersteller verlieren definitiv vom Markt, weil sie nicht in der Lage sind, ihn zu analysieren und vorherzusagen; die großen Hersteller können es auch nicht genau vorhersagen, sondern nur in groben Strichen (denn wenn sie das hätten tun können, wäre der gesamte Handel auf eine genaue Analyse der Daten reduziert worden, und auf dem heutigen Stand der Technik wäre das nur ein Kampf zwischen zwei Computerprogrammen gewesen, nicht eine attraktive intellektuelle Aktivität), aber genau das gibt Raum für ihren Ausdruck. Da der kleine Hersteller den Markt nicht effektiv bekämpfen kann, besteht seine Rettung darin, sich entweder mit anderen Brüdern im Unglück zu vereinen, um eine "kritische Masse" zu erreichen, wenn er nicht so abhängig von ihm werden wird, oder dann für einige große Hersteller (oder Großhändler) zu arbeiten. Das sind jedoch nur Wege zur Unterdrückung des Marktes, nicht zu seiner Nutzung. Mit anderen Worten, der Markt ist nur für einen solchen Hersteller (Großhändler) rentabel, der groß genug ist (einer von zehn oder so größten in der Branche oder Region), um ihn zu beeinflussen!
     Ähnlich verhält es sich auch mit dem Käufer -- wenn er klein ist, verliert er fast immer, weil es bei der anschließenden Überprüfung nicht möglich ist, nicht zu finden, dass er: entweder die gleiche Ware billiger kaufen können hätte, oder eine bessere Ware kaufen können hätte (oder beides), oder dann, wenn er danach gestrebt hätte, den Markt besser zu studieren, um keinen Fehler zu machen, hätte er sich die Zeit (und auch die Nerven) ersparen können, wenn er eine grobe und zufällige Wahl darüber gemacht hat, woher die Ware zu kaufen (weil in einem gesättigten Markt alle ähnlichen Waren in ihren Preisen, mehr oder weniger, gleich sind)! Nur der große Käufer (Firma oder Person) kann am Markt gewinnen. Die vielgepriesene Marktwirtschaft ist ein wahrer Betrug, der von den großen Unternehmen weit verbreitet wird, d.h. Betrug für die kleinen "Fische" (um für die großen ein Fraß zu werden)! Der Markt ist der ineffektivste Weg zur Regulierung der Produktivität, und er hat den einzigen Vorteil, dass er anpassungsfähiger als die zentralisierte Planung ist, aber da letztere auch seine Nachteile hat, stellt sich heraus, dass jede Lösung nur ein Kompromiss sein kann! Die aktuelle Kompromisslösung ist nicht gut, und die ideale Lösung ist eine Art vereinte Planung der Produktion für die ersten zehn (zum Beispiel) größten Einheiten in der Branche, die auf einer dynamischen Überwachung der Kundennachfrage basiert, jedoch seitens einer separaten Struktur, die sich von den produktiven Einheiten selbst unterscheidet, welchee Anweisungen, in gewissen Grenzen, über die Menge und das Sortiment der Produktionsarten, abhängig von ihren wirtschaftlichen Indikatoren, geben muss, wobei sie für die Hersteller auch Vermarktungsregionen definiert, und dazu den erforderlichen Wettbewerb zwischen ihnen nicht ausschließt. Nicht, dass das einfach ist, aber das ist der Weg für die Zukunft.

     8. Das Eigentum, hauptsächlich über die Produktionsmittel, ist eine Kardinalfrage, die die Zivilisation immer noch nicht zufriedenstellend lösen konnte. Es ist klar, dass hier die Lösung auch ein Kompromiss sein muss, denn es gab immer Dinge, die nicht jeder besitzen konnte, und es wird immer Dinge geben, die jeder haben muss, aber es gibt viele Spekulationen zu dieser Frage, so dass lassen Sie uns hier auch ein paar Worte sagen. Die grundsätzliche Kontroverse zwischen Kapitalismus und Sozialismus (oder Kommunismus) ist überhaupt falsch gestellt, weil es egal ist, ob das Eigentum an Produktionsmitteln privat oder gemeinsam ist, sondern ob es persönlich ist, d.h. ob derjenige, der arbeitet, das besitzt, womit er arbeitet! Aus dieser Sicht verschwindet der Unterschied zwischen diesen beiden Organisationsformen in der Gesellschaft, denn selbst in den Industrieländern (wie auch unter verschiedenen sozialen Ordnungen, wie Sklaven- oder Feudalstaaten) besitzen nur etwa 3 bis 5 Prozent der Bevölkerung diese Mittel der Produktion (aber diese Paar Prozenten arbeiten nicht mit ihnen).
     Das Eigentum diente, seit undenklichen Zeiten, vor allem als Mittel die Macht einiger Personen über einige andere auszuüben und Herrscher zu wählen (etwas, was die Kommunisten, und nicht ohne Grund, die Sklaverei des Kapitals nennen), was uns wieder zu den Mängeln der Gesellschaft zurückführt, die wir im ersten Kapitel erörtert haben. Durch eine vernünftige Wahl der Herrscher (basierend auf persönlichen genetischen Gegebenheiten, geeigneten Tests, und Statistiken über ihre persönlichen Erfolge) wird auf eine natürliche Weise auch die Frage des Eigentums an den Produktionsmitteln verschwinden, und dann bleibt nur die Aufteilung in persönliches Eigentum (Wohnung, Transportmittel, usw.) und nicht persönliches (oder für die Gesellschaft notwendiges). Das bedeutet jedoch nicht, dass das nicht-persönliche Eigentum frei oder schlecht verwaltet (ohne Besitzer) wird, nicht nur, weil es in dieser Weise verschwenden wird, sondern auch, weil man für die anderen (als Teil des sozialen Organismus), ohne einen gewissen Grad von Zwang oder Ausbeutung, nicht gut arbeiten kann! Soweit diese Frage im Essay "Über die Gerechtigkeit" (wie auch in "Über die Zukunft") behandelt wird, werden wir hier nicht weiter darauf eingehen, werden aber hinweisen, dass eine Gesellschaft ohne Ausbeutung einfach undenkbar ist!

     9. Die Armee und die Polizei sind, wie wir bereits erwähnt haben, keine zivilen Strukturen, aber soweit reine Dinge in der Natur selten vorkommen, gibt es in der Geschichte der Zivilisation keine einzige Periode, in der es uns gelungen war, ohne sie auszukommen. Das scheint auch in der Zukunft der Fall zu sein, obschon die Armee in einem einzigen Weltstaat möglicherweise zu einer Art Kraft für schelle Reaktion bei Naturkatastrophen (und /oder eventuelle kosmische Invasionen) geworden wird. Aber die Polizei wird bleiben, weil eine Gesellschaft ohne jegliche Verbote undenkbar ist, und, daher, es wird immer Leute geben, die sie verletzen werden (was, übrigens, durch das römische Verständnis von der Polizei als Ableitung von der Stadt-polis gesehen werden kann).

     10. Die Künste sind auch ein gemeinsames Merkmal jeder Zivilisation, weil sie eine Möglichkeit (alternative zur Religion) zur Verschönerung unserer Existenz auf dieser Welt, oder eine Art Flucht (escapism), darstellen. Aber soweit der Autor kein Mann der Künste ist, bleibt ihm nichts anderes übrig, als sie zu bewundern (na ja, wenn das, natürlich, keine Massenware ist).

     11. Die Religion ist ein unverzichtbares Element der Zivilisation, weil die Menschen schwache Seelen sind und immer eine gewisse Täuschung und Unterstützung (oder das für sie notwendige "Opium") brauchen werden. Es gibt hier viele Dinge zu besprechen, aber wir werden sie jetzt überspringen, da es ein spezielles Essay gibt, der der Religion gewidmet ist.

     12. Die Medien sind eine Art Alternative zur offiziellen Religion und /oder Propaganda! Ihre Macht stieg hauptsächlich während des 20. Jahrhunderts aufgrund der Möglichkeiten für Masseninformation, aber wir müssen immer bedenken, dass sie Mittel zur Massenmanipulation der öffentlichen Meinung (obwohl im Interesse der Gesellschaft) sind, und zwar aus dem einfachen Grund, dass alle Methoden zur Entgegensetzung des Gesetzes um Verringerung der Vernünftigkeit in der Gruppe, darüber wir am Anfang gesprochen haben, angewendet werden müssen. ( Anstelle von Manipulationen hätten wir das Wort "Insinuation" verwenden können, das von Stecken vor Etwas in irgendwelche "Sinusse", die nur vorhanden sind, spricht, und wenn wir im Italienischen schauen, dann ist das Wort für Lehrer insegnante, zu lesen als 'inseñante', was ziemlich nah an insinuante steht, obwohl das etymologisch nicht sehr solide ist, denn ihr Lehrer kommt aus dem segno-Zeichen, aber vielleicht wird diese Relation von den Leuten dort gemacht. ) Die hier erzielte Entscheidung ist auch nicht die beste, zumindest weil die von den großen Unternehmen finanzierten Medien sicherlich ihre eigene Interessen verteidigen, nicht diese der Massen (aber die Massen erkennen ihre Interessen ganz nicht immer gut, was bedauerlich für sie ist).

     Folglich ergänzt die Zivilisation die menschliche Gesellschaft, und strebt danach, sie humaner und glücklicher zu machen, nur dass das selten gelingt, weil sie auf Probleme stößt, wenn sie die Vernunft in die Tat umsetzen will. Die menschliche Gesellschaft kann bisher nicht als ganzer Organismus, und noch weniger als vernünftiger, erscheinen. Aber es gibt nichts zu tun, denn das ist das Material, mit dem wir arbeiten müssen -- das unzuverlässige, grausame, und egoistische Tier, das sich vernünftig verhalten kann, manchmal, aber nicht, bis er alle unvernünftigen Wege zur Erreichung des Ziels erprobt hat!? Nachdem wir auf der Welt erschienen sind, aber, haben wir einfach keine andere Alternative, als unser Leben zu leben. Lassen Sie uns hoffen, dass jede neue Generation das ein bisschen zivilisierter als die vorherige machen wird.





ÜBER DEN INTELLEKT


I. Definition

     Eine genaue Definition des Intellekts ist prinzipiell unmöglich, da das ein allumfassender Grundbegriff ist, von dem angenommen wird, dass jeder eine intuitive Idee darüber hat (so wie es nicht definiert wird, was für Dinge Gott oder die Materie, zum Beispiel, sind), so dass wir am Anfang eher daran erinnern werden, welche diese Idee ist. Aber lassen Sie uns Ihre Aufmerksamkeit auf die Tatsache lenken, dass das Wort "Intellekt" in verschiedenen Kontexten verwendet wird, die oftmals widersprüchlich, und in anderen Fällen sehr restriktiv, sind, weil wir dazu neigen, den Intellekt nur den Menschen zuzuschreiben (und von hier aus auch dem Gott, in allen Religionen), wo verschiedene Tiere, sowie künstliche Systeme, in vielen Situationen auch intellektuelles Verhalten zeigen können. So dass das Beste, was wir erwarten können, ist eine heuristische Definition, die das Bedeutendste umfassen muss, ohne jedoch zu behaupten, dass sie vollständig und unumstritten ist, wo für uns wichtiger wird, eine intellektuelle Manifestation nicht zu verpassen, als solche auszuschließen, für welche es kein besonderer Intellekt erforderlich ist.
     In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde diese Frage besonders wichtig, weil verschiedene Versuche, einige von ihnen auffallend erfolgreich, gemacht haben, um den menschlichen Intellekt künstlich zu modellieren. Vielen Lesern ist vielleicht das Turing-Kriterium dafür bekannt, wenn wir ein intellektuelles System (Computer, Roboter, oder Mensch) vor uns haben, das sich darauf reduziert, dass sich ein Mensch über einen Informationskanal (Computerterminal) mit jemandem unterhält, ohne ihn direkt zu sehen oder zu hören, so dass er keine Kenntnis über ihn hat, und wenn er nach einer angemessenen Zeit nicht sicher sagen kann (oder einen Fehler macht), ob er mit Menschen oder Automaten spricht, dann hat er eine künstliche Intelligenz vor sich. Der Akzent liegt hier, einerseits, auf der Subjektivität der Beurteilung, und andererseits, auf der Unabhängigkeit von der elementaren Basis (lebende Zellen oder elektronische Elemente). Das ist eine richtige Herangehensweise, aber sie sagt uns nichts über die Essenz des Intellekts (außer der Tatsache, dass es keinen anderen Weg für seine Definition gibt). Die intuitive Idee ist, in der Regel, über eine solche Aktivität, die ziemlich kompliziert aussieht, so dass selbst nicht jeder Mensch in der Lage ist, das zu machen.
     Etwas ähnliches sagt uns die Etymologie des Wortes, denn "Intellekt" muss aus dem Griechischen entelecheia (εντελεχεια) stammen, was ein Begriff, der in der Antike von Aristoteles als einer der Bezeichnungen für Energie verwendet wurde, und bedeutete: Aktivität, operative und effiziente Energie, Effizienz einer bestimmten Aktivität, oder einfach etwas, was passieren kann, Gelegenheit für Etwas. Mit anderen Worten, der Intellekt ist etwas Verborgenes (in der Leinwand der Dinge), etwas, das nicht gesehen werden kann, es sei denn, es zeigt sich in irgendeiner Weise, ein Arbeitsprinzip der Materie (d.h. es ist nicht obligatorisch mit dem Menschen verbunden), was sie richtig zu funktionieren macht. Aber auch in der Zeit von Aristoteles war dieses Wort nicht vom Himmel gefallen, und obwohl es um das Wort "Energie" (ενεργεια) als etwas Aktives, und als etwas verschiedenes von der Dynamik, gemacht wurde, ist es immer noch ziemlich weit von der Energie, und im Altgriechischen können auch die folgenden Wörter gefunden werden: εντελεω als ganz, vollständig, intakt, εντελεια als Ganzheit, oder εντελετεω als inspirieren, erregen! Nun, nicht, dass die Leute es sehr mögen, vom Intellekt inspiriert zu werden (sie bevorzugen eher Aktionen und Thriller), aber das ist die Bedeutung, die in dem Wort seit Jahrhunderten gesteckt war; und wenn wir berücksichtigen, dass der Körper selbst (genauer gesagt die Wurzel tele-, welche in den slawischen Sprachen Körper bedeutet) auch darin verborgen ist, d.h. wenn wir das Präfix εν = in (welches sehr alt ist) beiseite lassen, kommen wir zu der Idee über Einfügen von etwas und Vereinigung der Teile in einem Gesamtsystem, oder zu den Beziehungen zwischen den Dingen.
     In dieser Situation ist es sinnvoll, das Adjektiv "intelligent" mit der Aktivität eines Fahrers oder Fußballspielers zu verknüpfen, auch wenn das keine anstrengende mentale Aktivität ist. Dabei geht es nicht um die Komplexität von den Prozeduren oder Überlegungen, sondern um deren Originalität oder Neuartigkeit, in der genauen Einschätzung der Situation und in der Durchführung der am besten geeigneten Tätigkeit, so dass es durchaus möglich ist, dass das Spiel eines Elite-Fußballspielers intelligenter als, zum Beispiel, das Lösen einer bestimmten Integralgleichung ist. Ähnlich steht die Frage mit allen großen Meistern im Bereich der Künste, wo die meisten von denen sicherlich Probleme bei Lösung von Aufgaben der Ober- (und sogar Mittel-) Schulklassen haben, deren Tätigkeit aber intelligent ist, wenn Sie wollen, nur aus dem Grund, dass solche Aufgaben praktisch alle Schüler einer durchschnittlichen Klasse lösen, während die schöpferische Tätigkeit dieser Meister im besten Fall nachgeahmt werden kann! Woraus folgt, dass der Intellekt hauptsächlich darin besteht, in einer gegebenen Situation etwas Neues zu erschaffen, nicht darin, bekannte, wenn auch schwierige Regeln anzuwenden. Dieses neue Ding war nur als Möglichkeit, bis sie es zur Realität gemacht haben.
     Wenn Sie, aber, diese Leute fragen, was dieses neue Ding ist, das das Geheimnis ihres Erfolgs ist, werden sie Ihnen das nicht erklären, nicht nur, weil sie auf diese Weise ihr "Brot" gewinnen, sondern auch, weil sie in den meisten Fällen allein nicht wissen, was es ist. Wenn es für die Ausführung einer bestimmten Aktivität eine Beschreibung, eine Prozedur, ein Rezept, oder einen Algorithmus zum Handeln gibt, gilt das nicht für sehr intellektuelles Ding, aber wenn es keine guten Regeln gibt, verdient das Lob und Bewunderung, und das ist der Grund, der die alten Griechen gezwungen hat, die Metapher über die Musen zu erfinden, die dem Künstler ins Ohr flüsterten, was und wie zu tun ist. Es ist interessant, in diesem Zusammenhang die Antwort des Bildhauers Auguste Rodin, wie er seine Statuen anfertigte, zu zitieren -- er sagte: "Ich nehme ein Stück Stein und haue alles Unnötiges aus."! So dass der Intellekt war und bleibt zuallererst ein Rätsel, obwohl in vielen Fällen unterschiedliche Regeln und Lernmethoden vorgeschlagen werden können. Heute ist alles gelernt, aber das bedeutet nicht, dass die großen Meister solche geworden sind, weil sie während der Zeit ihrer Ausbildung die Geheimnisse des Handwerks ausgelernt haben -- sie war für sie vor allem notwendig, ihren Horizont zu erweitern und neue Methoden und Mittel in ihre Palette hinzuzufügen, aber nicht das zu ändern, was bereits in ihren Köpfen war.
     Und weil wir einmal die Algorithmen der Kreativität erwähnt haben, lassen Sie uns Ihre Aufmerksamkeit auf ein irreführendes Paradoxon lenken, welches darin besteht, dass sich die Aktivitäten, die normalerweise für die intelligentesten gehalten werden, für künstliche Modellierung als recht einfach erweisen, während diejenigen, die elementarer sind, und auch für viele Tiere zugänglich sind, sich als die schwierigsten herausstellen! Das Schachspiel, das seit Jahrtausenden vom Menschen gespielt wird, ist ein typisches Exempel für komplizierte intellektuelle Aktivität, aber trotzdem gelang es den zeitgenössischen Computern, obwohl sie noch in ihrem "Säuglingsalter" sind (etwa ein halbes Jahrhundert), nicht irgendjemanden, und keinen durchschnittlichen Schachspieler, zu besiegen, sondern den Weltmeister im Schach, wobei sie in diese Weise den Mythos über den unübertrefflichen menschlichen Intellekt entlarvten. Andererseits, aber, sind verschiedene elementare menschliche Aktivitäten, die mit nackter Hand und praktisch ohne geistige Anstrengung ausgeführt werden, wie auch der sehr graziöse Gang einiger Tiere, für eine Reihe von Robotern immer noch recht schwierig zu erfüllen, und höchstwahrscheinlich ist die Schaffung einer ausreichenden Ähnlichkeit mit dem Menschen keine Frage der nahen Zukunft. Das ist deshalb so, weil dort, wo die Prozedur leicht algorithmisiert werden kann, die heutige Technologie leistungsfähig genug ist, um Wunder zu vollbringen, während die einfachen mechanischen Bewegungen und scheinbar elementaren Schlussfolgerungen auf der Ebene des gesunden Menschenverstands für Realisierung viel schwieriger sind. Ähnlich wie beim Schach sind auch die Computeranimation und die Musik zu nennen, die sich seit etwa zwanzig Jahren entwickeln, aber bereits viele beeindruckende Ergebnisse haben (wir sprechen nicht über das, was man mit der Hilfe von Computern machen kann, sondern über autonome Tätigkeit von Computerprogrammen).
     Basierend auf dem oben Gesagten können wir eine Arbeitsdefinition des Begriffs Intellekt geben, als: heuristische Verarbeitung von Informationen, die die Erfindung neuer Beziehungen und die Durchführung von adaptivem Verhalten in unvorhergesehenen Situationen ermöglicht. Die Heuristik bedeutet Unvollständigkeit oder Ungenauigkeit der Entscheidung, wie auch das Fehlen der richtigen Entscheidung, und die Anpassungsfähigkeit setzt eine gewisse Anpassung an die Umgebung und einiges Lernen voraus. Der Intellekt ist nur ein unklarer Weg zur Verarbeitung von Informationen, und ist das bewusst oder nicht (und was ist das "Computer-Bewusstsein"?), wie auch ist das eine willentliche oder willkürliche Handlung, ist nicht so wichtig. Die Vermutung über eine gewisse Dekomposition der Ziele ist vorhanden, aber das ist auch durch die Neuartigkeit der Situation und der tastenden Arbeitsweise des intellektuellen Systems angedeutet. Es ist nicht nötig, das materielle Medium zu berücksichtigen, in dem diese Informationsverarbeitung durchgeführt wird, da die Idee und nicht ihre physische Realisierung von Bedeutung ist. ( A propos, sogar das Wort "Idee", d.h. die lateinische idea, basiert auf der Wurzel ... Deo, was altgriechisch Θεοσ oder Gott ist, was bedeutet, dass in der Idee notwendigerweise etwas Göttliches existiert. ) Das reicht als Einführung, und im nächsten Kapitel werden wir unsere Ansichten zur intellektuellen Verarbeitung von Informationen etwas vertiefen und sie in zwei Hauptklassen unterteilen.

II. Vernunft und Intellekt

     Die Vernunft-reason und der Intellekt werden oft als Synonyme betrachtet, aber es ist gut, auch einen Unterschied zwischen ihnen zu machen, denn während der Intellekt etwas in Möglichkeit ist, ist der englische reason (das deutsche Wort Vernunft ist eine andere Wurzel, wo, vielleicht, etwas, was bei "verstehen" gemeint ist, d.h. sich umzuschauen; wir werden damit hier nicht beschäftigen) die Fähigkeit, bereits bekannte Algorithmen anzuwenden. Das Wort reason kommt aus dem lateinischen ratio, was Beziehung oder Aufteilung bedeutet, und der Sinn seiner Anwendung für intellektuelle Tätigkeit kommt aus der schwierigen Teilungsprozedur (es ist mit römischen Ziffern gemeint), welche in der Antike vielleicht weniger als einem von tausend Menschen bekannt war (und heute ist sie noch wenigen bekannt, weil die römischen Ziffern in der Arithmetik nicht mehr verwendet werden). Phonetisch verbirgt sich hier die Aufteilung oder Herstellung von ... Strichen, Einschnitten (wie auch im slawischen 'razum', oder im französischen raison = reason; auch, sagen wir, im alten bulgarischen 'rabosch' als Abakus, und andere Worte), was verdient, erwähnt zu werden (weil der reason in der Regel klickt), obwohl das eine ziemlich grobe Behandlung der Sachen ist. Ein weiteres Synonym für den reason-Verstand ist die Logik, bei der es sich um lateinisch-griechischen logos handelt, was eine Aufzeichnung (record) bedeutet, oder zumindest in diesem Sinne wird das heute im Englischen verwendet (Sie wissen: logo ist ein Emblem, Symbol, dann ist logistic Verwaltung von Ressourcen, d.h. Aufzeichnungen darüber zu führen, was vorhanden ist und was nicht), und dann ist die Logik die Fähigkeit, einige geschriebene Aufzeichnungen, Symbole, Wörter, usw. zu verarbeiten (Sie an die biblische Phrase "Am Anfang war das Wort ..." zu erinnern), mit der Absicht, ihren Sinn zu enthüllen. In diesem Sinne ist es besser, unter reason-Vernünft die Fähigkeit zu komplizierter intellektueller Aktivität zu verstehen, für die jedoch einige bekannte Regeln oder Algorithmen existieren, wo der Intellekt sich nicht nur darin beschränkt, sondern auch die Fähigkeit voraussetzt, neue Lösungen auf der Grundlage von Vergleichen der Situationen und Generierung von Ideen zu finden.
     Genauer gesagt wird in der künstlichen Intelligenz von analytischen und synthetischen Methoden der Lösungen gesprochen. Die analytischen Methoden werden auch als diskret oder digital (symbolisch) bezeichnet und basieren auf einer gewissen Zerlegung (decomposition) der Informationen und der Analyse der Daten und der Beziehungen (relations) zwischen ihnen, was die Anwendung von einem oder anderem Teilansatzes zur Lösung ermöglichen muss; diese sind die eigene vernünftige oder logische Methoden. Die synthetischen Methoden bedeuten, ihrerseits, einige Erkennung der Situation als Ganzes, ohne detaillierte Analyse (wäre das bei Schreiben von Buchstaben und anderen Bildern, oder bei Spiel-, Kriegs- und Operationsszenarien, oder bei musikalischen Werken, usw.), und sind auch analoge genannt; sie geben keine so genauen Lösungen, können jedoch sehr schnell sein, und von den Menschen leicht erfasst werden. Diese Begriffe sind sehr oft miteinander verflochten, und es ist möglich, dass analoge Prozeduren auf digitalen Maschinen realisiert werden, oder logische Algorithmen auf analoge Weise ausgeführt werden, und das geschieht genauso wie in den Computersystemen, auch bei den Menschen, weil es verschiedene Arten von Psychen gibt, mit ihren bevorzugten Aktivitäten. Wichtig ist zu begreifen, dass es sich um zwei Arten der Informationsverarbeitung handelt, nicht um eine, obwohl in den heutigen Computern derzeit die Tendenz besteht, die digitale Verarbeitung überall zu verwenden, aber das ist eine Frage der Effektivität der elementaren Basis, und kann ein vorübergehendes Phänomen sein.
     Das Wort "analog" stammt auch aus dem alten Griechenland und muss etwas verschiedenes als das "Logo" sagen, weil das "a" am Anfang des Wortes (aus der Antike, aber zumindest aus dem Altgriechischen, und am häufigsten) Präfix für Negation ist; das Lernen durch Analogien (Situationen, oder casuses-Fälle) ist jedoch eine grundlegende Methode in verschiedenen Wissenschaften. Es ist so im Beispiel mit dem Fahrer und dem Fußballspieler, in den militärischen Angelegenheiten, in der Jurisprudenz, in der Medizin, in der Literatur und anderen Künsten, und wo sonst nicht, was bedeutet, dass wir kein Recht haben, diese Methode der Lösung von intellektuellen Aufgaben zu ignorieren. Sonst wird sich herausstellen, dass sich die gesamte intellektuelle Aktivität auf das Lösen von Aufgaben aus der höheren Mathematik, oder auf das Schachspielen, reduziert, wo die Computer bereits besser als die Menschen sind, und wir werden sogar gezwungen sein, aus der Sphäre der vernünftigen Menschen alle so genannten Intellektuellen, oder Menschen der Künste, auszuschließen, wie auch solche, die in anderen humanitären Bereichen arbeiten, nur weil sie nicht vernünftig beurteilen können (und sie wirklich sehr oft können das nicht). So dass wir beide Arten der Informationsverarbeitung in ihrer Integrität beobachten müssen, wenn wir über Intellekt sprechen -- wäre das ein Mensch, oder eine Maschine, oder ein Tier, oder ein Außerirdischer.
     Und wirklich sind einige Leute gut darin, die Fakten zu memorieren, während andere, ihrerseits, die Regeln, und das ist bekannt, obwohl eine solche Aufteilung nicht sehr aussagekräftig ist, weil es sich bei den beiden Dingen um analytische oder diskrete Informationsaktivitäten handelt. Aber es gibt Menschen mit unterschiedlich ausgeprägter Vorstellungskraft und unterschiedlich emotional Begabte, wie auch solche, die analoggesteuerte Aktionen bevorzugen. Bis vor kurzem wurde das als unterschiedliche Funktionsweise des Gehirns betrachtet, aber in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde entdeckt, dass das mit verschiedenen Teilen des Gehirns zusammenhängt, jedoch nicht mit Bewusstsein oder Unterbewusstsein (was eine funktionale, nicht materielle Teilung ist), oder mit Kortex und Subkortex, aber mit etwas viel Differenzierterem -- mit linker und rechter Hemisphären des Gehirns! Die linke Hemisphäre (außer, dass sie die motorische Aktivität der rechten Körperhälfte steuert -- die Nervenfasern "suchen" jede Gelegenheit, sich auszudehnen und sich gegenseitig zu kreuzen, weil genau dort die Knoten oder Synapsen aufgebaut sind, welche die genauen Speichereinheiten sind) ist verantwortlich für die rational-logische oder semiotische (symbolische) Informationsverarbeitung, die am häufigsten verbal oder symbolisch ist. In der linken Hemisphäre befindet sich das Sprachzentrum, und obwohl es polyvalent, diffus, und im Vergleich zu mathematischen Regeln und Formeln ungenau ist, handelt es sich hier um eine diskrete Transformation von Informationen. Dort ist die semiotische Maschine des Menschen, und dort ist die Zerlegung der Ziele, die Planung, das logische Denken, usw. durchgeführt. Soweit die Menschen überwiegend Rechtshänder sind, ist auch in Bezug auf die Koordination unserer Bewegungen der linke Teil des Gehirns, in der Regel, mehr entwickelt und wichtig.
     Die rechte Hemisphäre, hingegen, ist die analoge Maschine, die hauptsächlich die Verarbeitung emotionaler Bilder realisiert, und bei dem Großteil der Menschen in erster Linie im Schlaf arbeitet. Dort wird die assoziative Erkennung, die Beurteilung nach Analogien, die spontane Situationsklassifizierung, usw., durchgeführt, die in vielen Fällen voller Fehler sind, wenn einer es geschafft hat, sein Gehirn in vielen Inkongruenzen während des Schlafs zu "fangen", aber sie sind viel schneller und interessanter. Die Intellektuellen haben wahrscheinlich die Fähigkeit, ihre rechte Hemisphäre auch im Wachzustand zu benutzen, was ihre Vorstellungskraft verstärkt, während die logische Verifikation der linken Hemisphäre schwächer und unterentwickelt ist. Bei jedem von uns hat das Gehirn seine Spezifität, aber das Wichtigste ist, dass wir in unseren Köpfen zwei Arten von Computern haben, die zusammenarbeiten, wobei diese Dualität die Grundlage unseres Denkens und des menschlichen Intellekts ist! Unser Gehirn ist nicht einfach ein Multiprozessorsystem mit identischen Prozessoren (obwohl bei einigen Individuen das auch realisiert ist, was bedeutet, dass es Menschen gibt, die gleichzeitig mehrere mentale Aktivitäten ausführen können), sondern ein Komplex von verschiedenen in ihrer Funktionsart Maschinen. Die Experimente in der künstlichen Intelligenz beschränken sich in dem Moment hauptsächlich auf die Modellierung der Aktivitäten der linken Hemisphäre, obschon es nicht so ist, dass die Ideen des Perzeptrons und der neuronalen Netze, die zur Realisierung unseres "rechten" Computers beitragen müssen, nicht existierten, aber wir müssen, vielleicht, noch ein halbes oder ganzes Jahrhundert darauf warten. In jedem Fall kann dieses obskure Ding in Möglichkeit auch auf künstliche Weise erreicht werden, umso mehr, als das der Natur (oder Gott) auf elementarste Weise gelungen war -- durch Millionen und Abermillionen von Versuchen und Irrtümern.

III. Unterentwickelter Instinkt

     Das, dass wir in unserer Disposition solche perfekte Computer-Geräte in unseren Köpfen haben, bedeutet jedoch nicht, dass wir sie richtig benutzen. Genauer gesagt: der Mensch handelt vernünftig nur nachdem er alle unvernünftigen Methoden zur Erreichung des Ziels benutzt hat! Der Intellekt ist für uns der letzte Ausweg, und wir erinnern uns daran, als alle anderen Mittel bereits versagt haben. In diesem Sinne ist gerechtfertigt, ihn als einen unterentwickelten Instinkt zu betrachten, von dem wir selbst in unserer individuellen Tätigkeit selten Gebrauch machen, ganz zu schweigen von unseren kollektiven Entscheidungen in der Gesellschaft, wo das Geräusch der Umgebung so stark ist, dass die vernünftigen Stimmen unterdrückt (siehe "Über die Menschheit"). Insofern, das, etwas Gutes in seiner Disposition zu haben und es nicht richtig zu benutzen, als ziemlich seltsames Phänomen erscheinen muss, lassen Sie uns die Ursachen für unser unintelligentes Verhalten genauer betrachten.

     1. Die intellektuellen Entscheidungen erfordern viel Zeit und der Denkprozess ist bedeutend langsamer als die instinktiven Reaktionen, aufgrund dessen verhalten sich die Menschen sehr oft wie die Tiere. Hier geht es in erster Linie um die analytischen oder rationalen Entscheidungen, aber sie werden weiterhin als richtig intellektuell angesehen und genau dort glauben die Menschen, dass sie den Tieren überlegen sind, nur dass die letztere sich sehr oft vernünftiger als sie, und sogar "menschlicher", benehmen. Tatsächlich kann gesagt werden, dass der Mensch nur ein universelles Tier ist, das aufgrund seiner Universalität in irgendeiner konkreten Tätigkeit auch unfähiger als jedes andere spezialisierte Tier ist, und deshalb versucht er, seine Unvollkommenheit durch diesen neuen Instinkt zu kompensieren (oder vielmehr, dass der Mensch im Prozess der Evolution universell geworden war, weil er in verschiedenen Aktivitäten unfähig und hilflos genug war). So dass der Mensch, im besten Fall, versucht, sein Wissen und seine Arbeitstechnik auf die Geschwindigkeit (und das Niveau) des Instinkts zu automatisieren, wo, wenn er das schafft, mit der Zeit eine gewisse Intuition bekommt, was sagen will, eine unbewusste geistige Tätigkeit, die spontan und ohne offensichtliche geistige Aktivität durchgeführt ist. Das geschieht bei der Lösung von Schulaufgaben, bei dem Fahren und bei der Erfüllung seiner unmittelbaren Pflichten, aber das ist eher Anwendung früherer geistiger Aktivitäten, die im Moment des Handelns auf Automatismus reduziert sind (wie, zum Beispiel, wenn man beim Gehen darüber nachdenkt, welches Bein zu heben ist, und wie man den Schwerpunkt zu verschieben muss, will man oft stolpern und fallen). Aber solche, schon reflexive Aktivitäten können in bekannten Situationen ausgeführt werden, während man in komplexen Lebensproblemen gezwungen ist, an Ort und Stelle zu denken, nur dass das für den Menschen sehr anstrengend und langsam ist, und die operative Situation es nicht immer zulässt.

     2. Der Mensch hat, aber, außer dem Kopf, auch ein Körper, was bedeutet, dass er vor allem emotional, und dann rational, ist. Der Mensch ist höheres Tier (was uns nicht schockieren soll, weil das wahr ist), und das Hauptziel jedes Tieres ist angenehmes Leben zu haben, so dass wir hier einen dialektischen Widerspruch in den Zielen der Existenz haben. Die Roboter sind (zumindest bis jetzt) nicht emotional, weil wir nicht beschlossen haben, dass das für sie von einigen Nutzen sein kann, aber die Modellierung von Emotionen ist nicht schwieriger als die Modellierung von Intellekt, und wenn sie für uns ein Hindernis sind, ist es natürlich, sie nicht im künstlichen Intellekt anzuwenden. Aber die emotionale Belastung menschlicher Urteile bedeutet nicht einfach, dass wir partielle oder voreingenommene Entscheidungen treffen, die nur unseren Interessen entsprechen, weil der Intellekt verpflichtet ist, die Überlegenheit des gegebenen Individuums oder der gegebenen Gruppe über die anderen zu erzwingen, und das ist natürlich. Mehr als das, es kann gesagt werden, dass man in unserer Welt meistens nicht darunter leidet, das man sein Interesse nicht verfolgt, sondern weil man sein Interesse nicht richtig erkennen kann (weil man es zu stark verfolgt)! Die Parteilichkeit des menschlichen Denkens drückt sich in Verstoß selbst gegen die Logik des Denkens aus, und in ihrer Ersetzung damit, wozu das Individuum emotional wohlgesinnter ist, oder, im geringsten Fall, in Filterung der Eingabedaten aus der Sicht (oft nicht realisierter) individueller Präferenzen. Der Mensch ist so egozentrisch, dass er logisch sehr selten denken kann, aus dem einfachen Grund, dass er a priori das für wahr nimmt, was er logisch beweisen will. So macht der Politiker, der Jurist, der Patient, der Verliebte, usw., und als ob ein wirklich vernünftiges Verhalten kann nur bei Arbeit mit abstrakten mathematischen Kategorien beobachtet werden.
     Über den Widerspruch zwischen Vernunft und Emotionen ist, sicherlich, viel gesprochen, aber der Kern der Sache ist, dass es überhaupt nicht notwendig ist, dass dieser Widerspruch antagonistisch sein soll, und der ganze "Trick" darin liegt, wer wen befehlen wird. Es ist normal zu erwarten, dass der Intellekt über die Emotionen herrschen wird, und daraus selbst die Emotionen (zusammen mit dem Intellekt) gewinnen werden, aber soweit der Mensch nicht sofort geschaffen ist, sondern Produkt der Evolution der Tiere ist, nehmen die Emotionen eine grundlegendere Position als der Intellekt ein. Das ist, in der Tat, eine Paraphrasierung der These über den unentwickelten Instinkt, denn wenn er sich ausreichend entwickelt (und wenn er das tut, natürlich), muss er die gesamte Führung annehmen, wobei er die Emotionen nur als "Berater" oder "Schiedsrichter" bei der Auswertung der Entscheidungen benutzen wird. In den nächsten Jahrhunderten (und realistischer -- Jahrtausenden) haben wir jedoch keinen Grund für große Erwartungen, denn heutzutage klingen die Argumente des Intellekts für mindestens 95 % der Menschen weiterhin trocken und nicht überzeugend, und sie bevorzugen die Aktion vor dem Denken, weil die erstere unmittelbarere Emotionen mit sich bringt, was bedeutet, dass sie noch nicht gelernt haben, emotionale Befriedigung durch den Denkprozess selbst zu spüren.

     3. Der heuristische Charakter der intellektuellen Entscheidungen bedeutet, dass ihre Wahrhaftigkeit nicht immer garantiert ist und ihre Überprüfung in vielen Fällen nicht möglich ist, wäre das wegen der enormen Dimension, oder wegen des Hauptkriteriums für Wahrhaftigkeit (zumindest im sozialen Bereich) -- die Verifizierung der Zukunft. Allgemeiner betrachtet ist die effizienteste Strategie, die von der Natur (oder von Gott, wenn Sie sie definitiv personifizieren wollen) überall angewendet wird, die wimmelnde mit vielen Fehlern Versuch- und Irrtum- Methode (oder vollständige Suche im Zustandsraum), die jedoch erfolgreich angewendet werden kann, wenn man über unbegrenzte Zeit und Ressourcen verfügt. Der Mensch ist kein Gott, aber er kann auch eine begrenzte Form dieser Strategie anwenden, wenn er seine Position als Staubpartikel der menschlichen Gesellschaft und Geschichte erkennt, und die in den vergangenen Jahrhunderten angesammelten Millionen von Fehlern nutzt. Nur, dass jeder Einzelne lieber seine eigenen Fehler macht (weil das viel einfacher als die Verarbeitung aller zugänglichen Informationen ist) und sehr stolz mit dieser "Unabhängigkeit" ist. Nun, in verschiedenen Fällen stellt sich das als richtig heraus, weil die Bedingungen der vorherigen Fehler, sicherlich, ein bisschen anders in etwas waren. In jedem Fall sind unsere Entscheidungen heuristisch und unsere Kriterien für die Wahrhaftigkeit relativ, so dass die genaue Lösung nicht immer garantiert ist.
     Wenn jedoch die genaue heuristische Lösung nicht immer garantiert ist, kann auf Kosten dieser in relativ kurzer Zeit eine akzeptable Lösung gefunden werden. In ähnlicher Weise arbeiten auch die Computerprogramme für Schachspielen (und natürlich auch die Schachmeister), die niemals alle möglichen Züge in Betracht ziehen, sondern sich mit einer gewissen Tiefe des Zustandsbaum, wie es heißt, beschränken. Nach ungefähren Berechnungen ist die Anzahl der möglichen Züge in einem Schachspiel von durchschnittlicher Länge eine Zahl, die mit einer Eins gefolgt von 120 Nullen (d.h. 10 erhöht auf die 120. Potenz, 10120), geschrieben ist, was eine wirklich enorme Zahl ist, weil die Menge aller Atome im Universum als eine Eins gefolgt von nur circa 80 Nullen geschrieben wurde. So dass die Heuristik bei komplexen Aufgaben unvermeidlich ist und alles eine Frage des akzeptablen Gleichgewichts zwischen der Ganzheitlichkeit der Prüfung und der Zeit für Erhalten der Lösung ist. Aber was ist der Intellekt, wenn nicht auch ein Gleichgewicht zwischen widersprüchlichen Anforderungen? Genau dieses Gleichgewicht ist, jedoch, wie schon die alten Griechen gesagt haben, die schwierigste Sache für den Menschen.

     4. Ein weiterer Grund für das irrationale menschliche Verhalten ist die Verbalität unserer Urteile, oder der einschränkende Einfluss der Sprache. Wir sind besonders stolz auf unsere artikulierte Sprache, die in der Lage ist, die Natur gut zu beschreiben, aber das, was sie uns am allermeisten gibt, ist eine virtuelle (d.h. scheinbare) Realität, die eher irreführend und mehrdeutig, als genau, ist. Niemand kann, beispielsweise, einen Hund davon überzeugen, dass es für ihn besser ist, Bohnen, Soja, Nüsse, usw. zu essen, weil er die menschliche Sprache nicht versteht und daher immer das Fleisch bevorzugt, während die Menschen davon überzeugt sein können (und nach dem Hinduismus ist die Verwendung von jeglichem Fleisch nicht angemessen, einschließlich auch Eier und Kaviar, denn diese waren die zukünftigen Nachkommen der Tiere). Unser soziales System basiert auf der menschlichen Sprache, weil kein Politiker die Massen verwalten kann, wenn er nicht gut sprechen, d.h. die Menschen manipulieren, kann. Wir mögen einfach die Täuschung, die uns die Worte geben, und wollen sie mit nichts anderem ändern; die scheinbare Realität der Literatur ist attraktiver als einige andere Künste, weil ihre Sprache (zum Beispiel der Gemälde) ärmer ist. Übrigens ist es nicht bekannt, welcher Bulgare (und war er ein Bulgare) als erster entschieden hat, dass unsere Rede "rech" heißen muss, aber er muss Sinn für Humor gehabt haben, denn Sie möglicherweise wissen, dass "retch" auf Englisch "es würgt mich" bedeutet! Das ist, natürlich, nur eine sprachliche Kuriosität und steht nicht in direktem Zusammenhang mit unserer Diskussion, aber sie ist indikativ für die Nutzlosigkeit vieler Superlative im Zusammenhang mit dem (als logisch betrachteten) Sprachzentrum des Gehirns, welcher, in der Tat, macht, was es kann, unter den von der Sprache auferlegten Einschränkungen.
     Die natürlichen Sprachen sind besonders ungenau und arbeiten mit sehr unscharfen Konzepten, was der Hauptgrund dafür ist, dass unterschiedliche Menschen, auf der Grundlage ein und derselben Daten, zu völlig unterschiedlichen Schlussfolgerungen kommen können! Unser Problem ist nicht, dass wir sprechen können, sondern dass wir an das, was gesagt wurde, glauben! Hätten wir eine semantische Sprache gebrauchen können, die die Bedeutung der Begriffe besser widerspiegelt, wie das jetzt der künstliche Intellekt zu machen versucht, oder hätten wir zumindest die Telepathie massiv gemeistert, nicht nur als eine phänomenale Ausnahme von einer von Millionen (und das nicht immer und nicht für irgendwelche mentalen Bilder), wir wären, sicherlich, vernünftiger und wahrheitsgetreuer gewesen. Viele Tiere haben ihre, nach unserem Verständnis primitiven, Sprachen, aber sie sind gut genug, um die für sie notwendigen Emotionen auszudrücken (weil ihr Intellekt sehr rudimentär und untergeordneter als die Emotionen ist, im Vergleich zu unserem).
     Es gibt Gründe zu hoffen, dass die natürlichen Sprachen, unter dem Einfluss der Logik, immer präziser werden, obwohl das ein sehr langsamer Prozess ist. Wir, ich meine die Bulgaren, verwenden, zum Beispiel, immer noch die Doppelnegation (d.h. die Redewendung "Ich nicht weiß nichts Neues", die alle Slawen verwenden -- aber es ist auch in den römischen Sprachen so --, richtig verstanden bedeutet das "Ich weiß etwas Neues"), während die Engländer (wie auch die Deutschen) das vor mehr als einem Jahrhundert abgelehnt haben. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie (d.h. die Englisch sprechenden Personen) deutlich vor uns stehen, weil sie immer noch nicht gelernt haben, den Buchstaben "o" von der Zahl "0" zu unterscheiden, und in vielen Fällen die Zahlen "Figuren" nennen. Bis jetzt, als ob der einzige Fortschritt der Eintritt der Kombination "und /oder" bereits auch in bulgarischer Sprache ist, weil unser alltägliches "oder" das sogenannte "ausschließende oder" ist, d.h. eine logische Funktion, die nur dann wahr ist, wenn beide Dinge unterschiedlich sind (d.h. entweder das eine oder das andere), während das Schreiben mit Schrägstrich dann wahr ist, wenn die beiden Dinge nicht gleichzeitig falsch sind. In jedem Fall ist es wichtig zu verstehen, dass unsere Sprache, wie viel uns hilft, auch so viel schadet, die Essenz der Dinge zu finden, und unser Intellekt nicht notwendigerweise in der Fähigkeit zu sprechen besteht. So dass es am besten gewesen wäre, wenn wir intelligent, ohne zu sprechen, gewesen wären, anstatt umgekehrt (was am häufigsten passiert).

     5. Im Zusammenhang mit der Seltenheit der intellektuellen Tätigkeit des Menschen ist nicht zu ignorieren, auch die Tatsache, dass der Intellekt nicht direkt mit der Fortsetzung des Geschlechts zusammenhängt, was unser globales Ziel im Leben ist, aus der Sicht der Natur, weil für die Fortsetzung des Geschlechts wir alles andere brauchen, aber nicht viel Gehirn! Der Intellekt spielt weiterhin eine untergeordnete Rolle bei allen bedeutenden sozialen Aktivitäten (siehe "Über die Menschheit"), die, sowieso, mit dem Erreichen besserer Bedingungen für die Reproduktion einer bestimmten sozialen Gruppe zusammenhängen (obwohl das von ihren Mitgliedern nicht realisiert wird). Vom Standpunkt der Fortpflanzung ist der Mensch nicht eine intellektuelle, sondern reproduzierende Maschine, in der der Mann der Sämann und die Frau die Erde (der Schoß) ist. Einige von uns können das mögen (insbesondere den Prozess der Fortpflanzung selbst, sich vom Ergebnis abstrahierend) und einige -- nicht sehr (wenn ihr reproduktive Apparat etwas abgenutzt, oder noch nicht vollendet, ist), aber sicherlich nicht öfter als einmal in Tausenden von Fällen gibt man sich dieser Tätigkeit aus vernünftigen Gründen hin.
     Auf jeden Fall wird der Intellekt auch in unserer aufgeklärten Zeit, und in den reichen und entwickelten Ländern, hauptsächlich als subsidiäres Element von dem anderen Geschlecht geschätzt, weil die Frauen die schönen, und /oder die reichen, und /oder die starken Männer suchen, während die Männer ... wieder das gleiche suchen, aber mit Ausnahme der Stärke (weil die Stärke der Frau, wie das bekannt ist, in ihrer Schwäche liegt). Der Intellekt ist normalerweise kein Hindernis, wenn er im Besitz des Mannes ist, aber er ist nur eine pikante Nuance (so etwas wie die Kombination aus weißer und schwarzer Rasse, zum Beispiel, die eine schöne aufregende Wirkung hat), während er bei den Frauen nicht nach den Verdiensten geschätzt ist, sondern wegen seiner Seltenheit (so etwas wie ein Ei eines Pterodaktylus). Und in der Gesellschaft wird im besten Fall mit Bedauern auf die intelligenten Menschen geschaut, denn, sehen Sie, es bleibt ihnen nichts anderes übrig, mit dem sie berühmt werden können. Vielleicht sind die Dinge auf einem anderen Planeten anders, bei der künstlichen Intelligenz wird das sicherlich nicht so sein, aber zwischen den Menschen ist das eine natürliche Gegebenheit.

     6. Am Ende werden wir uns auch mit dem Mangel an Organisation in der gesamten menschlichen Gesellschaft befassen, was den besonderen Intellekt seiner Mitglieder überflüssig macht. Und wirklich, was ist die Notwendigkeit einer recht optimalen Lösung für ein bestimmtes Individuum oder eine kleine Gruppe, wenn ihre Interaktion immer noch auf primitivste Weise durchgeführt wird (siehe "Über die Menschheit" und "Über die Gewalt"), und die vernünftige Entscheidung hat keine Chancen, in die Praxis umgesetzt zu werden? Das zentrale Nervensystem der Tiere verbessert sich in ihrem Überlebenskampf, aber wenn der Mensch überlebt, und sogar unser "armer" Planet zum Wahnsinn übervölkert hat, warum sollte er dann weitere Verbesserungen benötigen? Die Grenzen unserer größten Träume von gesellschaftlicher Harmonie gehen nicht über den Rahmen der Demokratie, Marktwirtschaft, und "vernünftige" Bewaffnung hinaus, wo die Demokratie dem gesunden Menschenverstand widerspricht (siehe "Über die Demokratie"), der Markt ist ein offensichtlicher Betrug (siehe "Über die Menschheit"), und die Bewaffnung ist nur aus den Positionen der Stärkeren vernünftig. Bis es der Gesellschaft nicht gelingt, eine bessere Organisation als diese der Qualle, zum Beispiel, aufzubauen, wo die Entscheidungen des zentralen Denkorgans ohne Widerstand der Massen in die Praxis umgesetzt werden, und eine bessere Spezialisierung als die der zerstörerischen Proben, oder des Wohlstands der Fähigeren (als ob wir uns auf einem Wettbewerb befinden und die Sonne nicht für alle gleich scheint), wird es kein besonderes Bedürfnis nach einer perfekteren Form des menschlichen Intellekts geben. Mit anderen Worten, bis die Widersprüche zwischen den Individuen nicht auf das mögliche Minimum reduziert sind, werden sich die Menschen weiterhin unvernünftig oder wie Tiere verhalten. Nun, das ist es im Grunde genommen: das Ziel bestimmt die Mittel!

     Soweit die Kreativität in hohem Maße mit dem Intellekt zusammenhängt, ist es angebracht, ein paar Sätze auch darüber zu sagen. Jede intellektuelle Aktivität ist, in der Regel, kreativ, obwohl das Umgekehrte oft nicht zutrifft. Vielleicht ist es gut, die schöpferische Tätigkeit als solche zu definieren, bei welcher die Freude im Prozess ist, nicht so sehr im Resultat, obwohl, wenn das Resultat gut ist, das auch nicht zu vernachlässigen ist. Die antipodale Aktivität ist die Routinetätigkeit, bei welcher die Freude nach ihrem Abschluss, in den Ergebnissen (etwa in der Bezahlung) liegt, während der Prozess sehr oft für das Individuum nicht attraktiv ist. Natürlich sind unterschiedliche Niveaus des Kompromisses zwischen diesen beiden Extremitäten möglich, wie auch Änderung des Charakters der Tätigkeit im Laufe der Zeit; außerdem ist eine solche Unterteilung für jede Person spezifisch. In diesem Sinne ist es möglich, dass eine bestimmte schöpferische Tätigkeit nicht mit der Notwendigkeit von viel Intellekt zusammenhängt und ein Beispiel dafür ist ... der Sex, der sicherlich nicht wegen des Ergebnisses praktiziert wird (genau das ist sehr oft unerwünscht), sondern wegen des Prozesses! Aber das ist wirklich kreative Aktivität (zumindest, bis man sich nicht mit dem Partner langweilt), denn jedes Mal entdeckt man etwas Neues darin, und für die Mehrheit der Menschen ist das die einzige kreative Aktivität. In seinem Leben versucht, natürlich, jeder, mindestens ein Kind hinter sich zu lassen, aber diese Suche nach dem Ergebnis kommt nach der Freude von dem Prozess und ist eher für persönliche Rechtfertigung; der Mensch ist ein suchendes Tier und strebt immer nach etwas -- wenn nicht nach etwas anderem, dann zumindest nach dauerhaftem Leben durch seine Kinder.

     So dass der Intellekt, für die meisten Leute, immer noch etwas Neues ist, in dessen Notwendigkeit, sie nicht überzeugt sind. Und sie sind nicht überzeugt, weil er ihnen kein besonderes Vergnügen bringt, wie, zum Beispiel, der Sex. Diejenigen, die sich am intellektuellen Prozess erfreuen, sind auf ihre Weise glücklich, weil das ihnen in vielen Lebenssituationen hilft, und auch eine weitere Freude nicht zu vermissen ist. Nur wenn das zur häufigen Praxis wird (und wenn das geschieht), können wir behaupten, dass der Mensch ein denkendes Tier ist, und nicht nur denkfähig (weil er auch ... urinieren kann, zum Beispiel, aber seinen Namen nicht mit dieser seiner "Fähigkeit" in Verbindung bringt). Wenn das, letztendlich, nicht geschieht -- na ja, dann hat sich das Experiment als erfolglos erwiesen.





ÜBER DIE RELIGION


I. Unterstützung für die Massen

     Der Satz, dass die Religion für das Volk ein Opium ist, ist gut bekannt, nur dass die große Mehrheit der Leute eine voreingenommene Vorstellung über diese Frage hat, weil angenommen (aber mit nichts begründet) wird, dass das Opium etwas Schlechtes ist, denn daraus muss folgen, dass die Religion auch nichts Gutes sein kann, aber die Massen sehen in der Religion (oder zumindest in ihrer Religion), in der Regel, nichts Schlechtes. Eine solche Beurteilung ist logisch, aber fehlerhaft, weil das Opium nicht unbedingt etwas Schlechtes sein muss (denn sonst wäre es nicht in der heutigen, wie auch in der alten, Medizin angewendet worden), und außerdem hängt alles von der Dosis und dem spezifischen Fall (oder der Krankheit) ab. Die Menschen suchen die Religion genau in ihren schwierigen Momenten im Leben -- in großem Unglück und Tod -- und genau dann brauchen sie dieses psychische und moralische Opium, um die schwere Last ihres individuellen Lebens leichter zu tragen. Sicher ist die Religion auch in den glücklichen Momenten ihres Lebens willkommen, wie Hochzeitszeremonien, Geburten, schönen religiösen Festen und Karnevalen, denn die große Freude und der große Kummer haben ähnliche verwirrende Wirkung auf ihren Alltag; aber auch wenn es nicht immer so ist (weil es an Ostern, oder Korban-Bairam, oder anderen kirchlichen Feiertagen nichts verwirrendes gibt), ist niemand verrückt, sich schöne Traditionen zu entziehen, und sucht sie sogar allein, weil die verschiedenen Religionen, in den vielen Jahrhunderten ihres Bestehens, die Möglichkeit hatten, sehr erfolgreiche Szenarien für landesweite Feiertage zu entwickeln.
     So dass, wenn wir die Vorurteile über das Opium loswerden, könnten wir sogar den obigen Gedanken vervollständigen, in dem wir plädieren, dass: die Religion genau dieses Opium ist, das die Menschen brauchen! Wenn es nicht so wäre hätten die Religionen seit Jahrtausenden nicht mehr existiert, denn niemand kann dem Menschen (zumindest nicht für längere Zeit) etwas aufzwingen, was er nicht will. Wenn einige Priester die Dinge nicht so verstehen, dann ist das nur ein weiterer Beweis für ihre Beschränktheit des Denkens (etwas, was für die Kultarbeiter typisch ist, wo das dogmatische Denken Norm des Verhaltens ist). Die Religion ist für die Massen das, was die Märchen für die Kinder sind, egal ob sie schön oder verängstigend sind, denn die einfachen Leute unterscheiden sich nicht sehr von den Kindern in ihren naiven Vorstellungen und in ihrem Wunsch, der Realität irgendwie zu entfliehen, welche Sie ganz nicht immer gerne haben. In diesem Sinne ist die Religion eine Art Flucht (Eskapismus), und niemand kann den Menschen die Möglichkeit einer solchen vorübergehenden "Abschaltung" nehmen, und hat auch keine solchen Rechte.
     Die kommunistische Propaganda, weil es sich um eine neue Religion handelte (worauf wir am Ende dieses Essay noch näher eingehen werden), erzwang die Wahrnehmung, obwohl sie es nicht wagte, das zuzugeben, dass die Religionen (d.h. die anderen Religionen), etwas sind, was den Menschen auferlegt ist, etwas, was für sie nicht nötigt ist, und, daher, schädlich ist. Das ist jedoch, im allgemeinen Fall, einfach nicht wahr, weil die Menschen allein nach einer Religion suchen, und das, was ihnen auferlegt ist (und sie mögen es nicht), ist die allgemein akzeptierte Religion und ihr Lernen in den Schulen (da die obligatorischen Dinge selten dem Volk gefallen), und aus diesem Grund traten bereits in der Zeit der Renaissance viele Gegner der Religion auf. Diese Gegner waren große Humanisten und große Persönlichkeiten, und ihre Gegenüberstellung war normal und notwendig, um die Religion von der Regierung zu trennen oder zu zerreißen, um den unnötigen Dogmatismus im Denken zu beseitigen (da es, wie alles im Übermaß, schädlich ist), um die Gesellschaft zu demokratisieren und zu dezentralisieren, aber nicht die Religion vollständig aus dem sozialen Bereich des Lebens wegzuwerfen. Und wie wir heute noch sehen, ist sie nicht weggeworfen. Die Religion existiert, und wird existieren, als ein lebenswichtiges Bedürfnis für die Menschheit, aber sie ändert sich, und wird sich ändern, mit der Erweiterung unseres Wissens über die Welt. Die religiösen Dogmen brechen, und für jeden Dogmatiker bedeutet das Verleugnung der Religion, aber das ist, in der Tat, eine unaufhörliche Entwicklung von den naiven und konkreten Vorstellungen über Gott (oder die Götter) mit menschlichem Abbild zu einem abstrakteren Verständnis der unbegrenzten im Raum und in der Zeit Natur, und der Nichtigkeit und der Schwäche des Menschen.
     Die Religion ist eine notwendige Täuschung -- offensichtlich Täuschung, weil es keine Beweise für die Existenz Gottes gibt (worauf wir uns in Kapitel III konzentrieren werden, aber siehe auch "Über die Schöpfung"), und offensichtlich notwendig, weil die Menschen sie seit Jahrhunderten suchen. Die Wahrheit, abgesehen davon, dass sie für die Menschen unzugänglich ist (und Gott sei Dank, denn wenn wir irgendwann die ganze Wahrheit über das Universum erreicht hätten, was hätten wir danach getan?), und unsere Bewegung in der Zeit ein unaufhörlicher Prozess der Entdeckung neuer Teilwahrheiten aus der grenzenlosen absoluten Wahrheit über die Welt ist, aber ist auch fast unerträglich (weil die Menschen, wie wir sagten, wie die Kinder sind). Die Religion ist eine Täuschung, aber alles in unserem Leben ist eine Täuschung: der Erfolg, das Glück, die Liebe, das Wissen, der Heldentum, der Sinn des Lebens, der Alkohol, der Sex, die Kunst, und so weiter und so fort. Die christliche Religion sagt, dass "alles Eitelkeit (vanitas) ist", was die gleiche Bedeutung hat (obwohl sie das nicht Täuschung nennt) und bietet als einzige Alternative den Glauben an Gott und das Leben nach dem Tod. Das Einzige, was wir in dieser Situation tun können, ist, eine schönere Täuschung zu wählen und mit unserem Trugbild glücklich zu sein!
     Es ist sehr naiv zu glauben, dass wenn man weiß, dass man sich in etwas täuscht, man wird nur unzufrieden bleiben -- nein, man wird unzufrieden nur in diesem Fall, wenn man etwas nicht mag, und die Wahrhaftigkeit ist das Letzte, worüber man sich interessiert, und das nur dann, wenn man nicht zufrieden ist. Die meisten Kinder, ungefähr im fünften Lebensjahr, erlernen sehr gut, dass es keinen Väterchen Frost oder Weihnachtsmann gibt, das aber hindert sie nicht daran, ihre Geschenke für diesen Feiertag zu genießen. Jeder gesunde Mensch weiß, dass es unmöglich ist, alle verfügbaren Männer oder Frauen (je nach dem Fall) zu durchsuchen, um einen Partner im Leben oder einen Gegenstand für seine /ihre Liebe zu wählen, was ihn /sie jedoch nicht daran hindert, sich zu verlieben, wenn nicht mit dem ersten getroffenen, dann zumindest mit einem der ersten 5-6 Objekte. Jeder Leser weiß, dass die Fiktion-Bücher (und Filme) reine Erfindungen sind (obwohl wir in Bulgarien ein bisschen verwirrt sind, zum einen wegen des seit langem bestehenden "kritischen Realismus", und zum anderen, weil wir über Literatur sprechen, wo die englischsprachigen Leute es genau als "Erfindung" bezeichnen), was ihn jedoch nicht daran hindert, sie zu lesen, wenn er sie mag. In diesem Sinne bedeutet die Erkenntnis, dass die Religion auch eine Erfindung ist, und die Existenz Gottes nicht bewiesen werden kann, keineswegs, dass die Religion für das Volk nicht notwendig ist, wie sie auch die Leute nicht hindert, daran zu glauben (d.h. sich zu täuschen).
     In Anbetracht dieser Überlegungen ist es jetzt an der Zeit, eine Definition der Religion zu geben, die jedoch maximal ausgedehnt und nicht einschränkend ist, um alle existierenden und bestehenden religiösen Überzeugungen, als auch die mögliche zukünftige Religionen, einzubeziehen. Zu diesem Zweck ist nützlich, auch einige etymologische Zusammenhänge zu untersuchen, weil das, was linguistisch in den Sprachen festgelegt wurde, von den Menschen im Laufe der Jahrhunderte tief empfunden (oder "unbewusst erkennt") wurde. Das genaue Wort "Religion" ist lateinisch und bedeutet etwas, auf das man sich verlässt, oder worauf man sich stützt, was leicht im Englischen "rely on" zu sehen ist (oder Sie können dann die französische Relai nehmen). Dann ist das englische und nicht nur Wort "Pater" lateinisch, aber es kommt aus dem alten Sanskrit, wo "patera" Balken, Stütze bedeutete, und diese Wurzel ist auch in bulgarischer Sprache in einem heutzutage selten verwendeten Wort vorhanden, nämlich "pateriza", was ... Krücke ist. Das bulgarische Wort für Vater-Priester ist "sweschtenik" (oder "sweschtschennik" auf Russisch -- und diese "sch-tsch" ist dort mit einem Buchstaben geschrieben) und bedeutet helle oder heilige Person ("swescht /swetscha" ist Kerze), wobei der lateinische Papst auf Russisch "papa" ist und auch Vater (verstehe, der Menschheit) bedeutet, und die russische Sprache, obwohl sie für den Westen wie Chinesisch klingen mag, hat viele lateinische Wörter und Wurzeln, nur dass die Suffixe slawisch und anders sind. Interessant ist auch die Relation des deutschen Gottes (und englischen God) mit der Wurzel "gut" (im englischen "good"), weil Gott das gute Wesen ist; wie auch von englischem Bösen (evil) und dem Teufel (devil), wo das letztere für die Engländer als "the Evil (being)" aufgebaut ist. Und so weiter.
     So dass unsere Definition für die Religion die folgende ist: integrales soziales System von Vorstellungen und Ritualen, das ausschließlich auf dem Glauben basiert, und dazu dient, die Menschen in ihrer täglichen Tätigkeit, und insbesondere in den schwierigen Momenten, zu unterstützen und ermutigen, wobei es Sinn gibt, dem ansonsten sinnlosen, vom Standpunkt des Individuums, Leben. Über die Unterstützung, die die Religion gibt, haben wir genug gesprochen, über den Sinn (oder die Sinnlosigkeit) des Lebens gibt es viele Gedanken im Essay "Über die Schöpfung" (wegen der Zufälligkeit unseres Lebens), und auch im nächsten Kapitel werden wir uns eingehender mit dem Ziel der Religion befassen, so dass es hier nur noch einige Worte über den Glauben zu sagen bleibt. Es ist, in der Tat, offensichtlich, dass in der Religion die Behauptungen akzeptiert werden, nicht weil sie wahr oder richtig sind, sondern zuerst auf Glauben, und erst danach, wann und wo das möglich ist (und auch wo das nicht ist) sind sie in logischer Weise gerechtfertigt, aber post factum. Mehr als das, nicht nur, dass man an Etwas glaubt, nicht wegen seiner Wahrhaftigkeit, aber genau umgekehrt -- wegen seiner Unwahrscheinlichkeit, oder wie es der zu uns aus der Römerzeit bekannte Satz sagt: Credo quia absurdum, d.h. "Ich glaube, weil es absurd ist"! Für viele Menschen mag das paradox klingen, aber es ist die reine Wahrheit (na ja, natürlich nicht die absolute), denn das, was wahrscheinlich oder möglich ist, kann entweder geschehen oder auf logische oder experimentelle Weise bewiesen werden, wo das, wofür es keinen Beweis gibt (aber es muss von den Massen akzeptiert, in ihren Köpfen eingeprägt werden), kann nur durch den Glauben und ohne nachzudenken akzeptiert werden. Mit anderen Worten, das, woran zu glauben ist, d.h. es ist möglich, nachweisbar, daran besteht keine Notwendigkeit, es auf Glauben zu nehmen (d.h. das ist nicht "zu glauben"), wo das, was nicht zu glauben ist, weil es der Logik und /oder dem Experiment widerspricht, muss auf Glauben genommen werden (d.h. es "ist" zu glauben) -- eine ziemlich verwirrende verbale Equilibristik, aber solche sind die menschlichen Sprachen und die Logik des gemeinsamen Individuums, so dass es keine Möglichkeit gibt, vor solchen rutschigen Situationen davonzulaufen.

II. Moralität

     Jede Religion hat ihr tiefes moralisches Ziel, und das ist es, was ihre Existenz rechtfertigt. Die fundamentalen Vorstellungen über das Gute und das Böse, die selbst von den Urschamanen eingeführt wurden, sind eine wesentliche Notwendigkeit in der menschlichen Gesellschaft, nicht weil der Mensch so dumm ist, nicht zu wissen, was für ihn gut und was nicht ist, sondern weil die egoistischen Ziele jedes Einzelnen den gemeinsamen Zielen der Gruppe von Menschen widersprechen, und, daher, muss es jemanden geben, der einige gemeinsame Regeln für Zusammenleben formulieren muss, und dieser einer muss sie auferlegen -- wäre es mit Gewalt, wäre es mit Täuschung. In der Natur gibt es nichts Gutes oder Schlechtes, und diese Begriffe sind für die Tiere nicht notwendig, weil sie nicht die Fähigkeit haben, mehr oder weniger gute Modelle der Realität in sich aufzubauen, und leben einfach Tag für Tag, ohne die Möglichkeit, die Dinge weiter als, beispielsweise, eine Jahreszeit vorauszusagen. Es gibt keine tugendhaften Katzen, oder Wölfe, oder Hunde, oder Heuschrecken, wenn Sie wollen, aber das behindert sie nicht im geringsten im Leben, weil sie nicht die Fähigkeit haben, Fragen nach seiner Bedeutung zu formulieren, wo die menschliche Fähigkeit zum Verstehen (und von hier kommt die Fabel über den Wissensapfel im Paradiesgarten), ein zweischneidiges Schwert ist. Die Fähigkeit zur Erkenntnis ist im biologischen Sinne etwas vollkommeneres, bringt aber für die damit ausgestatteten Wesen neue Probleme mit sich, denn wenn ein Tier nur darum tötet, um sich zu verteidigen oder zu ernähren, dann tut das der Mensch aus verschiedenen abstrakten Gründen. Auf diese Weise wird dieses soziale Tier, welches denkendes genannt ist, sehr stark und gefährlich, nicht nur für die anderen Tiere, sondern auch für seine Brüder -- ergo muss er noch lernen, wie man mit den anderen leben muss, damit das Blutvergießen (oder das Verlust an biologischem Material, zynischer gesagt) möglichst gering wird. Genau aus diesem Grund existiert die Moral.
     Wenn wir versuchen, eine kurze und nicht einschränkende, aber hinreichend gründliche Definition des Begriffs "Moral" zu geben, hätten wir zu Folgendem gelangen können: System von Regeln, das die Menschen in der Zeit und in dem Raum vereinen soll. Das gemeinsame Zusammenleben an ein und demselben Ort kann relativ leicht erreicht werden (meistens mit Gewalt), aber vor der Zeit, ohne moralische Normen, stolpert die Menschheit gerade! Eine Gruppe von Menschen, welche nicht im Raum vereint sind, wird als "Wilde" bezeichnet (denn sie können sich wie ein Rudel Wölfe die Kehlen durchschneiden, wäre es wegen einen Weibchen, oder wegen einen "Knochen", oder nur um zu zeigen, was für "Helden" sie sind), während eine Gruppe von Menschen, welche nicht in der Zeit vereint sind, normalerweise als "Barbaren", d.h. Ungläubige, bezeichnet wird (weil sie nicht wissen, wie sie sich verhalten sollen, um eine gute Erinnerung an sich zu hinterlassen, noch überzeugt sind, dass sie eine solche Erinnerung überhaupt hinterlassen müssen).
     Für das Erreichen der Harmonie im Leben des Menschen mit seinen Mitmenschen und mit der Umwelt sind alle Mittel erlaubt! Aus diesem Grund ist es völlig natürlich, die Erfindung des Jenseits des Leben (oder die Reinkarnation der Seelen), und die vollständige Durchdringung der Religion (zumindest bis sie regierende ist) in allen Lebensbereichen, und der Begriff der Sündhaftigkeit des Menschen, und der Dogmatismus der religiösen Moral, der durch den Apparat der Inquisition, oder zumindest durch einiger Zensur, unterstützt ist, sowie die schärfeste Intoleranz gegenüber den Häresien (d.h. den falschen Theorien), und der utopische Charakter des religiösen Glücks im Gegensatz zu den wirklichen Erdenfreuden, und die unvermeidliche Stagnation in der Entwicklung (weil das Glück meistens in der Stagnation liegt), und andere gemeinsame Merkmale einer gegebenen Religion. Die Religionen sind für die Massen, und aus diesem Grund sind sie Zuflucht für die Schwachen, weil der gemeine Mensch schwach ist -- sowohl um dem Bösen entgegenzutreten, als auch in seinem Geist die unbegrenzte Zeit und den Raum zu erfassen.
     Für den unvoreingenommenen und denkenden Menschen ist völlig klar, dass das Böse und das Gute keine abstrakten, sondern relativen Kategorien sind, und in jedem konkreten Fall unterschiedliche Bedeutungen haben können, aber eine solche Vorstellung über die Dinge löst das Problem nicht! Man muss, zum Beispiel, wissen, dass der Kannibalismus eine sehr schlimme, grausame Sünde ist, auch wenn es Fälle geben kann, in denen es sich um eine vernünftige Entscheidung handelt (sagen wir, im Hinblick auf die Fortsetzung der Gattung) -- nur, dass solche Fälle so selten und so fragwürdig sind, dass es nicht in der Macht von jedem ist, wie man sagt, an Ort und Stelle darüber zu beurteilen, und es muss ein Dogma oder Gottes Gebote geben.
     Die Toleranz gegenüber den Ansichten anderer Menschen ist, zweifellos, sehr gute und nützliche für jede Gesellschaft Idee, aber das ist eine Anforderung, die in unserer voller mit Antagonismen Welt ziemlich schwer zu erreichen ist, so dass es, trotz der Bemühungen einiger Religionen, keine solche gibt, die gegenüber den anderen immer tolerant war (selbst wenn es eine solche gegeben hätte, hätte sie seine Anhänger verloren, weil die Menschen diejenigen sind, die die Religionen verändern). Was wird sagen, dass die Religionen ein positives Phänomen in Bezug auf ihre Ursache für das Erscheinen, oder ihre Absichten sind, aber gleichzeitig haben sie eine äußerst reaktionäre Rolle in allen Epochen gespielt, wenn es auf die Wirkung oder das Ergebnis gekommen war! Das ist jedoch unvermeidlich, und das Beste, was eine Religion tun kann, ist festzustellen, dass "der Weg zur Hölle mit guten Absichten übersät ist". Heutzutage streben fast alle Religionen nach einer immer größerer Toleranz, aber das liegt hauptsächlich an der Tatsache, dass in den religiösen Gefühlen der heutigen Bürger ein gewisser Rückgang zu sehen ist, und die größere Toleranz eine Grundlage für Konvergenz verschiedener, früher für ketzerisch gehaltener, Strömungen einer gegebenen Religion schafft, aber auch, weil in der heutigen kommunikativen Welt die Menschen gezwungen sind, in größerer Übereinstimmung zu leben, und das auch von den Religionen erfordern. Wenn auf diese Weise die Religion ihren führenden Platz als Moralisator der Gesellschaft beibehält, kann das nur begrüßt werden! Auf jeden Fall sollen wir nicht denken, dass die Religion ihren Zweck erfüllt hat und deshalb vom Angesicht der Welt verschwinden wird, unabhängig vom nächsten Kapitel, in dem wir einige der pseudo-wissenschaftlichen oder jesuitischen Thesen für die Existenz christlichen Gottes denunzieren.

III. Existenz Gottes

     Es gibt keine Beweise für die Existenz Gottes, und es kann keine geben, wenn wir uns über die Frage klar sind, was dieser Gott ist. Wenn wir Gott als ein solches allmächtiges und unzerstörbares Wesen (oder "Substanz", wenn Sie es so mögen) definieren, welches überall und immer existiert, welches nicht von der realen Welt, in der wir leben und dessen Gesetze wir kontinuierlich erreichen, abhängt, und welches sogar die Hauptursache für die Erschaffung dieser Welt ist, können wir nicht verfehlen, zu dem Schluss zu kommen, dass unser Wissen über dieses Wesen allein von Seinem Wunsch abhängt, uns dieses Vergnügen zu erlauben. Wenn Gott sich von den Menschen fernhalten will, und sie, nachdem Er sie mit freiem Willen ausgestattet hat, allein lassen will, die Bedeutung von Gut und Böse zu erreichen, dann wird Er immer Wege finden, sich so vor uns zu verstecken, dass wir nicht in der Lage sein werden, Seine Existenz, weder auf experimentelle, noch auf rationale Weise, zu finden oder zu beweisen. Wenn Er sich jedoch beschließt, sich jemandem zu zeigen, wird Ihn dieser Jemand überall finden: in dem Fels, in dem Baum, in dem Tier, in der Fliege, wenn Sie wollen, in dem Menschen, in seinen Gedanken, und wird kategorisch von Seiner Existenz überzeugt sein, egal welche die Aussagen der anderen sind. Aus diesem Grund besteht die christliche Religion darauf, dass "wer sucht, findet". Die ganze Sache hier ist darin, dass Gott nicht nur viel stärker, klüger, und besser als die Menschen ist, sondern unendlich, d.h. unvergleichlich, mehr solcher, und Er existiert für immer und überall. Um Ihn zu erreichen oder Seine Existenz nur mit eigenen Anstrengungen anzuerkennen, muss man zumindest mit Seinen Fähigkeiten sein; ja, aber der Mensch ist kein Gott, so dass das unmöglich ist, oder, lateinisch ausgedrückt, das ist eine contradictio in adjecto, d.h. ein Widerspruch in der Definition.
     Das ist keine neue These, sondern ist seit etwa 25 Jahrhunderten bekannt, und wird als Agnostizismus bezeichnet. Obwohl wir in Bulgarien durch diese Vorstellung über die Dinge ein wenig irregeführt sind, weil die kommunistische Propaganda darauf bestand, dass der Agnostizismus eine Theorie über die Unkenntnis der realen Welt ist, nicht von Gott. In einigen Religionen wird Gott mit der Wahrheit über alles, oder mit der absoluten Wahrheit, wie wir jetzt sagen, identifiziert, wobei das gesamte Wissen über das Universum verstanden wird, aber das ist nur eine andere Weise für Benennung der Naturgesetze oder der Idee über die Dinge. So oder so, wenn wir behaupten, dass Gott wirklich ein Gott ist, dann kann Seine Existenz oder Abwesenheit in keiner Weise von uns bewiesen werden, weil wir unvollkommene und sündige Wesen sind, und wenn wir glauben, Gott entdeckt zu haben, können wir uns positiv täuschen, ebenso wenn wir denken, dass es keinen Gott gibt. In einer zeitgenössischeren Sprache gesagt, ist Gott ein Wesen aus einer anderen Dimension, und wir können Ihn einfach nicht sehen, wo Er uns kann (wenn nur wünscht). Woraus folgt, dass die Existenz Gottes eine Frage des Geschmacks, oder des Glaubens ist, und wer will, kann denken, dass Er existiert, aber wer das nicht will -- dann, dass Er nicht existiert. Unser Wunsch jedoch hat keine Wirkung auf Seine Existenz oder Abwesenheit, weil wir diejenigen sind, die Ihn brauchen, nicht Er uns! Die Existenz Gottes ist nur eine Hypothese, und wenn wir sie brauchen, können wir sie annehmen, aber wenn wir darauf verzichten können, brauchen wir sie nicht einzumischen; die exakten und Natur- Wissenschaften kommen sehr gut ohne sie aus, aber im sozialen Bereich, aufgrund der Naivität der Massen, ist sie oft notwendig, und deshalb wird sie dort verwendet.
     Diese Überlegungen waren für uns notwendig, um zu wissen, wie die unten aufgeführten "Beweise" für die Existenz des christlichen Gottes genommen werden sollen, wo die Anführungszeichen notwendig sind, wenn wir verstehen, dass Beweise, sowieso, nicht existieren können. Das sind Beispiele für jesuitische Logik, was eine Mischung aus Logik und Glauben ist (wo die Logik versagt), aber wir dürfen sie nicht besonders streng beurteilen, weil sie für die Massen bestimmt sind, und die Leute wenden in der Regel ziemlich oft ähnliche ungenaue Urteile an, um ihre eigenen Ansichten auf eine scheinbar objektive Weise zu entschuldigen. Hier sind einige der am weitesten verbreiteten Thesen für die Existenz Gottes.

     1. Gott ist die Hauptursache für die Welt, in der wir leben. Alles auf dieser Welt ist von jemandem erschaffen, weil es keine Konsequenz geben kann, ohne eine Ursache dafür zu haben. Ein Haus kann nicht von selbst gebaut werden, weder ein Schwert kann allein hergestellt werden, noch ein Mensch kann ohne den Akt der Empfängnis geboren werden, und so weiter, so dass es auch dafür eine Ursache geben muss, was nicht durch unseren Willen geschieht -- das Keimen des Baumes im Wald, das Auftauchen der wilden Tiere, das Erschaffen der Felsen, und der Meere, und der Flüsse, und der Sterne am Himmel, usw. --, und daher müssen sie von jemandem erschaffen werden. Aber kein Mensch kann eine Blume erschaffen, wenn er nicht ihren Samen hat, oder einen Stern am Himmel erschaffen, oder das Aufgehen der Sonne stoppen, folglich ist alles das von einem allmächtigen Wesen erschaffen, Das für immer in der Zeit lebt, alles, was schon war und was passieren wird, weiß, weil die Ursache-Wirkungs-Beziehungen der Dinge versteht, sich überall dort, wo Er wünscht, befindet, und unsere ganze Welt, oder das gesamte Universum, befiehlt, weil Er es allein geschafft hat. Er pflanzt nicht den Samen für jedes Gras, weil Er gesagt hat, wie dieses Gras seinen Samen pflanzen muss, oder wie sich jedes Tier verhalten und sich vermehren muss, um diese schöne Welt zu bevölkern. Er hat auch den Menschen geschaffen und ihn so gemacht, dass er wie Ihn selbst aussah, ihn aber nicht darauf beschränkt hat, nur Gutes zu tun, denn sonst hätte der Mensch nicht die Freiheit des Willens, diese göttliche Eigenschaft, gehabt, und deshalb hat Er ihn auf diese Welt leiden lassen, um Glück im zukünftigen Leben zu erlangen, wenn er zu Ihm kommen wird, dann ohne seine vergängliche materielle Hülle, sondern nur als Idee, Seele, oder Emanation des göttlichen Prinzips. Gott ist die Wahrheit über alles, denn nichts kann ohne die Idee dafür entstehen, und die Idee ist nicht materiell, obwohl sie in materiellen Formen umgesetzt werden kann. Gott existiert, denn so viel wir auch wissen, können wir die göttliche Natur der Welt immer noch nicht erreichen, und die Welt existiert, daher wurde sie erschaffen. Wenn wir denken, dass manche Dinge einfach so passieren, oder sie zufällig passieren, dann denken wir das nur, weil wir die göttliche Weisheit nicht erfassen können, aber wir täuschen uns und denken falsch. Und so weiter.
     Alle diese Überlegungen sind völlig spekulativ und können leicht auch auf eine logische Weise widerlegt werden: wenn Gott einmal die materielle Welt unter Anwendung Seines freien Willens geschaffen hat, und wenn jedes Ding seinen Schöpfer haben muss, wer hat dann den Schöpfer geschaffen? Allgemein gesagt setzt die These über den Anfang und die Bedeutung unvermeidlich die Frage nach dem Anfang und der Bedeutung dieses Anfangs, und erlegt die Notwendigkeit einer Hierarchie von Göttern auf, was wiederum unsere Fragen nicht beantwortet! Wie, übrigens, die Trennung der Materie von der Idee über sie wirft unvermeidlich die Frage nach der Priorität eines der beiden Dinge auf, aber solange sie zusammen existieren (wie das Huhn und das Ei), führt eine solche Trennung zu nirgends. Der Beginn der Schöpfung muss nur als ein bedingter Punkt für Messung der Zeit betrachtet werden, nicht als ein echter Beginn, wie auch die Suche nach Sinn oder Ziel dort, wo sie nicht existieren müssen, kann sie nicht entdecken, sondern nur erfinden. Wie dem auch sei, in Bezug auf diese Fragen sehen Sie auch das Essay "Über die Schöpfung".

     2. Die Natur gehorcht den Naturgesetzen und, daher, sie müssen von jemandem geschaffen werden. Das ist eine Modifikation des vorherigen Punktes, nur dass sie viel zeitgemäßer und logischer ist und deshalb behandeln wir sie separat. Sie setzt nicht die Vorstellung voraus, dass Gott wie ein ungezogenes Kind ist, welches ein Unheil angerichtet hat (sagen wir, eine Dose am Schwanz einer Katze gebunden hat) und sich irgendwo versteckt hat, um sein Spaß zu haben, sondern dass Er wie ein echter Künstler ist, der etwas fertiges geschaffen hat (ein Bild, einen Mechanismus, oder ähnliches) und es den Menschen überlassen hat, um es zu benutzen. Diese These beschränkt in keiner Weise die wissenschaftliche Suche und das Wissen über die Welt, in die Gott, nach dem anfänglichen Schöpfungsakt, nicht unbedingt eingreifen muss. Sie zwingt uns einfach die ungerechtfertigte Relation zwischen den Naturgesetzen und den menschlichen Gesetzen auf, und wenn die letztere von jemandem geschaffen und auf etwas geschrieben sind, dann müssen auch die Naturgesetze von jemandem geschaffen und irgendwie in die Materie geschrieben sein. Der Haken aber ist derselbe: wenn etwas existiert, muss es von jemandem erschaffen sein. Es ist wahr, dass es keine Ursache ohne irgendeine Konsequenz geben kann, aber wer gibt uns das Recht, aufgrund der Konsequenz auch die Ursache dafür zu erfinden? Und wer kann uns garantieren, dass die Ursache einzig und allein ist, um genau diese zu wählen? Die Zufälligkeit unserer Welt kann in sie (von jemandem oder von etwas) "kodiert" sein, kann aber auch die einzig mögliche Lösung sein, in welchem Fall wir die Hypothese Gottes nicht brauchen. Und darüber hinaus verschlechtert die Verwendung dieser These erneut die Rolle Gottes oder widerspricht Seiner Definition, denn wenn Gott alle Naturgesetze geschaffen hat, muss Er ihnen auch gehorchen, was besagt, dass Er keinen freien Willen hat, oder überhaupt kein Gott ist.

     3. Die Zweckmäßigkeit unserer Welt kann nur mit der Existenz ihres Schöpfers erklärt werden. Das Gras wächst, um von einem Tier gefressen zu sein (und um die Luft mit Sauerstoff zu sättigen, wenn wir die Übersicht vertiefen möchten); die Blätter der Bäume fallen im Winter, um nicht zu frieren und die Wurzeln der Bäume am Frieren zu hindern und die Erde mit Nährstoffen zu bereichern; die Kuh existiert, um uns Milch zu geben, die Sau -- Fleisch, das Huhn -- Eier, und so weiter; die Sonne geht auf, um uns zu wärmen, der Mond -- um in der Nacht zu scheinen, der Fluss fließt, um daraus zu trinken, die Meere existieren, damit die Fische dort brüten können, usw.; der Sex existiert um sich Menschen und Tiere züchten und reproduzieren können; der Mann ist geschaffen, um Gott zu erfreuen. und andere ähnliche Dinge. Nichts geschieht einfach so in der Natur, aber mit einem bestimmten Zweck, und wenn wir ihn nicht wahrnehmen können, bedeutet das nicht, dass es keinen solchen Zweck gibt. Wenn die Welt nicht von Gott geschaffen worden wäre, wäre sie nicht so effizient gewesen. Die Wissenschaften widersprechen nicht der Existenz Gottes, sondern nur dazu dienen, uns die göttlichen Ziele zu erklären, die Er sich gesetzt hat und die die schwachen Menschen sonst nicht hätten verstehen können. Gott hat uns die Vernunft gegeben, damit wir in der Lage wären, Ihn zu begreifen, die Vorstellung von Gut und Böse -- um nach dem Guten zu streben, und den freien Willen -- damit wir Ihm näher kommen können. Sogar die Fliege ist da, um die Spinnen und Vögel zu füttern (und vielleicht um uns zu lehren, hygienischer zu leben), der Wurm, um den Boden zu lockern und anzureichern, und der Tod, um uns zu lehren, das Leben mehr zu schätzen und in der Lage zu sein später ins Paradies oder in die Hölle kommen zu können, demnach, was wir auf dieser Welt verdient haben. Aber dann, warum nicht hinzufügen, dass es die Nase gibt, um die Brille darauf zu setzen, den kleinen Finger -- um etwas zu haben, womit ... in der Nase zu stochern, und die Hände -- um in der Lage zu sein, unseren Hintern abzuwischen (weil wir uns nicht lecken können, wie die Katzen und Hunde)? Das Leben ist ein Ergebnis von günstigen Ereignissen und unbegrenzter Anzahl von Versuchen und Irrtümern (siehe wieder "Über die Schöpfung"), und alle Bemühungen, ihm ein Ziel oder einen Zweck zuzuschreiben, sind zumindest komisch.

     4. Gott existiert, um uns zu lehren, was gut und was schlecht ist. Das ist die moralische Argumentation Seiner Existenz, aber auch hier gehen die Dinge von hinten nach vorne, oder wir beweisen etwas nur, weil wir es so mögen. Wenn man nicht weiß, was gut und was schlecht für ihn ist, und der Mensch, wirklich, sehr oft weiß das nicht, dann muss eine allmächtige Kraft kommen, um ihn zu lehren. Aber wenn der Begriff von Gut und Böse nicht existiert hat, bevor unser "lieber Gott" das uns erklärt hat, dann folgt daraus, dass die Welt, die Er erschaffen hat (mit dem Bösen darin), überhaupt nicht gut ist, wie auch dass Gott selbst kein gutes Wesen ist. Die Fabeln über den freien Willen des Menschen, aufgrund derer Gott das Böse in der Welt gelassen hat, weil, sehen Sie, wenn es nichts Böses gäbe, dann nichts zwischen dem zu wählen gäbe, und sich man immer gut verhalten hätte, sind in der Theorie ziemlich schön, aber sie rechtfertigen keineswegs die menschlichen Kummer und Elend, und, letztendlich, wenn Er Gott ist, hätte er sich vielleicht einen Weg ausdenken können, so dass es freien Willen gäbe, und auch Böse und Elend gäbe, aber die Menschen hätten nur Gutes machen können! Was daraus, dass es auf diese Weise die Belohnung der ewigen Glückseligkeit (oder der ewigen Bestrafung) in der "anderen Welt" nicht vorhanden wäre -- dann hätte man auf dieser Welt wie im Paradies gelebt. Sicherlich ist das eine grundlose These. Und wenn dann das Gute und das Schlechte vor der Ankunft Gottes und der Erschaffung unserer Welt existiert haben, dann hat Gott keinen Beitrag zu dieser Frage geleistet. Es stellt sich heraus, dass die Dinge leicht gelöst werden können, wenn wir diese Begriffe nicht in der materiellen Welt mischen, welche so ist wie sie ist, und das Gute und das Böse relativ, wie alles andere, sind, oder Nebenprodukte der Existenz der Materie. Die Moral wird darunter nicht leiden, sondern wird das werden, was sie, jedenfalls, ist -- Regeln für friedliche Zusammenleben vieler Individuen. Nur, dass wir von der Hypothese von Gott entlaufen werden, und der Zweck der Aufgabe bestand darin, sie zu bestätigen.

     5. Gott ist der Retter der Menschheit. Trotz des Unglücks auf dieser Welt ist Gott derjenige, der die unsterblichen Seelen der Menschen rettet, und Er hat sogar ein Teilchen von Sich selbst genommen, und auf diese Weise Seinen Sohn Christus in ganz menschlicher Form und mit menschlichem Fleisch gezeugt, so dass Er alle menschlichen Leiden erfahren konnte und später, mit seinem Tod, den Tod besiegen konnte. Gott hat nicht nur die reale Welt erschaffen, sondern auch das Paradies und die Hölle, und auf diese Weise hat Er dem Menschen leicht gemacht, sich vollständiger mit Seiner göttlichen Essenz zu vereinen. Auch wenn wir die mit nichts begründete Hypothese über die Existenz unseres Christus außer Acht lassen, denn es gibt keine historischen Beweise für seine tatsächliche Existenz, insbesondere keine glaubwürdigen Zeugen des Momentes der Empfängnis oder Seiner Auferstehung, nach der Bestätigung Seines physischen Todes durch eines kompetenten Konsilium von Medizinern, aber wir haben keinen Grund zu der Annahme, dass die "andere Welt" in etwas besser als diese ist. Der Mensch ist ein endliches Geschöpf und es ist überhaupt nicht klar, ob ein ewiges Leben (wenn möglich) etwas Gutes oder konstante Langeweile sein wird, denn das Glück kann größtenteils in der Stagnation bestehen (aus dem Grund, dass jede Übergangsperiode etwas, im Großen und Ganzen, Schlechtes ist -- wie wir in Bulgarien am Beispiel unseres Übergangs zur Demokratie, der niemals endet, gesehen haben), aber nicht die unaufhörliche Stagnation, ohne jede Möglichkeit für eine Veränderung (mit Ausnahme derjenigen im Fegefeuer, wonach wieder endlose Langeweile kommt). Dort, wo es keine Erwartungen und Hoffnungen für Veränderungen gibt, kann es keinen Raum für Ausdruck des freien Willens geben. Mit anderen Worten, so sehr wir unsere Seelen verdrehen, ist die "andere Welt" ein ewiges Exil! Wenn Gott wirklich gut und allmächtig wäre, hätte er sich einen schmerzlosen Weg ausgedacht, um die Seele zu zerstören (oder ihr Gedächtnis zu löschen, wenn er so sehr etwas Gutes nicht wegwerfen möchte), anstatt dieser ewigen Qualen (oder Glückseligkeiten mit dem gleichen Effekt). So dass: wie diese Welt schlecht ist, so ist auch die "andere", und so ist auch die Beziehung zwischen den beiden Welten fast die schlechteste, und das ist überhaupt keine Erlösung, denn zwei Jahrtausende nach Christus tötet sich die Menschheit nach wie vor, auch in deutlich größerem Umfang. Anstatt das Image Gottes auf diese Weise zu verderben, ist es besser, wenn wir Ihn in unseren menschlichen Torheiten nicht im Geringsten einmischen.

IV. Atheismus

     Nachdem wir festgestellt haben, dass der Agnostizismus eine wahre Sache und die Existenz Gottes eine Geschmackssache ist, sollten wir den anderen Pol in der Verehrung der Religionen -- den Atheismus -- nicht verpassen, umso mehr, dass er mit ihrer zukünftigen Entwicklung oder "Mutation" zusammenhängt. Der Atheist besteht darauf, dass es keinen Gott gibt, aber das, wie das Gegenteil, kann auch nicht bewiesen werden, und in diesem Sinne ist der Atheist auch ein Gläubiger! Das mag für die Mehrheit der Menschen, einschließlich selbst der Atheisten, paradox klingen, aber das ist eine unlegierte Wahrheit. Darüber hinaus sind die Gläubigen und die Atheisten nicht ganz symmetrisch positioniert, wo die wahren Gläubigen genau die Atheisten sind, denn die Existenz Gottes kann immer noch bewiesen werden, wenn Er existiert und beschließt Sich zu zeigen, während die Abwesenheit Gottes kann einfach nicht bewiesen werden (wenn Er nicht existiert)! Das muss jetzt klar sein, denn für jedes Ding ist viel leichter seine Existenz zu beweisen (wenn es zumindest in einem bestimmten Fall vorhanden ist) als seine Abwesenheit (überall und immer), in welchem Zusammenhang die bulgarische Leute sagen: "Geh und beweise, dass du kein Kamel bist". In den meisten Fällen gibt es keinen anderen Algorithmus, um die Abwesenheit zu beweisen, außer der sogenannten kompletten Durchsuchung, und in unserem Fall ist das unmöglich, da wir jeden Punkt des unendlichen Raumes und der unendlichen Zeit "durchsuchen" sollen, wo dabei keine Idee haben, wie das aussieht, was wir suchen!
     Lassen Sie uns jetzt versuchen, die zukünftige Entwicklung der Religionen vorherzusagen, wobei wir uns, natürlich, von einer gemeinsamen Tendenz in ihrer chronologischen Erscheinung und Entwicklung leiten lassen. Diese Tendenz ist nicht so schwer zu bemerken und sie ist: vom Konkreten zum Abstrakten! Alle primitiven Religionen haben auf irgendeine Weise ihre Götter abgebildet, deren Bild dogmatisch festgelegt war und, natürlich, dem Menschen oder einigen Tieren ähnelte. Der Hinduismus hat auch menschenähnliche Götter, aber einige von ihnen haben sechs Glieder, und es beginnt, über Millionen Welten oder Universen zu sprechen, die aus dem Atem eines Gottes hervorgehen und von einem anderen zerstört werden können, wo die Wahrheit jetzt göttlich wird. Bei den Pharaonen und alten Griechen, wie auch in der hebräischen Religion, sind die Götter immer noch ziemlich menschlich. Aber durch das Christentum erscheinen nun drei Götter: Vater, Sohn und Heiliger Geist, wobei die Sache nicht in ihrer Anzahl liegt, sondern im abstrakten Bild des Geistes, der als Taube dargestellt wird, nicht weil Er so aussieht, sondern weil Er irgendwie dargestellt werden muss. Sieben Jahrhunderte nach Christus taucht der Islam auf, der über Gott nur das sagt, dass Er existiert, aber wie Er aussieht -- niemand kann sagen, aus welchem Grund in den cami-Moscheen (es ist 'dzhami' ausgesprochen, wo diese "zh" wie in französische bonjour ist) Ornamente sein können, und das meistens draußen, aber die Mauern sind kahl, um die Anbeter nicht mit diversen Bildern abzulenken. In der Zeit Mohammeds gab es keine Science-Fiction, und deshalb nennt er Allah nicht Wesen aus der vierten Dimension, aber die Bedeutung dieses Gottes ist solche. Der im 19. und 20. Jahrhundert weit verbreitete Atheismus (obwohl er aus dem alten Griechenland stammt) lehnt das göttliche Image gänzlich ab, und ersetzt es durch die unpersönliche "Natur" (oder Substanz -- bei Spinoza). Es ist wahr, dass bei der Atheisten Gott vollständig verschwindet, ebenso wie die Heiligen und die Wunder, aber es bleibt eine Seiner Quintessenz, die Idee von Gott, in Form von Naturgesetzen, d.h. das Wichtigste, was nicht zerstört werden kann.
     Wenn jemand sich immer noch wundert, warum der Islam gerade im 20. Jahrhundert bedeutende Fortschritte macht, dann ist ihm einfach nicht klar, wie die rasante Entwicklung der Wissenschaften die strengen christlichen Dogmen und die genauen Gottesbilder unhaltbar macht. Die Menschen sind immer noch wie die Kinder und brauchen Märchen, aber sie wollen heute etwas gegenwärtigere, ein Science-Fiction-Märchen, d.h. eine Religion, die mehr Raum für ihre eigenen Fantasien und Gedanken lässt. Die christliche Religion ändert sich auch, so gut es ihr das gelingt, in ganz unterschiedlichen Häresien seit dem 15. Jahrhundert, bis die gegenwärtige Situation erreicht ist, in der in den USA im 20. Jahrhundert auch einige sogenannte autokephale Kirchen entstehen, d.h. Kirchen, die nur von einer Person gegründet wurden, welche Person allein ihr Haupt ist (wie auch ihr "Schwanz", weil nicht gesagt werden kann, dass sie viele Anhänger haben). Es stellt sich heraus, dass die Ikonen für die Gläubigen nicht obligatorisch sind, aber die täglichen Gebete sind auch nichts Unwiderrufliches. Wichtig ist, dass der Mensch erkennt, dass er auf diesem Planeten nicht allein ist und dass das Leben darauf nicht mit seinem eigenen Leben endet!
     Vom Konkreten zum Abstrakten ist die natürliche Evolution der Religionen, aber das ist auch der Weg, durch den viele Wissenschaften gehen, weil das der Weg unseres Wissens für die Welt ist. Der letzte Moment in dieser Hinsicht ist jetzt der Atheismus, aber er ist nicht genug entwickelt und hat nicht viele der Rituale, die jede selbst respektierende Religion hat, und das ist der Grund, warum er nicht von den Massen als solche akzeptiert wird, aber die Zukunft ist grenzenlos (wenn wir allein nicht einige Grenzen setzen), so dass wir es nicht in Eile als Glauben ablehnen sollten.
     In der Zwischenzeit ist im 20. Jahrhundert eine neue Religion entstanden, und während sich die Leuten darüber streiten, ob das eine Religion ist, ob es gut ist, usw., ist es ihr gelungen, ihren eigenen Weg um die Welt zu finden. Es geht um den Kommunismus oder vielmehr um den Leninismus, der alle Merkmale einer atheistischen Religion aufweist. Sie entstand aus Marx' "Geist des Kommunismus", begann aber zu Lenins Zeiten im jungen Sowjetstaat als Religion zu existieren, durchlief Perioden der Verfolgungen und Anklagen, erschuf seine eigenen Heiligen, es gelang ihr, sich als offizielle Religion auf einem riesigen Territorium der Welt zu etablieren, und jetzt reist in der "dritten" Welt herum, auf der Suche nach geeigneten Boden für ihr Prosperieren. Sie hat keine Götter, sondern Naturgesetze, die nicht weniger unerbittlich als die Götter sind; hat keine Wunder, aber hat die Wunder der Wissenschaften, die nicht weniger erstaunlich als die der Götter sind; hat keine Gebete, sondern Wünsche, Bestrebungen und Ideale, die keinen schwächeren Einfluss auf die Massen haben. Es ist wahr, dass es in Bezug auf die Rituale viel zu wünschen gibt, aber ihre aktive Existenz beträgt nur etwa 80 Jahre, und was sind 80 Jahre für eine Religion? Sie ist nicht herrschende Religion in den ex-kommunistischen Ländern jetzt, aber das bedeutet nicht, dass sie immer noch nicht "die Herzen und Gedanken" der Menschen beherrscht (ein abgenutztes Stereotyp, aber im Allgemeinen wahr), weil der Zusammenbruch des kommunistischen Systems war lediglich ein Zeichen für ihre Trennung vom Staat, wie es in der Renaissance mit der christlichen Religion in der gesamten westlichen Welt geschehen war. Sie hat Moral, hat Utopismus, hat Vorstellung von Sünde, hat Leben nach dem Tod ("die helle kommunistische Zukunft"), hat Ziel -- das Glück der Menschen, verursacht Stagnation (wie jede andere Religion), und die Stagnation ist besonders wichtig, wenn eine Zivilisation (wie das gegenwärtige) weggeht, ist ausreichend tolerant gegenüber den anderen (d.h. echten) Religionen, predigt asketische Lebensweise auf dieser Welt, und ist eine echte Zuflucht für die schwachen oder weniger entwickelten Länder und Nationen. Sie hatte sogar ihre eigenen Zensurorgane und Inquisition, als jede andere herrschende Religion.
     Ob und inwieweit sie existieren wird, wird die Zukunft zeigen. Aber viele Dinge darin können bleiben, sogar der fünfstrahlige Stern, denn dieser ist ein weit verbreitetes und altes Symbol und existiert auf dem amerikanischen Banner (obwohl die Amerikaner vor dem Kommunismus "wie der Teufel vor dem Weihrauch" davonlaufen, aber das liegt daran, dass sie wohlhabendes Land sind und niemand dort arm sein will), außerdem ist das Pentagon in der Tat ein "fünfeckiger Stern mit ausgeschnittenen Strahlen" (oder umgekehrt -- der fünfstrahlige Stern ist ein verbessertes Pentagon). Die rote Farbe ist mit nichts schlimmer als die blaue (das ist eine Anspielung auf die moderne in den ersten demokratischen Jahren bulgarische Union der Demokratischen Kräfte, UDF), zum Beispiel, und über die Parteihäuser -- niemand hat gesagt, dass sie nur im "stalinistischen" Stil (oder der "kommunistischen Gotik") gebaut werden dürfen, und auf Wunsch auch wie Raumstationen geformt werden können. Die Zukunft der Menschheit ist ein viel greifbareres Ideal als das Leben nach dem Tod, denn jeder, so und so, versucht etwas hinter sich zu lassen (zumindest ein Kind), und die totale Abstraktion der Natur Gottes gefährdet niemals, aus der Mode zu geraten, weil sich der Geschmack der Leute geändert hat. Das wertvollste Gut des Menschen ist seine Arbeit, und das ist eine unbestreitbare Wahrheit, und das höchste Glück (für jeden hinreichend vernünftigen Menschen, der seine sterbliche Hülle "überschreiten" kann) ist das Glück der anderen, weil das das gegenseitige oder das mitgeteilte Glück ist, und das ist etwas, das ihn überleben und eine Spur unter den anderen Menschen hinterlassen kann. Der Widerspruch zwischen dem Glauben, den jede Religion erfordert, und der Vernunft, die die menschliche Natur erfordert, ist nicht so schwer zu überwinden (wie etwa der Widerspruch zwischen den Geschlechtern, oder den Generationen), weil der Glaube durch die Vernunft festgelegt werden kann, und die Vernunft aufgrund des Glaubens (an die Vernunft) existieren kann. Mehr als das, genau die Symbiose zwischen Glauben und Vernunft in der kommunistischen atheistischen Religion, oder in einigen ihrer Nachkommen, kann, wobei sie den Widerspruch in sich selbst einschließt, diese Religion lebendig und dauerhaft machen. Und die Tatsache, dass sie keine rassischen, finanziellen, sexuellen, intellektuellen, und anderen Unterschiede festlegt (außer vielleicht, dass die Anbeter nicht wesentlich reicher als die anderen sein müssen, aber das ist leicht zu überwinden), macht sie für jeden schwachen, aber mehr oder weniger rationalen Menschen, vollkommen zugänglich.

     So dass die Religion für die Menschen Opium ist, aber bis sie nicht zeigen, dass sie dieses Opium nicht brauchen, wird sie einen zentralen Platz im sozialen Leben der Menschen einnehmen. Nach der Naivität und Gefräßigkeit, aber, zu urteilen, mit der die Massen die Werbungen, die ihnen angeboten werden, verschlingen, gibt es alle Gründe anzunehmen, dass sie immer eine Religion brauchen werden. Die Religion ist schädlich, wenn es zu einer Kollision zwischen zwei verschiedenen Religionen kommt, die Krieg führen (weil, zum Beispiel, eine Gruppe von Menschen das Ei vom scharfen Ende brechen, und eine andere -- vom stumpfen), aber ansonsten ein gewisses Maß an Täuschung über das Leben ist für die Menschen lebensnotwendig, um es leben zu können, und in diesem Sinne leistet jede Religion gute Arbeit, weil man die Täuschung niemals ablehnen wird, wenn sie einem gefällt. Bis eine gegebene Gesellschaft in widersprüchliche Strukturen mit unterschiedlichen Interessen aufgeteilt ist (und das wird immer stattfinden, weil die Menschen in ihren Geschmäcken, Interessen, und Fähigkeiten unterschiedlich geschaffen sind, und genau diese Vielfalt das Wertvollste auf dieser Welt ist), bis dann wird sie etwas brauchen, das ihre Mitglieder vereint und zusammenhält. Solange man eine Unterstützung und einen Lebenssinn braucht, braucht man auch eine Religion. Der Mensch, aber, wird immer solch ein Bedürfnis haben, weil er kein Gott ist.







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